Claudio Pizarro´s Liebesgeschichte mit Werder Bremen hat ein Ende

Top-Fussballer Claudio Pizarro verlässt den Bundesligisten Werder Bremen (Foto: Vidal Tarqui/Andina)
Datum: 11. Juli 2017
Uhrzeit: 18:13 Uhr
Ressorts: Peru, Sport
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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Es wurde bestätigt, dass Werder Bremen und der Spieler Claudio Pizarro sich trennen. Der Bundesliga Verein hat sich entschieden den Ein-Jahres-Vertrag des Spielers nicht zu erneuern. Der Bremer Sportdirektor Frank Baumann teilte mit, dass es für den 38-jährigen Peruaner nicht überraschend kam, da der Verein ihn bereits im Mai dieses Jahres darauf hingewiesen hatte. Baumann erklärte, dass sich beide Parteien einig darüber waren, was das Beste für Werder Bremen ist. Der Club möchte sich auf den Ausbau der jüngeren Spieler in der ersten Mannschaft konzentrieren.

In den Augen der Werder Fans ist Claudio Pizarro ein Gott. Er ist mit 104 Toren in seinen drei Anläufen der Rekordtorschütze des Vereins und hat eine glorreiche Karriere hinter sich. Er selbst hat immer an seine Fähigkeiten als Torschütze geglaubt.

Der perfekte Anfang

Claudio begann seine Karriere im Jahr 1996 als Stürmer der Mannschaft Deportivo Pesquero in Peru – im reifen Alter von 17 Jahren. Er verbrachte dort zwei Saisons und schoss 11 Tore in 41 Spielen. Daraufhin wechselte er zu Alianza Lima. Mit 7 Toren in 22 Spielen hatte er keinen glorreichen Start. Das Blatt wendet sich jedoch in dem darauffolgenden Jahr, in welchem er 18 Tore in 22 Spielen schoss.

Internationale Vereine wurden auf ihn aufmerksam. In Kürze wechselte er zu Werder Bremen und startete seine internationale Karriere. Pizarro war der erste Peruaner in der Bundesliga und schoss in den ersten zwei Jahren dort 29 Tore in 44 Aufeinandertreffen. Nach Werder wechselte der Spieler zu Bayern München, wo er in den ersten zwei Saisons 15 Mal in jeder Runde traf. Doch im Laufe der Zeit sank seine Torschussstatistik drastisch. Im Jahr 2006 traf er lediglich 8 Mal in 33 Spielen.

Probleme und Sorgen

Die sinkende Leistung resultierte in einem kostenlosen Wechsel nach Chelsea – mit der Hoffnung, seiner Karriere einen Stoß zu verpassen. Jedoch ohne Erfolg. Im Jahr 2008 kehrte der Peruaner schließlich zurück nach Werder Bremen. Erst dann ließ sich mit 17 Bundesligatoren wieder ein Anstieg seiner Leistung verzeichnen. Auch wenn der Verein die Saison auf dem 10. Tabellenplatz beendete und bereits in der Gruppenphase der UEFA Champions League ausgeschieden ist, wird vermutet, dass die Situation für den Verein ohne Pizarros Hilfe schlimmer ausgefallen wäre. In seinem zweiten Anlauf bei Werder Bremen erreichte der Verein den 3. Tabellenplatz und spielte in der Champions League. Aber die Leistung des Vereins sowie des Peruaners war unbeständig. Nichtsdestotrotz war der Stürmer sogar in seinen schlechten Zeiten bei Werder der führende Torschütze.

Wie das Schicksal es so wollte, wechselte er dann kostenlos zurück zu Bayern München. Es wurde schnell klar, dass er bei den Fans stets eine beliebte Wahl war. Dieses Mal hatte er einen langsameren Start, doch auch im Alter von 34 Jahren bewies er, dass er noch gut in Form war und mit den Besten mithalten konnte. In der darauffolgenden Saison sank seine Leistung wieder einmal drastisch und er traf in 13 Spielen nicht ein Mal. Das führte dazu, dass er den Verein ohne Folgevertrag verließ.

Die Rückkehr nach Hause

Kurze Zeit später kehrte der Peruaner zurück nach Hause und wurde zum dritten Mal von Werder Bremen unter Vertrag genommen. Und wiedermal gelang es ihm seine Leistung zu steigern. Es scheint fast, als löse Werder Bremen etwas Magisches bei dem Spieler aus. Pizarro war wieder mal führender Torschütze mit 14 Toren in 28 Spielen. Doch im Jahr 2016 wurde klar, dass Verletzungen und sein Alter dem Peruaner einen Strich durch die Rechnung ziehen. Da Max Kruse und Bartels offensichtlich auch ohne den Veteranen klarkamen, schien ein nahendes Ende unvermeidlich. Aus diesem Grund kam die Entscheidung des Vereins, den Vertrag nicht zu verlängern, nicht überraschend. Auch wenn Claudio sich sicher ist, dass er noch ein paar gute Jahre vor sich hat.

Die Zukunft

In den meisten Fällen, in denen eine beliebte Ikone ihren Lieblingsclub verlässt, gibt es intensive Spekulationen von Fans und anderen Vereinen. Diese resultieren darin, dass Online Buchmacher, wie Sportingbet.com, Wettquoten für die Zukunft des Spielers anbietet. Doch in diesem Fall zeigten nur sehr wenige Vereine Interesse an dem Spieler. Auch wenn Claudio deutlich klargemacht hat, dass er weiterspielen möchte. Vielleicht kehrt er zurück nach Peru oder bleibt in Deutschland, um dem Sport etwas als Trainer oder Manager zurück zu geben.

Ganz gleich was passiert, Claudio Pizarro wird in den Augen der Werder Fans immer eine wahre Legende bleiben. Es würde mich nicht wundern, wenn der Verein eine Statue oder Trophäe zu Ehren des Spielers bauen lässt. Claudio Pizarro ist nicht nur eine Inspiration für seine Landsleute, sondern ein lebendiger Beweis dafür, dass Erfolg nicht ohne den Glauben an einen Selbst möglich ist. Er verlässt die Bundesliga als ausländischer Spieler mit den meisten Toren aller Zeiten – 191 Tore in 430 Spielen.

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