Lateinamerika: Mord an Radiojournalist in Peru zügig aufklären

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Ordóñez moderierte die Sendung „Habla el Pueblo“ („Die Stadt spricht“), in der sich Bürger oft über die Behörden beschwerten Foto: Screenshot YouTube)
Datum: 24. November 2016
Uhrzeit: 14:21 Uhr
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Autor: Redaktion
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Reporter ohne Grenzen (ROG) fordert die peruanischen Behörden auf, den Mord an dem Journalist Hernán Choquepata Ordóñez zügig aufzuklären. Während einer Live-Musiksendung stürmte am vergangenen Sonntag mindestens ein Unbekannter das Studio seines Senders Radio La Ribereña in Camaná im Süden Perus und schoss Ordóñez in den Kopf. Dieser starb wenig später auf dem Weg in ein Krankenhaus. „Die Ermittler sollten den Verdacht sehr ernst nehmen, dass Hernán Ordóñez wegen seiner Arbeit als Journalist ermordet wurde“, so ROG-Geschäftsführer Christian Mihr. „Diese Tat war ein Anschlag auf Perus Medien insgesamt und darf nicht ungestraft bleiben.“

Ordóñez moderierte die Sendung „Habla el Pueblo“ („Die Stadt spricht“), in der sich Bürger oft über die Behörden beschwerten. Er selbst übte in der Sendung wiederholt offene Kritik an Lokalpolitikern, in der Woche vor seiner Ermordung etwa an den Bürgermeistern von Camaná und dem nahegelegenen Mariscal Cáceres. Nach Angaben von Kollegen bei seinem Sender hatte Ordóñez in jüngster Zeit Todesdrohungen erhalten und diese der Polizei gemeldet. Berichten peruanischer Medien zufolge wurde bei dem Anschlag auch Studioausrüstung des Radiosenders zerstört. Ordóñez hinterlässt eine Frau und zwei Kinder.

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