Fortschreitende Militarisierung in Venezuela: Militär übernimmt Verteilung von Medikamenten

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Verteidigungsminister General Vladimir Padrino López ist der starke Mann im Land und hat selbst den einstigen Parlamentspräsidenten Diosdado Cabello Rondón in die zweite Riege gedrängt (Foto: AVN)
Datum: 02. November 2016
Uhrzeit: 23:51 Uhr
Leserecho: 7 Kommentare
Autor: Redaktion
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Bereits vor Monaten hat Venezuelas Präsident Nicolás Maduro durch die Hintertür sich und dem Militär Sondervollmachten verliehen. Es ist kein Geheimnis, dass sich der Despot nur noch mit Hilfe von Waffenknechten und einer durch und durch korrupten Justiz im Amt hält. Seit Januar wird permanent – ohne Genehmigung durch die Nationalversammlung und ohne Erfolg – der ökonomische Notstand verlängert. Seitdem sind Militär und Bürgerwehren für die Verteilung und Vermarktung von Lebens- und Grundnahrungsmitteln zuständig, trotzdem prägen leere Regale und lange Schlangen vor den Supermärkten und staatlichen Verteilerzentren das tägliche Bild. Ab sofort werden die Streitkräfte nun auch die Kontrolle über die Verteilung von Medikamenten und chirurgischen Hilfsgütern in allen öffentlichen Krankenhäusern des Landes übernehmen.

„Wir werden ab sofort die Kontrolle über die Verteilung aller Medikamente übernehmen, alle Eingänge (Materialien) medizinische, chirurgische und medizinische Hilfsgüter in allen Krankenhäusern überwachen“ so Verteidigungsminister General Vladimir Padrino López während einer im staatlichen Fernsehen VTV übertragenen Rede. Nach seinen Worten wird dadurch gewährleistet, dass „diese Medikamente effizient die Patienten erreichen“. Er erinnerte auch daran, dass Präsident Maduro den Ausnahmezustand und wirtschaftlichen Notstand ausgerufen hat. „Deshalb ist es notwendig, dass die Bolivarischen Nationalen Streitkräfte die Kontrolle über die Verteilung von Medikamenten übernehmen“.

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  1. 1
    Wolfgang

    Ok, koennte man ja begruessen, wenn dadurch wirklich eine „verlustfreie“ Verteilung sicher gestellt werden sollte, ohne dass sich irgendwelche Schwarzmarktgangster die knappen Gueter unter den Nagel reissen. Das Problem ist halt nur, dass die FANB bisher ja leider auch nicht durch Korruptionsfreiheit glaenzte… Glueck wird danach vor allem derjenige haben, der in ein Militaerkrankenhaus eingeliefert werden „darf“.

  2. 2
    Don Ewaldo

    Wann wird es begriffen,dass Militär noch nie eine Lösung gebracht hat.“ Jedem das Seine,Mir das Meiste !!! CHAVEZ war nicht genug ?? !! Ein Militärhirn hat andere Windungen .
    Nur Wirtschaftsleute können evtl.noch etwas retten,die Basis dafür ist ja immer vorhanden.
    Mit diesen „mentalen Geisterfahrern “ wirds auf jeden Fall nicht zu einer Lösung kommen.
    Räuber und Diebe hatten Ihre Saison .Aus dem Land gebrachte Unsummen von ja bekannten Leuten sollte zur Deckung der Schulden schon mal ausreichen.Die “ Schaafherde“ wird sich genau wie zuvor wieder einordnen,
    Da kann nur ein klarer Schnitt helfen.
    Zitat : Wehret den Anfängen……

  3. 3
    Martin Bauer

    Dann wissen wir jetzt wenigstens, wo wir nicht verfügbare Medikamente kaufen können. Hat einer die Telefonnummer von diesem López? Ein Telefonregister wird da nicht weiter helfen, denn jeder 2. Arbeitslose in Lateinamerika heisst auch so.

    • 3.1
      Gringo

      leider ist dieser Lopez nicht arbeitslos!!!!!!!

  4. 4
    Martin Bauer

    Ja, wenn’s Jennifer wäre, vor 15 Jahren…

  5. 5
    Der Bettler

    Komm,die hat einen Hintern wie ein Brauereipferd!

    • 5.1
      Martin Bauer

      Vor 15 Jahren noch nicht!

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