Lynchjustiz Bolivien: Mutmaßlicher Vergewaltiger lebendig verbrannt

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Lynchjustiz ist im südamerikanischen Land weit verbreitet (Foto: Archiv)
Datum: 02. März 2017
Uhrzeit: 12:21 Uhr
Ressorts: Bolivien, Panorama
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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In Bolivien hat ein wütender Mob einen mutmaßlichen Vergewaltiger lebendig verbrannt. Nach Berichten der Polizei hatte sich der Vorfall während der Feiern zum Karneval am vergangenen Wochenende in Toro Toro, einem Dorf in der Region Potosi (Südwesten), ereignet. Im südamerikanischen Binnenstaat nehmen die Bewohner des öfteren das Gesetz in die eigene Hand. Sie rechtfertigen Folter und Mord gegenüber mutmaßlichen Verbrechern und behaupten, dass die Anwendung “Justicia Comunitaria” (Gemeinschaftsjustiz) in der Verfassung aus dem Jahr 2009 verankert ist.

Nach vorläufigen Untersuchungen hatte ein siebenjähriges Mädchen an einem Karnevalszug teilgenommen und wurde einen Tag später mit Anzeichen von sexueller Gewalt an den Ufern eines Flusses gefunden. Die Polizei brachte den 16-jährigen Hauptverdächtigen zu einer Polizeistation und wollte ihn dort vernehmen. Ein aufgebrachter Mob stürmte die Station, zerrte den Teenager auf die Straße und verbrannte ihn vor den Augen der nach eigenen Angaben „machtlosen“ Beamten.

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