Filmforum Höchst präsentiert brasilianisches Filmfestival Cinebrasil

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Das kommunale Kino in Trägerschaft der VHS zeigt Filme mit aktuellem kulturellen Bezug, teilweise im OmU (Foto: filmforum-höchst)
Datum: 14. März 2017
Uhrzeit: 14:07 Uhr
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Autor: Redaktion
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Vom 16. – 23. März präsentiert das Filmforum Höchst wieder das brasilianische Filmfestival Cinebrasil, das einen Einblick in das aktuelle, vielfältige Filmschaffen des größten lateinamerikanischen Landes bietet und Filme vorstellt, die auf diversen Festivals ausgezeichnet wurden. Das Programm entstand in Zusammenarbeit mit Cinemanegro / Sidney Martins und wird unterstützt von Brot für die Welt und der Kulturabteilung der Brasilianischen Botschaft Berlin.

TUDO QUE APRENDEMOS – DER GEIGENLEHRER erzählt von der heilsamen und emanzipierenden Wirkung der Musik für die Kinder einer Favela. In dem Dokumentarfilm 5X CHICO folgen fünf Filmemacher dem Lauf des Sao Francisco Flusses und dokumentieren so auch die Schönheit der brasilianischen Landschaft und das Leben in den verschiedenen Provinzen entlang des Flusses. O ÚLTIMO DRIVE-IN – DAS LETZTE DRIVE-IN KINO erzählt von der Liebe zum Kino, indem ein Sohn versucht, das Auto-Kino seines Vaters zu retten. O LOBO ATRAZ DA PORTA – DER WOLF HINTER DER TÜR gehört dem Genre des Thrillers an und beschäftigt sich mit der ab der Mittelklasse verbreiteten Angst der Entführung der eigenen Kinder. VIDAS PARTIDAS – ZERBROCHENE LEBEN thematisiert das Problem der häuslichen Gewalt gegen Frauen, das in Brasilien leider sehr präsent ist, auch im intellektuellen Milieu, das im Film porträtiert wird. NISE: O CORAÇÃO DA LOUCURA – DAS HERZ DES WAHNSINNS ist die filmische Biographie der Psychiaterin Nise da Silveira, die sich in den 30er Jahren der Elektroschockmethode widersetzte und neue Wege in der Beschäftigungstherapie ging. Der Dokumentarfilm O SAMBA – MARTINHO DA VILA UND DIE SAMBASCHULE VILA ISABEL begleitet einen der berühmtesten Komponisten und Sänger des Samba und der Musica popular, Martinho da Vila der seine Samba Schule in Rio de Janeiro vorstellt.

Die nationalsozialistische Kinoproduktion und –distribution war staatlich gelenkt und über die “Reichsfilmkammer” direkt dem Propagandaminister Joseph Goebbels unterstellt. Nach der anfänglichen Phase Propagandafilmproduktion (SA MANN BRAND, HITLERJUNGE QUEX etc.) wurden bald scheinbar unpolitische “Unterhaltungsfilme” gedreht (GLÜCKSKINDER, DIE FEUERZANGENBOWLE und unzählige mehr), die das Publikum ablenken und seinen Erwartungen nachkommern sollten. Goebbels wollte “großes Kino”, eine deutsche Traumfabrik. Der Filmjournalist Rüdiger Suchsaland erzählt in seinem auf Archivmaterial gestützen Film HITLERS HOLLYWOOD von der dunkelsten Periode deutscher Filmgeschichte und erinnert zum hundertsten Geburtstag der UFA an diese Filme und ihre Stars Hans Albers, Heinz Rühmann, Zarah Leander, Ilse Werner, Marianne Hoppe, Gustav Gründgens und viele mehr. Ergänzend zeigen wir zwei Beispiele dieser Epoche: Paul Martins „Screwball“ -Komödie GLÜCKSKINDER (mit Einführung) aus dem Jahre 1936 und Veit Harlans „Durchhaltefilm“ KOLBERG (1943/ 45). Rüdiger Suchsland wird am Sonntag, den 26. März seinen Film HITLERS HOLLYWOOD persönlich vorstellen und anschließend zur Vorführung von KOLBERG eine Einführung geben sowie im Anschluss mit dem Publikum diskutieren.

Der Monat März beginnt mit zwei Filmen, deren Ausgangspunkt jeweils die Gewalt gegen die Protagonistinnen ist und die auf ganz verschiedene Weise die Reaktion auf diese Taten zeigen: Asghar Farhadis FORUSHANDE- THE SALESMAN und Paul Verhoevens ELLE.
Warum gehen junge Frauen und Männer aus Europa in den Dschihad nach Syrien? Die französische Regisseurin Marie-Castille Mention-Schaar (LES HERITIERS – DIE SCHÜLER DER MADAME ANNE) behandelt dieses Thema in ihren neuen Spielfilm LE CIEL ATTENDRA – DER HIMMEL WIRD WARTEN, der im Filmforum Höchst startet, mit Feingefühl und großer Kraft und zeichnet so wie in ihrem vorangegangenen Film ein Generationenporträt.

Pablo Neruda und Karl Marx: Zwei sozialistische „Dichter und Denker“ regten die Regisseure Pablo Larraín aus Chile (NERUDA) und Raoul Peck aus Haiti (DER JUNGE KARL MARX) zu politisch – historischen Biographien an. Wir zeigen beide Filme in der 2. Märzwoche.

Wie in jedem Jahr beteiligt sich das Filmforum an den Schulkino Wochen Hessen. Wir zeigen im Zeitraum vom 6. – 14. März vormittags die Filme KUDDELMUDDEL BEI PETTERSSON UND FINDUS, AB ANS MEER, RICO, OSKAR UND DIE TIEFERSCHATTEN, SONITA, TSCHICK, und SNOWDEN. Für den Besuch der Schulkinovorstellungen ist eine Anmeldung erforderlich.

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