Brasilien: Partner der Diktatur von Kim Jong-un in Nordkorea

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Brasiliens Botschaft in Pyongyang (Foto: Ministerio de Relaciones Exteriores de Brasil)
Datum: 13. Juli 2017
Uhrzeit: 11:36 Uhr
Leserecho: 1 Kommentar
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Laut Daten der Vereinten Nationen ist Brasilien eines der acht Länder weltweit, das nordkoreanische Produkte kauft und dadurch die Diktatur von Kim Jong-un unterstützt. Erreichte der bilaterale Handel während der Regierungszeit von Präsident Luiz Inácio Lula da Silva (1. Januar 2003 bis zum 1. Januar 2011) im Jahr 2008 die Höchstgrenze von 375,2 Millionen US-Dollar, sank er im vergangenen Jahr auf 10,75 Millionen US-Dollar. Grund für den starken Rückgang ist die Angst brasilianische Exporteure vor Repressalien der Westmächte. Dabei handelt es sich um Sanktionen des UN-Sicherheitsrates, die zuletzt durch EU-autonome Maßnahmen ergänzt und verschärft wurden (Atomkonflikt mit Nordkorea).

Nach Angaben des Ministeriums für Industrie, Handel und Dienstleistungen exportierte die größte Volkswirtschaft Lateinamerikas im vergangenen Jahr Waren im Wert von zwei Millionen US-Dollar nach Nordkorea. Röstkaffee war mit 47 Prozent aller Ausfuhren das meistverkaufte Produkt, gefolgt von Tabak, Leder und gefrorenem Rindfleisch. Brasilien kaufte Waren für rund 8,7 Millionen US-Dollar. Am meisten wurden Computer-Teile, wie zum Beispiel digitale Speicherkarten (41% der Gesamtmenge), importiert.

Die Beziehung zwischen Brasilien und Nordkorea begann während der Regierung des ehemaligen Präsidenten Fernando Henrique Cardoso im Jahr 2001. Im Jahr 2005 eröffnete Nordkorea seine Botschaft in Brasília, vier Jahre später Brasilien seine diplomatische Vertretung in Pjöngjang.

Zusätzlich engagierte sich das südamerikanische Land an mehreren Projekten der humanitären Zusammenarbeit. Nordkorea leidet unter Naturkatastrophen und extremen Wetterereignissen wie Dürren und Überschwemmungen. In diesem Zusammenhang wurden im April 2010 rund 200.000 US-Dollar gespendet, im Dezember 2011 insgesamt 16.500 Tonnen Mais und zwischen April und Mai 2012 rund 4.600 Tonnen Bohnen. China bleibt mit mehr als 80% der Importe und Exporte allerdings der wichtigste wirtschaftliche Verbündete Nordkoreas. Der Staat in Ostasien unterhält auch Handelsbeziehungen mit Indien, den Philippinen, Pakistan und Russland.

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  1. 1
    Caratinga

    Hier sieht man wie die PT unter Lula, Dilma, Hofmann denkt, Kommunismus in der Form der kompletten Unterwerfung ist ihr Ziel. Dann gibt es noch ein paar die ein schönes Leben haben, und der Rest muss mit dem Schrott zurecht kommen.
    Daran hat die PT lange gearbeitet, die Allgemein verblöden lassen, sich ihre Eliten ziehen.
    Jagt diesen Verbrecher Kommunisten zum Teufel, er ist der Ruin für Brasilien.

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