Proteste in Venezuela: Brasilien droht mit endgültigem Ausschluss aus dem Mercosur

wech

"Zehntausende Venezolaner haben die Grenze zu unserem Land überschritten und suchen vor allem im Bundesstaat Roraima verzweifelt nach Hilfe" (Foto: Archiv)
Datum: 22. April 2017
Uhrzeit: 11:58 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
Autor folgen:
Sprachkurs Spanisch (Südamerika)

Nach Meinung von Brasiliens Präsident Michel Temer kann die Krise in Venezuela nur mit „freien Wahlen“ gelöst werden. Das Staatsoberhaupt der größten Volkswirtschaft Lateinamerikas hat am Freitag (21.) Venezuela davor gewarnt, „endgültig“ aus dem Staatenbund Mercosur (Gemeinsamer Markt Südamerikas) ausgeschlossen zu werden.

In einem Interview wiederholte Temer mehrfach seine „tiefe Besorgnis“ in Bezug auf das „venezolanische Volk“ und hofft auf eine „sehr bald eintretende friedliche Lösung mit freien Wahlen und einer vollständigen Umsetzung der Grundsätze der Demokratie“. In einer in Kürze anstehenden Sitzung des Mercosur wollen die Regierungen von Argentinien, Brasilien, Uruguay und Paraguay darüber entscheiden, ob die Mitgliedschaft Venezuelas vollständig ausgesetzt wird. „Diese Situation ist nicht mehr länger tragbar und die Lösung muss schnell kommen“.

Er erinnerte daran, dass Brasilien mehrfach humanitäre Hilfe für Venezuela angeboten hat – insbesondere eine Spende von Medikamenten. „Unglaublich, sie (Regime) haben unser Hilfsangebot in Frage gestellt“. Nach seinen Worten hat der Mangel an Medikamenten zu einem Exodus geführt. „Zehntausende Venezolaner haben die Grenze zu unserem Land überschritten und suchen vor allem im Bundesstaat Roraima verzweifelt nach Hilfe“.

P.S.: Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie jetzt Fan von agência latinapress! Oder abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter und lassen sich täglich aktuell per Email informieren!

© 2009 - 2017 agência latinapress News & Media. Alle Rechte vorbehalten. Sämtliche Inhalte dieser Webseite sind urheberrechtlich geschützt. Vervielfältigung und Verbreitung nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung von IAP gestattet. Namentlich gekennzeichnete Artikel und Leser- berichte geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Für Einsendungen und Rückmeldungen bitte das Kontaktformular verwenden.

Dies könnte Sie auch interessieren

Kommentarbereich

Hinweis: Dieser Kommentarbereich ist moderiert. Leser haben hier die Möglichkeit, Ihre Meinung zum entsprechenden Artikel abzugeben. Dieser Bereich ist nicht dafür gedacht, andere Personen zu beschimpfen oder zu beleidigen, seiner Wut Ausdruck zu verleihen oder ausschliesslich Links zu Videos, Sozialen Netzwerken und anderen Nachrichtenquellen zu posten. In solchen Fällen behalten wir uns das Recht vor, den Kommentar zu moderieren, zu löschen oder ggf. erst gar nicht zu veröffentlichen.

Leider kein Kommentar vorhanden!

Diese News ist älter als 14 Tage und kann nicht mehr kommentiert werden!