Französisch-Guayana: Keine Goldmine in den Regenwald

mine

Eine solche Goldmine soll im Regenwälder von Französisch-Guayana angelegt werden (Foto: TonyFeder / iStock)
Datum: 07. April 2017
Uhrzeit: 12:33 Uhr
Leserecho: 2 Kommentare
Autor: Redaktion
Autor folgen:
Sprachkurs Spanisch (Südamerika)

Die französische Regierung fördert die Industrialisierung des Goldabbaus in Französisch-Guayana. Das Projekt in Montagne d’Or, das im Jahr 2018 starten soll, wäre die größte Mine auf französischem Territorium. Sie hätte schwerwiegende Folgen für die Menschen und die Umwelt und würde die Tür für multinationale Bergbaukonzerne öffnen.

Es ist ein industrielles Monster: Das Schürfgebiet des Projekts in Montagne d’Or bedeckt 190 Quadratkilometer Land und schafft einen 2,5 Kilometern langen Tagebau; 500 Meter breit, 400 Meter tief. Die Hütte zur Goldextraktion verschlänge 20 Prozent von Französisch-Guayanas jährlichem Stromverbrauch.

Für Industrieanlagen dieses Ausmaßes wird Regenwald zerstört und werden wahrscheinlich Gewässer durch Säure belastet. Das größte Risiko geht vom Damm aus, der Millionen Tonnen giftigen Schlamm aufstauen soll. Seit dem Jahr 2000 sind weltweit mindestens 25 solcher Dämme gebrochen. So barst 2015 ein Damm in Brasilien und verursachte eine der schlimmsten Umweltkatastrophen aller Zeiten.

In Französisch-Guayana wächst noch unberührter Regenwald, der zum Amazonas-Tiefland gehört und außergewöhnlich artenreich ist. Dieser Naturschatz muss vor derartig zerstörerischen Aktivitäten bewahrt werden.

Goldbergbau ist überflüssig. Die Industrie benötigt nur acht Prozent des geförderten Goldes. Durch Recycling wurde im Jahr 2015 dreimal mehr Gold gewonnen.

Genehmigt Frankreich die geplante Ressourcenausbeutung, würde ein Präzedenzfall für weitere, zerstörerische Großprojekte geschaffen. Diese Politik widerspricht einer nachhaltigen Entwicklung. Die Bevölkerung wurde in die Planung nicht einbezogen. Vorschriften, die Indigenenvertretung Advisory Council of the Amerindian and Bushinengue zu beteiligen, wurden missachtet.

Die Initiative Or de question, in der lokale und nationale Naturschutz- und Menschenrechtsorganisationen zusammengeschlossen sind, fordert von Frankreichs Regierung, Mega-Bergbauprojekte sofort einzustellen. Französisch-Guayanas Wirtschaft muss einen ökologisch und sozial nachhaltigen Entwicklungspfad einschlagen.

Die Nichtregierungsorganisation „Rettet den Regenwald“ bittet um die Unterzeichnung einer Petition

Anzeige
wandere aus, solange es noch geht

P.S.: Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie jetzt Fan von agência latinapress! Oder abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter und lassen sich täglich aktuell per Email informieren!

© 2009 - 2017 agência latinapress News & Media. Alle Rechte vorbehalten. Sämtliche Inhalte dieser Webseite sind urheberrechtlich geschützt. Vervielfältigung und Verbreitung nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung von IAP gestattet. Namentlich gekennzeichnete Artikel und Leser- berichte geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Für Einsendungen und Rückmeldungen bitte das Kontaktformular verwenden.

Dies könnte Sie auch interessieren

Kommentarbereich

Hinweis: Dieser Kommentarbereich ist moderiert. Leser haben hier die Möglichkeit, Ihre Meinung zum entsprechenden Artikel abzugeben. Dieser Bereich ist nicht dafür gedacht, andere Personen zu beschimpfen oder zu beleidigen, seiner Wut Ausdruck zu verleihen oder ausschliesslich Links zu Videos, Sozialen Netzwerken und anderen Nachrichtenquellen zu posten. In solchen Fällen behalten wir uns das Recht vor, den Kommentar zu moderieren, zu löschen oder ggf. erst gar nicht zu veröffentlichen.
  1. 1
    Gringo

    Verbieten

  2. 2
    Frag

    Kennt jemand den richtigen Namen der Goldfingers ?
    Ich erinnere da an die Revolutionen in Libyen …… Ukraine.
    Ja jedes Mal war das Staatsgold weg.
    1938 – China – Staatsgold weg.

Diese News ist älter als 14 Tage und kann nicht mehr kommentiert werden!