Brasilien: Wiederaufbau der Antarktis-Station „Comandante Ferraz“

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Auf einer Fläche von rund 4.500 Quadratmetern wird die Station nach Fertigstellung über 17 Labore verfügen (Foto: Defesa)
Datum: 19. Januar 2017
Uhrzeit: 19:07 Uhr
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Bei einem Brand und anschließender Explosion sind am 24. Februar 2012 in der brasilianischen Antarktis-Station „Estação Antártica Comandante Ferraz“ (EAFC) zwei Personen getötet und mehrere verletzt worden. Nachdem sich die Aufbauarbeiten mehrfach verzögerten, hat nun die Rekonstruktion der Forschungseinrichtung begonnen. „Comandante Ferraz“ liegt auf King George Island (Baía do Almirantado) und nahm am 6. Februar 1984 ihren Betrieb auf. Die Station ist zu Ehren des brasilianischen Antarktispioniers Luís Antônio de Carvalho Ferraz benannt. Die Basis, die einer kleinen Stadt inmitten des antarktischen Eises gleicht, war vor ihrer Zerstörung etwa 2.500 Quadratmeter groß und hatte Platz für 46 Personen. Es gab Lagerräume, Werkstätten, eine Bibliothek, Wohn- und Erholungsräume, ein Krankenhaus, Kommunikationseinrichtungen, eine Sporthalle sowie Kantine und Speisesaal. Militärs waren ständig auf der Basis stationiert und wurden regelmäßig ausgewechselt.

Vor wenigen Tagen ist ein Team von Maurern, Technikern und Ingenieuren Richtung Antarktis aufgebrochen. Bereits im Dezember vergangenen Jahres trafen die für den Bau erforderliche Ausrüstung/Materialien aus China ein. Der Wiederaufbau der Basis soll bis zur ersten Hälfte des Jahres 2018 abgeschlossen sein. In der ersten Bauphase werden sämtliche Module installiert, die Labors, Speisesäle, Werkstätten und Wohnheime beherbergen werden. Die geschätzten Kosten, die sich einschließlich Arbeiten an der Infrastruktur und Logistik auf etwa 99,6 Millionen US-Dollar belaufen, werden von der brasilianischen Marine und dem Ministerium für Verteidigung finanziert. Die Ausschreibungen hatte die staatliche chinesische Gesellschaft „China National Electronics Import & Export Corporation“ (Ceiec) gewonnen, die für den Bau verantwortlich zeichnet.

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Auf einer Fläche von rund 4.500 Quadratmetern wird die Station nach Fertigstellung über 17 Labore verfügen, ebenfalls über modernste Hallen für die Lagerung von Proben und Materialien, die zu wissenschaftlichen Arbeiten verwendet werden. „Alles wurde in China zusammengebaut. Die Arbeiten an der Station werden von mindestens drei brasilianischen Umweltinspektoren überwacht, die Umwelt hat absoluten Vorrang“, erklärt Marine-Kapitän Geraldo Juaçaba, Wiederaufbau-Projekt-Koordinator.

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