USA – Venezuela: Begnadigung von Oscar López und das Versprechen von Maduro – Update

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Präsident Maduro während einer TV-Ansprache (Foto: TVScreen)
Datum: 18. Januar 2017
Uhrzeit: 13:47 Uhr
Leserecho: 24 Kommentare
Autor: Redaktion
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Zum Ende seiner Amtszeit hat Präsident Barack Obama eine große Begnadigungsaktion gestartet. Nutznießer dieser Entscheidung ist unter anderem der seit 35 Jahren in den USA inhaftierte Unabhängigkeitsaktivist Oscar López Rivera aus Puerto Rico, der im kommenden Mai aus der Haft entlassen wird. Der heute 73-jährige Oscar López Rivera war 1981 wegen Verschwörung zum Sturz der Regierung der USA in Puerto Rico und seiner Mitgliedschaft in der Terrororganisation „Bewaffnete Streitkräfte der Nationalen Befreiung“ (FALN) zu 55 Jahren Haft verurteilt worden, 1987 kamen noch einmal 15 Jahre wegen eines Fluchtversuches dazu. Die Begnadigung stieß bei mehreren Regierungen Lateinamerikas auf Wohlwollen, Venezuelas Präsident Nicolás Maduro bedankte sich bei Obama.

„Danke, Herr Präsident Obama, dreimal Danke“, so Maduro am Dienstag (17.) in Englisch und Spanisch während einer Fernsehansprache. Der auf Kuba ausgebildete Marxist ging dabei allerdings nicht auf einen Vorschlag/Versprechen ein, den er am 4. Januar 2015 öffentlich verkündet hatte. „„Der einzige Weg, um das Monster aus Ramo Verde freizugeben, wäre ein Gefangenenaustausch – Leopoldo López gegen Óscar López Rivera – Mann für Mann“, so Maduro vor seiner Reise nach China.

Die US-Regierung hatte damals die Möglichkeit des Austausches zwischen dem seit 18. Februar 2014 inhaftierten venezolanischen Oppositionsführer und dem Puertoricaner abgelehnt. Gleichzeitig bedauerte es Washington, dass Venezuelas Präsident diesen Vorschlag während einer TV-Ansprache gemacht hatte und wies darauf hin, dass Maduro nicht von den Problemen im von einer Dauerkrise gebeutelten südamerikanischen Staat ablenken solle. Die Opposition erinnerte Maduro nun an sein Angebot und fordert die Unverzügliche Freilassung von López.

Update

„Óscar López Rivera hat nie etwas verbrannt, nie jemanden verletzt. Er ist seit 35 Jahren im Gefängnis – nur weil er für die Unabhängigkeit von Puerto Rico gekämpft hat. Sein Fall ist einzigartig und er verdient Gerechtigkeit und Freiheit. Der Fall von Leopoldo López ist vollkommen anders. Sein Schicksal liegt in den Händen der Justiz und ich hoffe auf Gerechtigkeit. Ich hoffe, dass die venezolanische Opposition um Vergebung für die Opfer bittet und sich zur Wiedergutmachung verpflichtet. Rivera ist ein Mann von Würde und auf der anderen Seite steht dieser Mann (Leopoldo), der ein Agent der CIA ist“, so Maduro während einer Pressekonferenz im Miraflores-Palast zu der Frage eines Journalisten der Agentur „Bloomberg“, was er hinsichtlich seines Versprechens nun machen wird.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    Martin Bauer

    Obama war stets ein miserabler, feiger Vogel, der überwiegend aufgrund seiner Hautfarbe gewählt wurde. Seinen Abgang überhäuft er mit einem pathetischen Haufen von Bockmist, der ihm vermutlich Würde verleihen soll. Das Beste, was er hätte machen können, ist den dämlichen Rand halten und sangundklanglos in der Versenkung verschwinden, aus der er vor 8 Jahren gekrochen ist. Michel Obama teilt in gewisser Weise das Schicksal von Hillary Clinton. Beide haben erbärmliche Schwächlinge und Versager als Ehemann, die es, kein Schwein weiss warum, irgendwie bis ins Weisse Haus geschafft haben.

    • 1.1
      Pelle

      Dann kannst Du ja froh sein, den superintelligenten und menschenfreundlichen Trump in wenigen Tagen im Weißen Haus zu sehen. Was sollen diese Hasstiraden, welchen Informationswert hat dein Kommentar?

      • 1.1.1
        Martin Bauer

        Wenn ich Leute wie Obama hassen wollte, hätte ich viel zu tun. Er war eine Nullnummer und hat versäumt, seine Pflichten zu erfüllen. Clinton hätte diesen unverantwortlichen Kurs fortgeführt. Was Trump macht, werden wir sehen. Für sicher halte, ich, DASS er was machen wird, im Gegensatz zu seinem Vorgänger.

  2. 2
    Brewer

    Ich habe noch nie so einen blöden Mist gelesen. In dir ist alles: Pegida, KKK ….. Ich hoffe du wirst an deinem Hass ersticken

    • Hass wird seit rund einem Jahr gegenüber Trump gesät, praktisch in allen Medien, mit System und Nachhaltigkeit, ohne viel Rücksicht auf den Wahrheitsgehalt der Meldungen. Die Lemminge folgen dem in ihrer kollektiven Dummheit. Eigentlich nicht verwunderlich, denn minderwertige Mehrheiten liegen mit ihrer Meinung oft falsch! Das Problem der Demokratie ist nur, daß jeder von denen eine volle Wahlstimme hat.

      Im Übrigen muß man nicht für Trump sein, um jämmerliche Versager, wie Obama, als solche zu erkennen und zu benennen. Aber schon ein dritter Tonwert, zwischen Schwarz und Weiss, überfordert viele.

  3. 3
    Oliriwa

    Super geschrieben Herr Bauer, haben sie eigentlich Nachts Schlafprobleme oder weshalb sondern Sie solchen Kommentar ab? Ich finde den emotionalen Ausbruch, Kommentar kann man den ja eigentlich nicht nennen, hätten Sie sich aber absolut schenken können, absolut Unsachlich und ist im Grunde genommen auch noch beleidigend. Wundere mich, weshalb das auch noch durch die Zensur geht, na ja,

  4. 4
    gerónimo

    Zu reaktionären Altmännergeschwätz kommt nun auch noch Dummheit dazu. In was unterscheiden sie sich eigentlich von einem Chavisten? Doch nur von links auf rechts, mehr nicht.

  5. 5
    Oliriwa

    Ich finde den Anfangskommentar von MB ziemlich unverschämt, sehr emotional, und absolut unsachlich, das ist ja fast schon eine Beleidigung. Da hat aber mal einer einen Haß auf den Leader der USA, den er hier mal ablassen darf, Schlechte Stil Herr Bauer und absolut Niveaulos und vor allem noch ohne geistigen Inhalt, setzen 6!

  6. Ich verstehe nicht, warum mir hier alle Hass unterstellen. Obama’s Politik als Präsident hatte und hat noch immer massive Auswirkungen auf mein Leben und das meiner Familie. Von daher bin ich natürlich emotional in meinen Äusserungen. Das ist als Privatperson mein gutes Recht. Dieser unfähige Typ stinkt mir gewaltig. Aber Hass ist etwas völlig anderes, den empfinde ich in keiner Weise. So wichtig ist mir Obama denn nun auch wieder nicht, als dass ich mich damit belasten würde.

    Sachlich beanstande ich, dass er weder die Interessen seines Volkes noch die der Freien Welt in der Form vertreten hat, die meiner Ansicht nach angebracht gewesen wäre. Hier gehen die Meinungen sicher auseinander. Ich vertrete meine. Und mit dieser Meinung stehe ich nicht alleine da.

    Ich bin sehr, sehr froh, dass seine Politik nicht durch Mme. Clinton fortgeführt wird. Was Trump, den ich für einen selten unsympathischen Zeitgenossen halte, zustande bringen wird, bleibt abzuwarten. Das Risiko bin ich bereit, einzugehen. Und wenn durch ihn einige Linke Socken Magengeschwüre kriegen, dann hat er doch schon etwas Gutes bewirkt!

  7. 7
    Oliriwa

    Ok, das sieht ja wohl etwas anders aus als der erste Kommentar, dem kann ich einigermaßen folgen.
    Ich habe von dem scheidenden allerdings eine andere Meinung, aber das ist nun mal subjektiv. Was der kommende zu leisten im Stande ist, bleibt alles in allem mal abzuwarten, vielleicht reden sie in einem Jahr über den genau so, wer weiß.Lassen wir den alten in Frieden gehen und wundern uns wie auch immer über das Neue, bleibt uns was anderes übrig, lustig wird es auf jeden Fall.Und was Obama mit Oscar López Rivera gemacht hat, wird Trump in vier oder acht Jahren mit anderen auch so machen, das ist bei denen eben so Tradition.

  8. 8
    Manfred Zürcher

    Ja Herr Bauer, vermutlich kennen Sie den Spruch noch nicht „gegen Dummheit ist kein Kraut gewachsen“
    aber, da SIE so einen ja eckelhaften Karackter offenbaren, empfehle ich Ihnen dringend mal zu versuchen
    ein experiment zu wagen um das gewisse Kräutlein zu finden….dumme haben immer mehr Glück vielleicht finden Sie es ja doch noch…….

    • 8.1
      Martin Bauer

      Anscheinend hat Trump hier doch jede Menge Leute in den Nerv getroffen, und das allein aufgrund der Hetzkampagne in den Medien, den mehr Informationen dürfte nur wenigen zugänglich sein. Da halte ich auch gerne mal als Prügelknabe her. Ist schon OK. Meine eigene Dummheit hält sich zumindest so weit in Grenzen, dass ich „Charakter“ schreiben kann, ohne dass die Kakerlake durchscheint.

      • 8.1.1
        Cato

        Hahahaha, welch ein Konter!

  9. 9
    Manfred Zürcher

    tut mir nicht weh, wenn jemand 6 Sparchen beherscht, darf man auch mal einen Fehler machen…

  10. 10
    oliriwa

    Ich amüsiere mich köstlich, wenn aber jemand 6 Sparchen spricht, kann man die dann auch alle schleiben?

  11. 11
    Manfred Zürcher

    3 mit sicherheit aber keine mit schleiben

  12. 12
    oliriwa

    Das wiederum hätte ich jetzt aber nicht für möglich gehalten, Kompliment!

    • 12.1
      Cato

      Jetzt geht es untereinander los?

  13. 13
    Manfred Zürcher

    Was dieser „BAUER“ hier abzieht, beweißt dass er im Grunde genommen ein Rassit ist, schon die erste Bemerkung sagt mehr als Tausend Bücher, nicht Wörter! „NUR WEGEN SEINER HAUTFARBE……“

    • 13.1
      Martin Bauer

      Jetzt schalten Sie Ihre Unverschämtheit mal ein paar Gänge runter! Rassisten sind bestenfalls die, die Obama wegen seiner Hautfarbe gewählt haben, anstatt wegen seiner, in meinen Augen nicht vorhandenen, Qualifikation. Also ein ähnlicher Vorgang, wie die Frauen disqualifizierende Erfindung der Frauenquote in Deutschland. Es sollte einzig und allein die Qualifikation entscheiden, auf gar keinen Fall Rasse, Geschlecht, Religion etc. Doch da kippen leider allzu viele von einem extremen Fehlverhalten in ein gegenteiliges.
      Auch meine Frau habe ich nicht wegen und erst recht nicht trotz ihrer dunkleren Hautfarbe geheiratet, sondern einzig und allein deshalb, weil sie, zumindest für mich, der wundervollste Mensch ist, den ich je getroffen habe.

      Sie sind präsentieren sich hier als Musterbeispiel von Antidemokrat. Wer nicht Ihrer Meinung ist, der wird mit diffamierenden Prädikaten belegt, in der Hoffnung auf Applaus von Leuten Ihrer Kategorie. Auf Versammlungen der LINKE ist dies übrigens der alltägliche Umgangston, sobald mehr als eine Meinung auftaucht.

  14. 14
    Fideldödeldumm

    Hat die „Junge Welt“ einen Aufruf gestartet, dieses Forum mit Trollen voll zu müllen oder passiert das auf Initiative von dem neuen Putsch-Kommando? Hier sind ja jetzt eine Menge Experten unterwegs, die sich vorher zu der Situation in Venezuela nicht geäußert haben. Daher bezweifle ich mal, dass es bei diesen Personen überhaupt einen Bezug zu Venezuela gibt.

    • 14.1
      oliriwa

      Man kann sich auch für was interessieren ohne einen Kommentar abzugeben. Sollte man jedoch an einem hängen bleiben der einem gegen den Strich geht, gibt diese Plattform einem die Möglichkeit zu antworten. Ich bevorzuge eher den sachlichen Part, wogegen es bei so manchem eher emotional zu geht. Und so entwickelt sich einiges, nicht mehr aber auch nicht weniger und immer noch auf einem höheren Niveau als in so manchen Internet Foren. Denn da geht aber so was von die Post unter die Gürtellinie ab, fürchterlich.Der Ausgangspunkt übrigens verehrter Fideldödeldumm war nicht nur der direkte Bezug auf Venezuela, sondern hatte den Anfang mit den Begnadigungspraktiken von einem gewissen Herrn Obama.Und wer sich mit den Andersdenkenden oder Trollen auseinandersetzt, sollte nicht mit dem Müllfaktor bedacht werden, denn dann sind wir sehr schnell bei dem aktuellen Präsidenten der USA.

      • 14.1.1
        fideldödeldumm

        Wenn Sie ein ernsthaftes Interesse an der Situation in Venezuela haben, dann verstehe ich nicht, warum Sie Trump so beleidigen, wo er gerade mal einen Tag im Amt ist. Grundsätzlich traue ich ihm eher zu, die Lage für die Normalbevölkerung in Venezuela zu verbessern, als Obama. Obama hat in dieser Problematik nichts auf die Reihe bekommen. Das wird selbst für Trump schwierig, dies zu unterbieten.

  15. 15
    oliriwa

    Sie haben sehr wahrscheinlich meinen Kommentar nicht gelesen. Der Ursprung von den ganzen Kommentaren war die Begnadigung von Oscar López durch Obama und den damit verbundenen Kommentar von Herrn Bauer. Ansonsten kann ich mit der Charaktere von einem „Präsidenten“ nichts anfangen der mit dem was er Gestern gesprochen hat Morgen nichts mehr anfangen kann. Der sich z.B.brüstet jeder Frau in den Schritt fassen zu können und in dessen Regierung einige nachgewiesene Antisemitischen sitzen, das nur als Beispiele von noch mehr. Obama hat auf jeden Fall ein kultiviertes Miteinander geschaffen, da ist der Neue Haudrauf aber so was von entfernt und befindet sich auch mal gerade im Krieg mit denen mit denen er es sich eigentlich nicht verscherzen sollte, der Presse. Die Welt ist kein Wirtschaftsunternehmen und vor allem keine Firma, das wird der Herr im Weißen Haus auch schnell und bald feststellen. Aber wie heißt es so schön, man weiß erst was man verloren hat, wenn es nicht mehr da ist und sich das nachfolgende als Flop herausstellt, darüber hinaus ist Kritik keine Beleidigung. Darüber hinaus ist gesamt Südamerika zu interessant um sich nur um Venezuela zu kümmern.oder zu mögen.

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