Sozialismus in Venezuela: Wer was auf sich hält, fliegt Privatjet

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Nach Berichten lokaler Medien starten jede Woche 75 private Flüge von Caracas aus nach Miami (Foto: gulfstream/Grafik: Forbesstatistica)
Datum: 07. März 2017
Uhrzeit: 12:00 Uhr
Leserecho: 1 Kommentar
Autor: Redaktion
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Für die sogenannten Reichtumsexperten von „Forbes“ ist der Business-Jet nach wie vor das ultimative Statussymbol. Bei den Superreichen gilt er als das eindeutige Prestige-Objekt. Wer was auf sich hält und über das nötige Kleingeld verfügt, hat auf dem Flughafen selbstverständlich sein eigenes Flugobjekt stehen. Die zu den erfolgreichsten Wirtschaftsmagazinen weltweit zählende Zeitschrift hat ein Ranking veröffentlicht, in welchen Ländern sich Unternehmer/Privatpersonen diesen Luxus am häufigsten gönnen. Dass Flächenländer wie die USA, Brasilien, Mexiko und Kanada die Rangliste anführen, wird niemanden überraschen. Interessanter ist Platz sieben – das südamerikanische Land Venezuela.

Eine hausgemachte Wirtschaftskrise hat in Venezuela 80 Prozent der Grundnahrungsmittel sowie der Medizin aus den Märkten verschwinden lassen. Im Vorjahr sind die Verbraucherpreise um 800 Prozent gestiegen, die Wirtschaft schrumpfte um 18,6 Prozent. Vor allem die Ärmsten der Armen leiden unter dem von wirtschaftlichen Analphabeten verursachten Chaos, viele können sich nicht genügend Essen kaufen und hungern. Eine gewisse Klientel scheint allerdings von der Armut im Sozialismus zu profitieren und schwimmt im Geld. Die Verkäufe von Luxus-Flugzeugen haben sich in den letzten zehn Jahren auf 340 erhöht, eine Steigerung von sieben Prozent.

Nach Berichten lokaler Medien starten jede Woche 75 private Flüge von Caracas aus nach Miami. Ein Flug kostet rund 20.000 US-Dollar, eine Gulfstream G350/G450 etwa 41 Millionen US-Dollar. Für die reichen Bewohner Lateinamerikas ist die private Luftfahrt ein Weg, um das Risiko einer Entführung zu vermeiden (40% von ihnen entscheiden sich für diese Art von Flug). Interessanterweise ist das Land mit der größten Zunahme der Privatjets in den letzten zehn Jahren Belarus, mit einer Steigerung von 1.200%.

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  1. Wie auch sonst kann man das „langverdiente“ Drogengeld ausser Landes schaffen!!!

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