Schmuggel mit Diplomatenpass: Nationalversammlung von Venezuela bildet Sonderkommission

madburo

Die Angekagten gehören zur Familie von Nicolas Maduro und Ehefrau Cilia Flores (Foto: TV-Screen)
Datum: 07. Dezember 2016
Uhrzeit: 11:19 Uhr
Leserecho: 5 Kommentare
Autor: Redaktion
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Ein Bundesgericht in Manhattan (New York) hat am Freitag (18.) Efraín Campos und Francisco Flores einstimmig für schuldig befunden „wissentlich und in geheimer Absprache mehr als 770 Kilogramm Kokain in die USA transportiert/geschmuggelt zu haben“. Die beiden Männer sind allerdings keine gewöhnliche Kriminelle, es sind die Neffen der First Lady von Venezuela. Das diktatorische Regime versucht einen Mantel des Schweigens über die Geschehnisse zu decken, die Nationalversammlung fordert lückenlose Aufklärung.

Eine parlamentarische Sonderkommission wird einen schriftlichen Fragebogen an Präsidentengattin Cilia Flores und den Chavista-Abgeordneten Diosdado Cabellos schicken. Beide werden über ihre Kenntnisse zu den kriminellen Tätigkeiten von Campos und Flores befragt. Laut einem Sprecher der Opposition ist es nicht ausgeschlossen, dass auch Präsident Maduro konsultiert werden wird. Ebenfalls werden Pedro Rodríguez und Urbano Pérez befragt. Die beiden Piloten hatten die Neffen nach Haiti geflogen und waren dort vorläufig festgenommen worden.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    Manfred Zürcher

    ich denke dass die Hauptschuldigen hier diejenigen sind die, die Diplomatenpässe ausgestellt haben, im Wissen des Drogen Schmuggels.

  2. Die Mitomanen von Cabello,Flores und Maduro werden natürlich wahrheitsmässig die Fragebögen beantworten.Gibt es kein Nobelpreis für Naivität?Mit Sicherheit gewänne den ,die MUD.

  3. 3
    Regina Ulbrich

    Da stimme ich Annaconda 100% zu !!
    Und mit der MUD auch gleich die, die immer noch an eine Änderung oder „Rettung“ Venezuelas durch eine der Oppositionsparteien glauben.

  4. 4
    Hasta la vista Chavista

    Maduro scheint unbedingt Devisen zur Stabilisierung seines maroden Wirtschaftssystems zu brauchen, weshalb inzwischen der Kokainhandel in den USA als weitere Devisenquelle -ich nenne es einmal- „halbstaatlich“ etabliert wurde. Außer Öl und Koks kann man eben nichts…

    Es ist schon verrückt, wie man ein so reiches Land wie Venezuela nicht in den letzten Jahren und Jahrzehnten auf verschiedene Füsse stellen konnte!? Alles ist abhängig vom Ölexport und wenn dort wegen einem weltweiten Überangebot die Preise in die Knie gehen, bricht das ganze System in Venezuela zusammen. Man produziert wegen der eigenen Versäumisse und der leistungsvernichtenden Verstaatlichungen der letzten Jahre selbst viel zu wenig, muss alles mögliche importieren – gegen immer stärker fehlende Devisen. Das Volk wird ausgehungert bis zum…. ja bis zum was? Bis zum Kollaps bzw. Tod oder bis zum Aufstand gegen die bestehenden Verhältnisse?! Viele Alternativen sehe ich persönlich für die Bevölkerung nicht – außer abzuhauen, insofern das für diejenige Person eine Option ist..

  5. 5
    Gringo

    Frag doch den Mann im Mond, ist genauso ergiebig.

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