„Hexenverfolgung“ in Venezuela: Geheimdienst verhaftet mehrere Oppositionspolitiker – Update

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Gilber Caro, wurde vom Geheimdienst verhaftet (Foto: MUD)
Datum: 11. Januar 2017
Uhrzeit: 22:11 Uhr
Leserecho: 2 Kommentare
Autor: Redaktion
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Der venezolanische Geheimdienst hat am Mittwoch (11.) den Oppositionspolitiker und Abgeordneten der Nationalversammlung, Gilber Caro, an der Mautstelle La Cabrera in Maracay (Hauptstadt des Bundesstaates Aragua) verhaftet. Nach Angaben seiner Familie ist der Aufenthaltsort von Caro unbekannt. Die Opposition bezeichnete den Grund für die Verhaftung als eine „Folge der anhaltenden politischen Verfolgung“ durch das Regime.

Der Präsident der venezolanischen Nationalversammlung (AN) und Oppositionspolitiker Julio Borges spricht von einer „Premiere des Sonderkommandos gegen Putschisten und Terroristen“ (Comando Nacional Antigolpe), das von Vizepräsident Tareck Zaidan El Aissami Maddah geleitet wird. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) hat vor einer massiven Aushöhlung grundsätzlicher Rechte unter der Herrschaft populistischer Regierungen wie in Venezuela gewarnt und darauf hingewiesen, dass sich diese Regime durch das Schweigen westlicher Regierungen zu Menschenrechtsverstößen ermutigt fühlen.

Update, 12. Januar

„Venezuela weiß, dass dieses Regime derzeit eine Politik der Angst und des Terrors schürt. Das einzige Werkzeug, mit dem sich Maduro noch an der Macht halten kann, ist der Staatsterrorismus. Die Verhaftung von Caro geschah willkürlich und gleicht einer Hexenverfolgung – ohne Anweisung der Staatsanwaltschaft und ohne Achtung seiner Immunität“, so Borges bei einer Pressekonferenz. Am Donnerstagnachmittag (Ortszeit) wurden weitere zwei Oppositionspolitiker (Jorge Luis González und Romer Rubio Flores ) und der ehemalige General und Verteidigungsminister Raul Baduel verhaftet. Ihnen wird „Beteiligung an Destabilisierungsplänen“ vorgeworfen.

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  1. 1
    Martin Bauer

    Vor wenigen Tagen haben ich hier geschrieben, dass Tareck El Aissami eine nie dagewesene Ära der Bespitzelung und des Terrors einleiten wird, und schon geht es los. Leute, ihr werdet noch an meine Worte denken, wenn diese Bestie ein paar Monate im Amt ist. Jetzt weht ein anderer Wind in Venezuela.

    Wer von euch in Venezuela lebt, sollte ab sofort mit seinen Kommentaren äusserst vorsichtig sein. Nicht mal die Benutzung des Darknet bietet Schutz, denn das ist für die sysrischen Freunde von Tareck längst kein Hindernis mehr.

  2. 2
    don ewaldo

    Sehr gut hinterdacht,die Syrische Clique ist schon lange weltweit tätig,das „waidwunde Venezuela “ ist leichte Beute .
    Siehe die Europ. Entwicklung,zum Wiederholten Male : Dumme Rindficher haben Ihre Metzger schon immer selbst gewählt.

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