Schweiz und Peru betonen neue Chancen in ihren bilateralen Beziehungen

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Die Schweiz engagiert sich seit langem in Peru Foto: Admin)
Datum: 22. April 2017
Uhrzeit: 10:18 Uhr
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Autor: Redaktion
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Bundespräsidentin Doris Leuthard hat sich am Freitag, 21. April 2017, mit dem peruanischen Präsidenten Pedro Pablo Kuczynski getroffen. Sie vereinbarten, die bilateralen Beziehungen zu vertiefen und legten die dafür geeigneten Bereiche in einer gemeinsamen Präsidialerklärung fest. Während des Präsidialbesuchs wurden in Lima zudem die Länderstrategie des SECO für die Jahre 2017-2020 lanciert und eine Vereinbarung zur „Better Gold Initiative“ unterzeichnet.

Die Schweiz engagiert sich seit langem in Peru. Dies erfolgte zunächst im Rahmen der Entwicklungshilfe der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA). Heute ist die DEZA noch mit Programmen zu den Wasserressourcen und zum Klimawandel vertreten.

Seit 2009 ist Peru ein Schwerpunktland des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) bei der wirtschaftlichen Entwicklungszusammenarbeit. Bundespräsidentin Leuthard lancierte im Rahmen ihres Besuchs zusammen mit peruanischen Ministern die SECO-Länderstrategie für die Jahre 2017-2020. Diese bezweckt, die Wettbewerbsfähigkeit der peruanischen Wirtschaft weiter zu stärken. Zudem soll Peru beim Erreichen der Standards der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) unterstützt werden.

Die Schweiz und Peru verabschiedeten zudem Vereinbarungen zum Klimawandel, zu den öffentlichen Finanzen sowie zur „Iniciativa Oro Responsable“ („Better Gold Initiative“). Diese zielt darauf ab, die technischen, sozialen und ökologischen Bedingungen kleiner Minen und Bergbaukooperativen zu verbessern. Das ist für die Schweiz von Bedeutung, da sie die Hälfte der peruanischen Goldexporte einführt. Bundespräsidentin Leuthard würdigte die Absicht Perus, den von der Schweiz unterstützten „Freiwilligen Grundsätzen für Sicherheit und Menschenrechte“ als Leitlinien für Unternehmen des Bergbaus und der Ölförderung beizutreten.

Diese Themen wurden auch beim Treffen von Bundespräsidentin Leuthard mit dem peruanischen Präsidenten Kuczynski besprochen. Sie erörterten zudem die Wirtschafts- und Handelsbeziehungen, die sich dank des 2011 in Kraft getretenen Freihandelsabkommens zwischen Peru und der EFTA positiv entwickelt haben. Zur Sprache kamen zudem die Zusammenarbeit auf internationaler Ebene und in Justizfragen, kulturellen Angelegenheiten sowie der Umwelt- und Klimaschutz.

Präsident Kuczynski verdankte den von der Humanitären Hilfe der DEZA angesichts der schweren Unwetter und Überschwemmungen der vergangenen Monate geleisteten Beitrag der Schweiz in den Bereichen Wasserversorgung und Hygiene. Besprochen wurden auch Möglichkeiten für die Unterstützung des Wiederaufbaus. Wie die DEZA führte auch das SECO bereits Projekte vor Ort durch. Damit werden die Abwasserpumpen in der nordperuanische Stadt Piura repariert, mit dem Ziel, Epidemien zu verhindern.

Neben Präsident Kuczynski traf Bundespräsidentin Leuthard in Peru weitere Mitglieder der Regierung. Sie wurde auf ihrer Reise von einer Wirtschaftsdelegation begleitet. Es handelte sich um den ersten Besuch einer Schweizer Bundespräsidentin oder eines Bundespräsidenten in Peru.

Am Freitag besuchte Bundespräsidentin Leuthard die 1943 eröffnete Schweizerschule „Colegio Pestalozzi“ sowie zum Abschluss des Präsidialbesuchs das 1978 von Christiane Ramseyer gegründete Kinder-Hilfswerk „Taller de los Niños“.

Die Schweiz und Peru verbinden seit langem rege und freundschaftliche Beziehungen. Peru hat seit der Jahrtausendwende eine positive Entwicklung mit einer demokratischen Konsolidierung und einem beeindruckenden Wirtschaftsaufschwung erfahren. Die Zahl der von Armut betroffenen Menschen konnte deutlich reduziert werden.

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