Venezuela: Caracas erwacht mit neuen Protesten – Update

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Auch am Freitagmorgen (Ortszeit) gingen erneut Tausende auf die Straße (Fotos: Twitter)
Datum: 02. Juni 2017
Uhrzeit: 18:00 Uhr
Leserecho: 14 Kommentare
Autor: Redaktion
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Das südamerikanische Land Venezuela befindet sich im freien Fall. Linkspopulismus, gepaart mit wirtschaftlichem Analphabetismus, hat das einst reichste Land Lateinamerikas in den Ruin geführt. Abseits linker/kommunistischer Propaganda sieht die Lage düster aus: Menschen sterben, weil Medikamente fehlen. Elf Prozent aller Kinder sind unterernährt. Es gibt keine Garantien für Leib und Leben oder das Recht auf Gesundheit und Unversehrtheit. Auch am Freitagmorgen (Ortszeit) gingen erneut Tausende auf die Straße, im bevölkerungsreichen Viertel La Vega (im Westen der venezolanischen Hauptstadt Caracas) protestieren die Menschen gegen die vom Regime verursachte Nahrungsmittelknappheit.

Alle Zufahrtstraßen wurden geschlossen, Augenzeugen berichten von massivem Tränengaseinsatz der Sicherheitskräfte. Brennende Barrikaden und die Anwesenheit von gepanzerten Fahrzeugen prägen das Straßenbild, die Opposition spricht von zahlreichen Verletzten und Verhaftungen.

Update, 3. Juni

Der taubstumme Yoiner Peña (17.) ist am Samstagmorgen (Ortszeit) gestorben. Der in einem Rollstuhl sitzende Yoiner war während einer Protestveranstaltung am 10. April von Chavistas niedergeschossen worden und erlag nun seinen schweren Verletzungen.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    Bono

    Die Bevölkerung hat nix zu fressen, aber für Gummigeschosse, Tränengas und und und…ist Geld da.
    Einfach nur Pervers!

    • 1.1
      annaconda

      Damit zeigt ja man ja sein wahres Gesicht.Solange Wahlen stattfanden und man die Stimmen brauchte ,wahrte man noch seinen Populistischen Diskurs.Nun deckt man das „Volk“ mit Tränengas ein,weil sie Grundrechte wie Ernährung und Gesundheit fordern.Eine Tränengasbombe kostet ca.25-35$.Der monatliche Grundlohn bewegt sich etwa bei 30$!

    • Und die Gummiegeschosse werden, wie schon in 2014, mit zunehmender Häufigkeit durch Kugeln aus Bei, Stahl und durch Schrauben, Nägel etc. ersetzt. Dies sind selbst im Krieg geächtete Waffen, die die Genfer Konvention verbietet.

      • 1.2.1
        annaconda

        Deren Strafregister füllt sich zunehmend.Der chilenische Präsidentschaftskandidat will nun auch , nach den kolumbianischen Senatoren, eine Klage in den Haag einreichen.Nur müsste schneller gehandelt werden um dem Morden einhalt zu gebieten.Zum update: im Krankenhaus Merida ist auch ein 20 jähriger gestern an der Schusswunde gestorben,welche ihm vor 2 Wochen in Tovar zugefügt wurde.

      • 1.2.2
        Martin Bauer

        Die Klagen in den Haag sind gut und notwendig. Doch auch weitgehend sinnlos, solange die Beschuldigten frei rumlaufen und frech weiter morden. Venezuela braucht die Proklamation einer freien Übergangsregierung, und sei es aus dem Exil, welche die aktuelle als illegale kriminelle Organisation brandmarkt. Ab dann ist das Töten eines aktiven Beamten der Regierung kein Mord mehr, sondern vergleichbar mit dem Töten als Soldat im Krieg. In meinen Augen ist es das jetzt schon, wenn jemand z.B. einen National Gardisten töten. Doch juristisch betrachtet ist dies so nicht haltbar.

      • 1.2.3
        Cato

        Kommt leider nicht unter dem Kommentar, aber das Toeten einer Peron als Nichtkombattant ist schlicht und ergreifend ein Kapitalverbrechen. Wenn ich mit einigen machen duerfte was wollte, waere ich nach ihrer Meinung ein freier Mann in alle Zeit, aber de facto ein gesuchter Verbrecher.

      • 1.2.4
        Cato

        Schoen, kam doch unter dem Kommentar.

      • 1.2.5
        annaconda

        Hier wäre jetzt die Nationalversammlung gefordert ! Es gibt mehere Strategien ,welche auf eine Übergangsregierung hinauslaufen können. Man erwägt in den nächsten Tagen einen Marsch zur AN ,um einen Plan vorzulegen . Ausgehend von der Forderung, dass die Abgeordneten die Anliegen ihrer Wähler berücksichtigen. Es könnte vielmehr von der AN aus unternommen werden,wie sie wirklich tun.Zudem hätten sie damit auch teilweise die Unterstützung der Fiscalia General. Ich weiss wirklich nicht wie lange die damit noch warten wollen?

      • 1.2.6
        annaconda

        Wer spanisch kann : twitter #ANHaganSuTrabajo

      • 1.2.7
        Martin Bauer

        @Cato – In dem Moment ist man „Kombattant“. In meinen Augen – und viel wichtiger, in denen der meisten Venezolaner – herrscht Krieg, solange, bis wieder funktionierende Organe von Legislative, Judikative und Exekutive eingeführt sind. Das rechtfertigt natürlich nicht willkürliches Töten, wohl aber die Beseitigung des Feindes mit angemessenen Mitteln. Darüber, was „angemessen“ ist, mag man geteilter Meinung sein. Gerichtsurteile in aller Welt und aus allen Epochen demonstrieren eindrücklich, wie willkürlich und ungerecht Rechtsprechung oft ist.

  2. 2
    Bono

    Ja Wahnsinn, 1997 hat ein normaler Angestellter (Fa. Selva, Ciudad Cagua) ca. 400$ verdient.

  3. Die Verarmung der Bevölkerung ist generalisiert.Dratisch wie der Lebenstandard in den Keller fiel.

  4. 4
    Bono

    Eine Übergangsregierung wäre das Richtige, und dann Neuwahlen!

  5. Um die 85% des Landes will das!

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