Lagebericht Waldbrände in Chile: Forstwirtschaft verliert 350 Millionen US-Dollar

feuerwehr

Feuerwehr und Hilfskräfte sind im Dauereinsatz (Foto: BomberosChile)
Datum: 31. Januar 2017
Uhrzeit: 17:52 Uhr
Ressorts: Chile, Natur & Umwelt
Leserecho: 1 Kommentar
Autor: Redaktion
Autor folgen:
Sprachkurs Spanisch (Südamerika)

Verheerende Waldbrände haben im südamerikanischen Land Chile bisher mehr als 558.000 Hektar Vegetation zerstört. Die Forstindustrie spricht von verheerenden Schäden und beziffert die Verluste für den Sektor auf rund 350 Millionen US-Dollar. „Ich spreche hier nur über die Schäden an den Pflanzungen. Die Verluste in den Industrieanlagen – entgangener Gewinn oder Verlust von Holz – können wir noch gar nicht beurteilen“, so Fernando Raga vom chilenischen Produktions- und Handelsverband (Confederación de la Producción y del Comercio – CPC), dem wichtigsten Arbeitgeber im Land.

Nach seinen Worten wurden in sieben Regionen etwa 15% der gesamten Pflanzungen zerstört. Weniger als 3% der Unternehmen haben eine Versicherung. „Große Unternehmen haben katastrophale Versicherungen. Sie müssten zig Millionen Dollar zahlen, bevor der erste Dollar Gewinn in den Kassen klingelt“. Aus dem letzten offiziellen Bericht der Regierung geht hervor, dass 119 Brände ausgebrochen sind. 61 werden aktuell bekämpft, 50 sind unter Kontrolle und acht wurden gelöscht.

Auf nationaler Ebene wurden 3.782 Menschen obdachlos, 1.047 Häuser sind komplett zerstört. An der Brandbekämpfung sind 19.800 Personen, einschließlich Militär, Feuerwehr und Ministerialbeamte beteiligt. 609 Helfer aus anderen anderen Ländern, darunter Frankreich, Spanien, Japan, Argentinien, Brasilien, Kolumbien, Portugal, Peru, Mexiko und Venezuela, befinden sich im Dauereinsatz. 1.912 Fahrzeuge und 42 Flugzeuge bieten Unterstützung.

Anzeige
wandere aus, solange es noch geht

P.S.: Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie jetzt Fan von agência latinapress! Oder abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter und lassen sich täglich aktuell per Email informieren!

© 2009 - 2017 agência latinapress News & Media. Alle Rechte vorbehalten. Sämtliche Inhalte dieser Webseite sind urheberrechtlich geschützt. Vervielfältigung und Verbreitung nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung von IAP gestattet. Namentlich gekennzeichnete Artikel und Leser- berichte geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Für Einsendungen und Rückmeldungen bitte das Kontaktformular verwenden.

Dies könnte Sie auch interessieren

Kommentarbereich

Hinweis: Dieser Kommentarbereich ist moderiert. Leser haben hier die Möglichkeit, Ihre Meinung zum entsprechenden Artikel abzugeben. Dieser Bereich ist nicht dafür gedacht, andere Personen zu beschimpfen oder zu beleidigen, seiner Wut Ausdruck zu verleihen oder ausschliesslich Links zu Videos, Sozialen Netzwerken und anderen Nachrichtenquellen zu posten. In solchen Fällen behalten wir uns das Recht vor, den Kommentar zu moderieren, zu löschen oder ggf. erst gar nicht zu veröffentlichen.
  1. 1
    Pavicsits Wilhelm

    Anhand der Wetteraufzeichnungen lässt sich klären, ob die „Brenngläser – genauer gesagt „Brennspiegel“ – am Himmel“, in der Optik der strahlend weißen Kondensstreifen und hohen dünnen Wolken, Ursache der Brände in Chile waren. Mit dieser Vorerhitzung können punktuelle Zweitverstärker in Bodennähe, wie z.B. fokussierende Gegenstände, die durchsichtige Behältnisse mit Wasserinhalt sein können, einen Brand entfachen bzw. leichter entfachen.
    Die großflächige Vorerhitzung durch die genannte Einwirkung dorrt außerdem die Vegetation aus, sodass sich ein Brand leichter ausbreiten kann.

Diese News ist älter als 14 Tage und kann nicht mehr kommentiert werden!