Kuba: Ende der „Trockenfuß“-Politik dürfte Diktatur stärken

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Die Flucht vor dem unmenschlichen Kommunismus war das Auslassventil vieler Kubaner, die nun der harten Realität ins Auge schauen müssen (Foto: Foto: ScreenshotYouTube)
Datum: 14. Januar 2017
Uhrzeit: 17:28 Uhr
Leserecho: 1 Kommentar
Autor: Redaktion
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Am Donnerstag (12.) hat die US-Regierung die Nasse-Füße-Trockene-Füße-Politik (Wet foot, dry foot) gegenüber kubanischen Einwanderern beendet. Das Gesetz begünstigte Kubaner, die vor der Castro-Diktatur flohen und es schafften, US-Boden zu erreichen, gegenüber allen anderen Migranten. „Kubaner, die illegal in die Vereinigten Staaten kommen und die kein Anrecht auf humanitären Beistand haben, werden von nun an zurückgeschickt“, bekräftigte der scheidende US-Präsident Barack Obama. Die Flucht vor dem unmenschlichen Kommunismus war das Auslassventil vieler Kubaner, die nun der harten Realität ins Auge schauen müssen. Internationale Beobachter fürchten soziale Unruhen, die Abschaffung dieses US-Gesetzes dürfte die kubanische Diktatur zudem noch stärken.

Mehr als 54.000 Kubaner überquerten im vergangenen Jahr die Grenze von Mexiko in die Vereinigten Staaten (2015 rund 43.000), eine der größten Völkerwanderungen seit dem „Sieg der Revolution“. „Ein hoher Prozentsatz der Auswanderer/Flüchtlinge der letzten Jahren sind junge Menschen mit einem hohen Bildungsniveau. Dies war und ist ein ernstes Problem für die kubanische Wirtschaft“, analysiert Antonio Aja, Direktor des Zentrums für demografische Studien an der Universität von Havanna.

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  1. 1
    Hans Iseli

    Wie ist denn das möglich? Gemäss den europäischen Linken ist doch Kuba ein Top-Land! Es sind doch die USA, die so böse sind, dass eigentlich der Flüchtlingszug in die umgekehrte Richtung fliessen müsste!

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