Auswärtiges Amt zu anhaltenden Protesten in Venezuela

tausende

Mehrere Hundertausend Menschen protestierten gegen Staatspräsident Maduro und seine Regierung (Foto: María Corina Machado)
Datum: 20. April 2017
Uhrzeit: 16:43 Uhr
Leserecho: 7 Kommentare
Autor: Redaktion
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Am 19.04. – dem Feiertag aus Anlass des Beginns des venezolanischen Unabhängigkeitskampfes im Jahre 1810 – demonstrierten landesweit mehrere Hundertausend Menschen gegen Staatspräsident Maduro und seine Regierung. Staatliche Sicherheitskräfte und der Regierung nahestehende paramilitärische Verbände (Milizen) versuchten, die Demonstrationen massiv zu behindern und unter Einsatz von Tränengas aufzulösen. Dabei kamen zwei Demonstranten und ein Polizist durch Schussverletzungen ums Leben, ca. 200 Personen wurden verletzt.

Seit Beginn der Zusammenstöße zwischen Anhängern des Oppositionsbündnisses MUD und staatlichen Sicherheitskräften vor ca. zwei Wochen wurden insgesamt acht Todesopfer (davon sieben auf der Seite der Demonstranten), mehrere Hundert Verletzte und mehrere Hundert Festnahmen registriert.

Die Opposition hat dazu aufgerufen, die Demonstrationen fortzusetzen. Sie macht Staatspräsident Maduro für den wirtschaftlichen Zusammenbruch des Landes verantwortlich und wirft ihm Verfassungsbruch vor. Maduro bezichtigt die Opposition, mit Unterstützung durch die USA einen Staatsstreich organisieren zu wollen.

Eine Sprecherin des Auswärtigen Amts sagte zu den anhaltenden Protesten

Die Bundesregierung beklagt, dass es am 19. April in Venezuela im Verlauf von weitgehend friedlichen Massenprotesten gegen die Regierung zu gewalttätigen Auseinandersetzungen kam, die drei weitere Todesopfer gefordert haben.

Wir verurteilen Gewalt als Mittel der politischen Auseinandersetzung. Es liegt besonders in der Verantwortung der venezolanischen Regierung, das Recht auf friedliche Demonstrationen zu gewährleisten und Gewalttaten gegen Demonstrationen zu verhindern. Die Bundesregierung appelliert an alle Parteien, von Gewalt Abstand zu nehmen.

Die Bundesregierung fordert die venezolanische Regierung nachdrücklich auf, die von ihr im Rahmen der im Herbst 2016 geführten internationalen Vermittlungsgespräche gemachten Zusagen – Freilassung der politischen Gefangenen, Anerkennung der Rechte des Parlaments, Aufstellung eines Wahlkalenders und Verbesserung der wirtschaftlichen und sozialen Situation der Menschen – einzulösen und so die Voraussetzungen für die Wiederaufnahme des nationalen Dialogs zu schaffen.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    traga nikel

    Die Bundesregierung fordert die venezolanische Regierung nachdrücklich auf……….. darauf schei….t MADBURO der macht was er will und wird weiter machen was er will !!!! Scheinbar gibt es niemand auf diesem PLANETEN der diesen Gehirn-amputierten aufhält.

  2. 2
    Miguelito

    Auch seine Zeit wird kommen!! Nur werden bis dahin noch etliche Opfer gebracht werden müssen!!!

    • 2.1
      traga nikel

      ABER WANN ????????????????

  3. 3
    Miguel

    Er kann doch nicht anders, gibt er auf erwartet ihm und alle leitenden Positionen inkl. Obergerichtshof Anklagen wegen Korruption, Amtsmissbrauch, Verstoß gegen die Verfassung, Drogenhandel, Verletzung Menschenrechte usw.

    • 3.1
      traga nikel

      Das heißt dass dieser Vollpfosten regiert bis ans ende seines miserablen Lebens ?

      • 3.1.1
        Martin Bauer

        Ja, genau das es ist doch, was ihr alle wollen! Da soll das nur besser heute als morgen sein!

  4. 4
    Der Bettler

    Nein,nur so lange bis das Land und das Volk bis zum letzten Blutstropfen ausgesaugt ist,alle Ressourcen verscherbelt an Russland China und andere Amigoländer sind, und er sich mit seinen Verbrechern klammheimlich nach Cuba,Ecuador oder Bolivien abgesetzt hat,wo er mit Sicherheit nicht ausgeliefert wird.Und das wird nicht mehr so lange dauern,außer es macht jemand kurzen Prozess mit der Bande.