Menschenrechte vor Profit: Ein Appell an Aldi

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Beschäftigte des Aldi-Zulieferers Fyffes in Honduras protestieren gegen Diskriminierung und für die Einhaltung von Arbeitsrechten auf den Plantagen. (Foto: Oxfam/Giorgio Trucchi/REL-UITA)
Datum: 07. März 2017
Uhrzeit: 17:42 Uhr
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Autor: Redaktion
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Vergiftungen durch Pestizide, unfaire Löhne, keine Gewerkschaftsfreiheit. Dafür Drohungen, Belästigungen, Entlassungen. So sieht nach Angaben von „Oxfam“ für viele Arbeiter/innen der Alltag auf Plantagen in Costa Rica und Honduras aus. Zumindest dort, wo der Fruchtkonzern Fyffes Bananen, Melonen oder Ananas anbauen lässt – zum Beispiel für Aldi Nord. Aldi darf nach Meinung des internationalen Verbunds von verschiedenen Hilfs- und Entwicklungsorganisationen derartige Missstände bei seinen Zulieferern nicht zulassen.

Der irische Fruchtkonzern Fyffes ist der führende Bananenimporteur in Europa und einer der größten globalen Händler von Ananas und Melonen. Auf den Plantagen seiner Tochterfirmen ANEXCO und Suragroh in Costa Rica und Honduras verstößt er drastisch gegen Arbeits- und Menschenrechte. Arbeiter/innen werden demnach giftigen Pestiziden ausgesetzt, leiden unter Kopfschmerzen, Übelkeit und Fieber. Im Dezember 2015 erlitten einige Suragroh-Angestellte in Honduras so schwere Vergiftungen, dass sie ins Krankenhaus eingeliefert werden mussten. Mindestlöhne und Sozialversicherungsbeiträge werden nicht ausgezahlt. Gewerkschaftsmitglieder werden bedroht, belästigt oder direkt entlassen. Tarifverhandlungen werden verweigert.

Aldi Nord ist einer der Abnehmer von Fyffes‘ Früchten – und akzeptiert stillschweigend die katastrophalen Arbeitsbedingungen. Dabei könnte Aldi Druck auf Fyffes ausüben und auf die Einhaltung der Rechte der Arbeiter/innen pochen – Aldi ist ein Supermarktgigant mit riesigem Marktanteil und großem Einfluss. Vor allem die massive Unterdrückung von Gewerkschaften ist ein zentrales Problem auf den Plantagen von Fyffes. Denn nur wenn sich die Arbeiter/innen organisieren und zusammenschließen, können sie gegen die drastische Verletzung ihrer Arbeitsrechte aufstehen und für besseren Gesundheitsschutz, faire Bezahlung und Sozialbeiträge kämpfen.

„Oxfam“ appelliert deshalb an Aldi, Menschen- und Arbeitsrechtsverletzungen nicht länger zu tolerieren und Druck bei Fyffes zu machen und bittet um Unterstützung.

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