Mit Hilfe aus Deutschland: Honduras baut eine Million Hektar Wald wieder auf

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Der waldreiche Staat Honduras ist nach El Salvador (2015) und Panama (2016) das dritte Land Zentralamerikas, das mit der Bonn Challenge den Wiederaufbau seiner Wälder ambitioniert vorantreiben will (Foto: Latinapress)
Datum: 12. Juni 2017
Uhrzeit: 13:37 Uhr
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Autor: Redaktion
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Umweltstaatsekretär Jochen Flasbarth eröffnete heute gemeinsam mit Jorge Galdames, Umweltminister von Honduras, auf Roatan/Honduras die 3. regionale Bonn Challenge Konferenz für Lateinamerika. Der waldreiche Staat Honduras ist nach El Salvador (2015) und Panama (2016) das dritte Land Zentralamerikas, das mit der Bonn Challenge den Wiederaufbau seiner Wälder ambitioniert vorantreiben will. Dafür startet das Land das „Eine Millionen Hektar-Programm“ und wird dabei vom Bundesumweltministerium unterstützt. Im Vorfeld hatte Flasbarth an einer globalen Wald Wissenschaftskonferenz auf Puerto Rico teilgenommen. Das Treffen von Wissenschaftlern aus aller Welt wurde vom Internationalen Verband Forstlicher Forschungsanstalten (IUFRO) gemeinsam mit dem US Forest Service und dem Bundesumweltministerium (BMUB) veranstaltet.

Flasbarth: „Ohne weltweiten Wald-Aufbau können wir die Klimaziele von Paris nicht erreichen. Die von der Bundesregierung angestoßene Aktionsplattform Bonn Challenge zeigt weiter Wirkung. Es ist beachtlich, dass ein kleines Land wie Honduras eine Fläche von einer Million Hektar wiederaufbauen möchte. Die Zusammenarbeit mit diesen ambitionierten Staaten funktioniert gut. Auch die Kooperation auf Arbeitsebene mit den USA verläuft trotz der neuen und wenig klimafreundlichen US-Administration reibungslos.“

2011 hat die Bundesregierung die Plattform Bonn Challenge zum Wiederaufbau der Wälder mit angestoßen. Die Bonn Challenge hat als globale Gemeinschaftsaktion zum Ziel, bis 2020 insgesamt 150 Millionen Hektar Wald wieder aufzubauen. Mit den Zusagen von Pakistan, Bangladesh, Mongolei und Sri Lanka war dieses Ziel Anfang im Mai 2017 global bereits knapp übererfüllt. Bis 2030 sollen weltweit insgesamt 350 Mio. Hektar bewaldete Flächen wiederhergestellt werden.

Das BMUB fördert die Wiederherstellung der Wälder Zentralamerikas über seine Internationale Klimaschutzinitiative (IKI). Seit 2011 hat das Bundesumweltministerium die Länder des Südens bei der Umsetzung der „Bonn Challenge“ mit insgesamt rund 100 Millionen Euro unterstützt.

Auf der 2. Regionalkonferenz wird das ebenfalls lateinamerikanische Land Guatemala zur den nächsten Regionalkonferenz für Anfang Mai 2018 einladen. Die 3. internationale Bonn Challenge wird laut gemeinsamer Ankündigung von Deutschland und Brasilien voraussichtlich im März 2018 im brasilianischen Minas Gerais stattfinden.

Auf der IUFRO-Konferenz in Puerto Rico wurde erstmals das weltweit verfügbare Wissen aus Forschung und Praxis über die Wiederherstellung von Baum- und Waldlandschaften zusammengefasst. Dem wissenschaftlichen Diskurs schloss sich ein Politikdialog staatlicher Entscheidungsträger und internationaler Organisationen am Internationalen Tropenwald-Forschungsinstitut „Rio Piedras“ des US Forest Service an. Die Konferenz gilt als ein wichtiger Baustein für die Konferenz der Klimarahmenkonvention sowie des Globalen Landscape Forums Ende 2017 in Bonn.

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