Brasilien: Ex-Präsident Lula da Silva zu neuneinhalb Jahren Haft verurteilt

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Ein Gericht befand Lula der Korruption für schuldig (Foto: Archiv)
Datum: 12. Juli 2017
Uhrzeit: 19:47 Uhr
Leserecho: 5 Kommentare
Autor: Redaktion
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In erster Instanz hat Brasiliens Bundesrichter Sérgio Fernando Moro am Mittwoch (11.) Ex-Präsident Lula da Silva der passiven Korruption und Geldwäsche für schuldig befunden und zu neuneinhalb Jahren Haft verurteilt. Ebenfalls zu einer Zahlung von 669.700 Reais (1 Real = 0,308 US-Dollar). Sollte ein Berufungsgericht das Urteil bestätigen, darf Lula, der bis auf weiteres auf freiem Fuß bleibt, die nächsten 19 Jahre kein öffentliches Amt ausüben. Der 71-Jährige wäre damit der erste Präsident in der Geschichte Brasiliens, der für diese ihm vorgeworfenen Straftaten ins Gefängnis muss.

Moro, zuständiger Ermittlungsrichter in einem der großen politischen Skandale Brasiliens, der Operação Lava Jato stellte unter anderem fest, dass das ehemalige Staatsoberhaupt Bestechungsgelder von der Baufirma OAS, einer der größten Konzerne im Land, erhalten hat (1,2 Millionen US-Dollar. Ebenfalls die kostenlose Renovierung einer luxuriösen Triplex-Wohnung von 215 Quadratmetern in einem neuen Komplex in Guarujá, an der Küste des Bundesstaats São Paulo. Im Gegenzug für diese „Gefälligkeiten“ hat das Unternehmen lukrative Aufträge erhalten. Gegen Lula liegen noch vier weitere Anklagen vor, die in den nächsten Wochen bearbeitet werden.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    Caratinga

    Das ist eine sehr gute Nachricht. Und warten wir ab, nicht die letzte Verurteilung.
    Ich erinnere noch an Valerio BH, dann wird dieser Schurke sein Ende im Knast verbringen.

  2. 2
    Caratinga

    Und jetzt noch Gleisi Hofmann und die PT kann die Tür schließen.
    Der Kommunismus ist ein Auslaufmodell.
    Moro mach weiter so, Sie sind die Chance für Brasilien.
    Ohne Herr Moro wird es in Brasilien keine Demokratie geben, sondern Diktatur wie in Venezuela.

  3. 3
    babunda

    wann kommt dilma dran die hat doch auch keine saubere weste?

    • 3.1
      Marcelo

      wohl hoffentlich erst dann, wenn ihre etwas zu beweisen ist. die Bilanztrickserei jedenfalls ist nicht nur in Brasilien gang und gäbe sondern wird in der einen oder andern Art auch in der Schweiz gemacht.

  4. 4
    Anna

    Endlich. Und wann ist Dilma dran? Es wird Zeit, dass die Immunität endlich ein Ende hat. Vielleicht komme ich dann in mein Heimatland wieder zurück.

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