Lateinamerika: Zahl der Todesopfer in Venezuela steigt – Update

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Präsident Nicolás Maduro ist international bereits isoliert (Foto: AVN)
Datum: 23. April 2017
Uhrzeit: 10:27 Uhr
Leserecho: 4 Kommentare
Autor: Redaktion
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Venezuelas Präsident Nicolás Maduro fürchtet um seine schon längst gescheiterte sozialistische „Revolution“ und setzt zum Machterhalt auf Militär und Polizei. Der auf Kuba ausgebildete Marxist will die Bolivarischen Milizen bewaffnen und wird in einem ersten Schritt die regierungsnahen zivil-militärischen Bürgerwehren mit 500.000 Gewehren ausstatten. Die Ankündigung ist bei den demokratischen Regierungen Lateinamerikas auf scharfe Kritik gestoßen, Mexiko spricht von einer „Bedrohung für die Hemisphäre“.

Die diktatorischen und militaristischen Aktionen des Maduro-Regimes schüren die Ängste der regionalen Regierungen. „Die Verteilung von Waffen an die Bolivarische Miliz ist die schlimmste aller Maßnahmen, die ergriffen werden kann und stellt eine ernste Bedrohung nicht nur für das Land, sondern für die ganze Hemisphäre dar“, so Luis Alfonso de Alba, ständiger Vertreter der mexikanischen Regierung bei der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS). Mexikos Position wird von Argentinien, Brasilien, Chile, Kolumbien, Costa Rica, Paraguay, Peru und Uruguay unterstützt, die eine Militarisierung der Gesellschaft strikt ablehnen.

Update, 24. April

Bei den anhaltenden Protesten gegen das Regime ist die Zahl der Todesopfer auf 23 gestiegen. Innenminister Néstor Reverol bestätigte am Sonntag (23.) den Tod von Almelina Carrillo Virgüez. Die 47-Jährige war am 19. April während des massiven Marsches der Opposition von einem stumpfen Gegenstand schwer am Kopf verletzt worden.

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  1. 1
    thor

    jo jo, 15 Jahre lang habt ihr alle mitgemacht und hunderte Milliarden verdient, selbst Sozialisten an die Macht gebracht, kurz vorm jeweiligen nationalen Absturz noch das Ruder rum gerissen und jetzt redet man von regionaler Stabilität… Wie krank sind die denn! Chinesen,Brasilianer, Russen, um nur mal die großen zu nennen, alles krankes Gesocks. Jetzt explodiert vor eurer Haustür euer mit verschuldetes Desaster aus Habgier und Ignoranz, na dann viel Spaß! Wer jetzt noch nicht verstanden hat, das Deutschland mal endlich ein paar hundert Milliarden Euro mehr (sinnvoll) in seinen Wehretat pumpen muss, der hat die Weltlage nicht verstanden.

    • Das unterschreibe ich voll und ganz. Nur muss man endlich begreifen, dass das ganze Treiben von Kuba ausgeht und in Venezuela nur traurige Blüten treibt. Hätte man in den frühen Sechzigern Kuba konsequent von der roten Brut befreit, hätte es das Elend mit FARC, ELN, PSUV, den Allendes, Kirchners und Roussefs nie gegeben. Vielleicht andere Halunken. Aber mit Sicherheit wären mindestens 1-2 Millionen Menschen nicht der tödlichen Saat Havannas zum Opfer gefallen. – Wenn also das Problem militärisch lösen, dann muß man in Kuba damit anfangen. Meine Familie, zahllose Freunde und ich sind selber Leidtragende dieser Verbrecher und wir kennen die Ursache des Übels. Deshalb ist dies mein heiliger Ernst!

  2. 2
    paulo

    wie krank muss man sein, dass man zvile banden mit militärischen waffen und munition ausrüstet? ohne egliche kommandostruktur, ordnung und stabilität !
    so etwas macht man eigentlich nur, wenn man einen bürgerkrieg will.
    solange man ein funktionierende armee hat, braucht es solche möderbanden bestimmt nicht.

    • Doch, die braucht er. Damit es so aussieht, daß „das Volk“ sich gegen „US-imperialistische Faschisten“ zur wehr setzt. Außerdem macht es sich gut in den Medien, wenn ab und zu mal ein Polizist oder National Gardist der Kugel eines „gewalttätigen Faschisten“ zum Opfer fällt. Es soll ja Beamte geben, nur nur widerwillig gegen das eigene Volk vorgehen. Die werden dann der wegen Propaganda geopfert. Die Colectivos haben solche Jobs schon mehr als einmal erledigt.

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