Zweiter Weltkrieg: Brasiliens größte Tragödie jährt sich zum 75. Mal

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Die Tragödie hatte zur Folge, dass Brasilien dem Deutschen Reich am 22. August 1942 den Krieg erklärte (Foto: govBr)
Datum: 16. August 2017
Uhrzeit: 17:27 Uhr
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Brasilien gedenkt in diesen Tagen einem der grausamsten Kapitel seiner Geschichte. Mitte August 1942 versenkte das deutsche U-Boot „U 507“ ohne Vorwarnung vor der Küste von Sergipe (Bundesstaat im Nordosten) fünf brasilianische Handelsschiffe, dabei starben insgesamt 607 Menschen. Die Tragödie hatte zur Folge, dass Brasilien dem Deutschen Reich am 22. August 1942 den Krieg erklärte.

In der Nacht vom 15. August 1942, ein Samstag, erfolgte der Angriff auf die Baependi. Die Torpedierung des 1899 in Dienst gestellten Dampfschiffs, das ursprünglich Hamburg Süd und ab 1925 der brasilianischen Reederei Companhia de Navegação Lloyd Brasileiro gehörte, forderte 270 Todesopfer. Dies war Brasiliens größte Tragödie im Krieg und die Horror-Szenen während des Untergangs wurden von den Überlebenden über Tage, Monate und Jahrzehnte erzählt.

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  1. „…versenkte das deutsche U-Boot „U 507“ ohne Vorwarnung…“
    Vorwarnung war anfangs des ersten Weltkrieges noch üblich, verbunden mit der Aufforderung, „Don’t use your wireless!“ (Benutzen sie nicht Ihr Funkgerät!). In der Regel wurde der Besatzung Gelegenheit gegeben, in Rettungsboote zu steigen und auf Abstand zu ihrem Schiff zu gehen, bevor man es versenkte.

    Bald jedoch begannen Handelsschiffskapitäne, diese humane Geste zu missbrauchen, um SSS zu funken (Werde von U-Boot angegriffen!) – nebst Koordinaten. Sehr heldenhaft, denn es bedeutete den fast sicheren Tod für die Besatzung. Damit hatte sich das Thema „Vorwarnung“ für die Zukunft erledigt. Aber Tausende ziviler Seeleute ertranken, erfroren, wurden in Stücke gerissen oder verbrannten, weil ihre Kommandanten eine Vorwarnung unmöglich gemacht haben.

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