Papiermangel in Venezuela: Zwölf Zeitungen setzen Druckausgabe über Karneval aus

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"El Nacional" musste in der Vergangenheit schon mehrfach den Druck der Beilage stoppen (Foto: El Nacional)
Datum: 27. Februar 2017
Uhrzeit: 13:30 Uhr
Leserecho: 1 Kommentar
Autor: Redaktion
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Im südamerikanischen Land Venezuela sehen sich Medienschaffende immer mehr mit juristischen Schikanen konfrontiert. Die Nichtregierungsorganisation „Institut für Presse und Gesellschaft“ (IPYS) zählte alleine zwischen Anfang Januar und Ende Juli 2016 insgesamt 546 Verstöße gegen die Pressefreiheit. Besonders häufig waren tätliche Angriffe und die juristische Verfolgung kritischer Journalisten. Betroffen waren ausschließlich private und nichtkommerzielle Medien. In mehr als zwei Dritteln der Fälle gingen die Verstöße von staatlichen Stellen aus. Zugleich sind immer mehr Zeitungen in ihrer Existenz bedroht, weil sie von der staatlichen Monopolgesellschaft „Corporação Editorial Alfredo Maneiro“ kein Papier zum Drucken bekommen. Aus Mangel an Papier haben nach Angaben der Nichtregierungsgesellschaft „Espacio Público“ zwölf venezolanischen Zeitungen ihre Druckausgabe während des Karnevals eingestellt.

Demnach gilt diese Maßnahme für die nationalen Zeitungen “El Nacional”, “2001” und “Últimas Noticias” — sowie für die regional erscheinenden “El Regional”, “Última Hora”, “El Impulso”, “El Periódico de Occidente”, “El Oriental”, “La Prensa de Monagas”, “La Verdad”, “El Periódico” und “El Sol de Maturín”. Diese Medien veröffentlichen in den nächsten Tagen ausschließlich digitale Ausgaben.

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  1. Je weniger „Papierpresse“ es gibt, umso weniger Menschen können erreicht werden! Noch ein Pluspunkt für „Miraflores“ und den Busfahrer! Wach werden !!!!!!!!

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