Brasilien ist in den Händen einer Gruppe von Gangstern

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Richter Moro zählt zu den hundert einflussreichsten Personen Brasiliens (Foto: Moro)
Datum: 16. August 2017
Uhrzeit: 10:13 Uhr
Leserecho: 5 Kommentare
Autor: Redaktion
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Laut Sérgio Fernando Moro, brasilianischer Bundesrichter und seit März 2014 der zuständige Ermittlungsrichter im Korruptionsskandal „Operação Lava Jato“, (Operation Autowäsche/Hochdruckreiniger), befindet sich Brasilien in den Händen einer Gruppe von Gangstern. Während einer Konferenz in São Paulo wies der „Brasilianer des Jahres 2014“ darauf hin, dass die Ermittlungen gegen das gigantische Netzwerk aus Korruption und organisiertem Verbrechen die politische Kultur des größten Landes in Lateinamerika verändert haben.

Moro schloss eine Präsidentschaftskandidatur aus und betonte, dass seine Karriere innerhalb des Justizapparates stattfinden wird. „Vor 11 Jahren, als das Land von Gangstern regiert wurde, nahm Brasilien die Position Nummer 79 in der Rangliste von Transparency International ein. Inzwischen liegen wir auf Rang 44 und und ich versichere Ihnen, dass die Bekämpfung der Korruption und die erzielten Fortschritte die politische Kultur in den kommenden Jahren vollständig verändern wird“, so Moto unter dem Jubel zahlreicher Zuhörer.

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  1. 1
    Caratinga

    Dem kann man nur zu stimmen.
    Das schlimmste sind die Kommunisten, leben selber wie die Maden im Speck, predigen Wasser und saufen Wein.
    Das Grundübel in Brasilien ist fehlende Ausbildung in Schule und Beruf, hier können die meisten nicht richtig lesen schreiben und rechnen.
    Um dieses Problem zu beseitigen braucht man 1-2 Generationen.

  2. 2
    Hans gerhard Pszola

    Dem kann ich nur zustimmen. Es fehlt definitiv an Schulbildung und Berufsausbildung. Hier ist der Staat gefordert. Es gibt immer noch viele Gegenden, wo es gar keine erreichbare Schule gibt. Damit sind die Kinder spaeter chancenlos. Das naechste grosse Problem ist hier, das man fuer berufliche Qualifikation teuere Kurse bezahlen muss. Das muss vom Staat gratis geleistet werden und waere durchaus zu finanzieren, wenn die Gelder nicht mehr durch Korruption umgelenkt werden. Der Grossteil der Jugendlichen in den Staedten macht sich heute schon fit fuer einen guten Beruf, wobei das oft eine Doppelbelastung ist. Tagsueber arbeiten und abends in die Uni. Ich bin zuversichtlich, das wir es alle hier gemeisam schaffen, ein lebenswertes Brasilien zu gestalten.

  3. 3
    Bodo Ventur

    Die jetzige Regierung macht wieder den größten Fehler in ihrer Finanzpolitik. Sie kürz die Gelder bei Gesundheit und Ausbildung. Das Chaos an Schulen, Unis und in Krankenhäusern sowie Gesundheitsposten und Kindergärten wird größer.
    Eine Stunde im Parlament kostet den Steuerzahler 1,2 Mio Reais – absurd und verantwortungslos.
    Die Kinder sind die am meisten geschädigten. Das ist den Politikern ganz offensichtlich egal. Schande über sie.

  4. Dies ist noch immer eines der Hauptprobleme in gesamt Lateinamerika. Bildung wird der breiten Masse verweigert. Nicht mal den deutschen oder US-amerikanischen Schulen dort ist es gestattet, den Schülern etwas beizubringen, das ihnen wirtschaftlichen und damit sozialen Aufstieg ermöglicht. Wer es sich leisten kann, schickt seine Kinder nach Nordamerika oder Europa zur Ausbildung. Damit soll die soziale Hackordnung erhalten bleiben.

    Bleibt sie aber nicht! Denn diese Methoden funktionierten im Mittelalter, bevor Knallköppe, wie Marx und Engels, Theorien entwickelten, die sich die übelsten Verbrecher der Menschheitsgeschichte zunutze machten. Heute öffnet man damit Tür und Tor für etwas sehr, sehr viel Schlimmeres als Feudalismus und Leibeigenschaft: Verbrecher mit roten Fahnen, die das Blaue vom Himmel runter lügen um an die macht zu kommen und dann die Menschen in ungeahnter Brutalität auszurauben, zu unterdrücken und sie selbst der primitivsten Grundrechte zu berauben.

    Ab einem bestimmten Stadium kann sich das Volk nicht mehr aus eigener Kraft von ihnen befreien, und es ist mal wieder Uncle Sam gefragt. Der kommt vielleicht auch zu Hilfe, vielleicht auch nicht. Doch wenn, dann natürlich nicht ganz uneigennützig. Wäre er so blöd, würde bei ihm schliesslich auch das rote Gesindel dominieren, und er wäre Leidensgenosse, statt Retter in der Not.

  5. 5
    Caratinga

    Der größte unter denen macht bald eine Reise in den Norden Brasiliens auf Stimmenfang.
    Hier wird den Dummen erklärt wo sie ihr Kreuz zu machen haben, und das Bolsa de Familia das null plus Ultra ist.
    Warum klärt in Brasilien diese Menschen auf, Bolsa i.O. in einem Zeitfenster, in dieser muss die Politik Abhilfe schaffen, Strukturen schaffen, aber o.g. Person und Partei ist das nicht im Sinne der Erfinders. Bleibt bestimmt zu wenig für die eigene Tasche übrig.
    Habe auch einer in der Familie, <<Dauerstudent, Arbeit ? , Reise nach Europa mit Dilma Hilfsprogramm, sich die Taschen in Europa vollgemacht, und Bilder mit den vollen Taschen müßte ich bei Facebook löschen, weil dies nicht dem Ideal des Kommunismus entsprach, hätte ja einer finden können.

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