Pressemitteilung „Cuba Sí“ über Venezuela: Zivilisation siegt über Barbarei

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Nicolás Maduro: Ich sehe aus wie Saddam Hussein (Foto: Archiv)
Datum: 05. August 2017
Uhrzeit: 16:25 Uhr
Leserecho: 9 Kommentare
Autor: Redaktion
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In einem Brief an die venezolanische Regierung beglückwünschte der Vorstand des Netzwerk Cuba e.V. die staatlichen Behörden und zivilgesellschaftlichen Organisationen für die erfolgreiche Durchführung der Wahl des Verfassungskonvents. Dass dies trotz der massiven und gewalttätigen Störungen der sogenannten Opposition geschafft werden konnte, sei ein historischer Erfolg und zeige, dass die Kräfte der Vernunft und des Friedens in Venezuela weiterhin die Mehrheit hätten.

Damit sind nun 537 der 545 Mitglieder des Verfassungskonvents gewählt, die noch ausstehenden acht Mitglieder des Gremiums werden von indigenen Volksgruppen nach eigenen Regeln bestimmt.

Nun wird entsprechend der derzeit gültigen Verfassung deren Überarbeitung und Modernisierung begonnen. Das biete die einzige Chance, die von den systemfeindlichen Oppositionsgruppen betriebene Eskalation der Situation und der Gewaltspirale zu beenden. Die venezolanische Regierung hat unzählige Angebote an die Opposition gemacht, eine friedliche und einvernehmliche Lösung der (tatsächlich) immensen ökonomischen und sozialen Probleme herbeizuführen. Alle Angebote wurden abgelehnt, die Opposition eskaliert weiter, agiert unbarmherzig und rücksichtslos – ohne selbst realistische, anschlussfähige Lösungen und Alternativen zu bieten. Stattdessen seien die verantwortungslosen Chaoten der Opposition – wie aus dem Bericht des venezolanischen Menschenrechtsbeauftragten Tarek William Saab hervorgeht – an den weitaus meisten Todesopfern schuld und an den Lynchmorden, die ähnlich erfolgen wie vom Ku-Klux-Klan der USA bekannt: Menschen wurden bei lebendigem Leib angezündet.

Die im Hinter- bzw. Untergrund agierenden USA waren bereits maßgeblich am Putsch 2002 beteiligt und lassen nichts unversucht, die „bolivarianische“ linke Regierung in Venezuela zu schwächen, zu unterminieren und zu stürzen. Neben direkter, verdeckter Unterstützung der „Opposition“ erfolgt von Seiten der USA keinerlei Anstrengung, zur Deeskalation beizutragen – im Gegenteil wird eskaliert. Neben anderen Eigeninteressen geht es den USA um die Zerstörung der Süd-Süd-Kooperation in Lateinamerika (ALBA, CELAC, MercoSur etc.): teile und herrsche – wie zuvor schon Jahrzehnte lange mit immensen Opfern. Und ein stabiles (und von den US-Eliten gehasstes) Land wie Kuba würde indirekt sehr hart getroffen. Und in Venezuela ließe sich von außen (Trump & Konzerne) wieder viel Geld machen. In Venezuela geht es nach Auffassung des Netzwerk Cuba e.V. um Zivilisation oder Barbarei.

„Wir stehen unverrückbar auf der Seite der bolivarischen Regierung und des zivilisierten Volkes!“ heißt es in dem Schreiben.

Pressemitteilung des Vorstands des Netzwerk Cuba e.V. zur Wahl des Verfassungskonvents in Venezuela, 30. Juli 2017

Die AG Cuba Sí beim Parteivorstand der Partei Die Linke ist eine selbständig wirkende Arbeitsgemeinschaft der Partei Die Linke mit dem Ziel politischer und materieller Solidarität mit dem sozialistischen Kuba. Das Bundesinnenministerium bewertet Cuba Sí in den Verfassungsschutzberichten 2007 bis 2015 als „offen extremistisch“. Quelle: Wikipedia

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Kommentarbereich

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  1. 1
    Bono

    Einfach nur ekelig!

  2. 2
    Miguel

    Warum machen die Amerikaner nicht das, wozu sie immer beschuldigt werden?

  3. 3
    Matthias Gysin

    ich weiss nicht sorry für den ausdruck wieso so ein „kack“ hier überhaupt erscheint .. das ist eine beleidigung der netzhäute eines jeden lesers der familie dort hat …

  4. 4
    Malachai

    Diktatoren ist das Wohlergehen bzw. das Leid der eigenen Bevölkerung völlig egal. Der Vorstand des Netzwerk Cuba e.V. ist ideologisch verblendet und fern jeglicher Realität – dumme Sprüche wie „Zivilisation siegt über Barbarei“ sind einfach nur ein Hohn, wenn man berücksichtigt, wie viele Menschen unter Maduro´s Regime bisher verrecken mussten und zukünftig noch zu leiden haben. Der Verfassungsschutz in Deutschland sollte dieses Netzwerk Cuba e.V. und die Linke besser im Auge haben – dort tümmeln sich offenbar Demokratiefeinde, Menschenverachter und potentielle Massenmörder.

    • „Demokratiefeinde, Menschenverachter und potentielle Massenmörder“
      Eine treffenden Beschreibung der LINKE und aller ihrer Unterorganisationen!

  5. dass ideologisch Verblendete einen solchen Schwachsinn von sich geben ist nachvollziehbar. Mir ist auch klar, warum die allermeisten Kubaner/innen, welche die Schweiz besuchen, gerne hier bleiben möchten. Ein Vorstand der sich auf die Seite eines perversen Diktators und Mörders stellt und eine Marionetten-Justiz befürwortet, stellt sich selber ein beredtes Zeugnis aus. Bei solchem „Demokratieverständnis“ zählt nicht mehr der Wille der Mehrheit eines Volkes, denn im Gegensatz zu Kuba, wo die absolute Mehrheit hinter Fidel Castro stand, steht die Mehrheit schon lange nicht mehr hinter dem selbstherrlichen Maduro. Dass ein klarer Verfassungsbruch einfach so in Kauf genommen wird, ja sogar bejubelt, zeigt, wie tief gefallen und wie absolut verlogen dieser „Vorstand“ sein muss.

  6. 6
    Frank

    Das sich ein Land wie die USA immer weiter von der Demokratie entfernt interessiert niemanden. Das in Afrikas Kleinstaaten tausende von Menschen bei Demonstrationen sterben auch nicht. Das Maduro ein Idiot ist sehe ich auch ein aber die Opposition ist meines Erachtens keine Alternative.

    • Nun kann man zu Recht auch kritisieren, daß in China immer mal ein Sack Reis umfällt. Doch wäre das ein Thema für china-press oder reis-press.

      Und was die Opposition angeht, die steht zumindest für Demokratie und Wahrung der Menschenrechte, anstatt für Mord, Folter und Terror unter Kuba’s Befehl. Alle Vorschläge von linker Seite führen zu letzterem. Das ist wohl deren Ideal.

  7. Die Opposition will nichts anderes als die Rückkehr zu Demokratie und Verfassung. Der Busfahrer Maduro ist längst zur Marionette eines Drogenrings geworden, der unter Missbrauch des Militärs seine schmutzigen Geschäfte betreibt. Die Opposition ist mehrheitlich sozialistisch und jeden Tag sehen mehr Venezolaner/innen ein, dass sie angelogen, ausgebeutet und entrechtet wurden.
    Das Beispiel der Staatsanwältin Ortege spricht Bände!
    Dass in andern Teilen der Welt die „Demokratie“ ebenfalls eine Lüge ist, steht auf einem andern Blatt, doch hier geht es um den Terroristen und Mörder Maduro, der sich als „demokratischer, sozialistischer Präsident“ aufspielt – ein Wolf im Schafspelz, ein primitiver Lügner und Mörder und sonst gar nichts.

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