Luisa Ortega Díaz: Odebrecht zahlte Cabello 100 Millionen US-Dollar – Update

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Luisa Ortega Díaz flüchtet vor der Diktatur in ihrem Heimatland (Foto: Archiv)
Datum: 22. August 2017
Uhrzeit: 15:06 Uhr
Leserecho: 7 Kommentare
Autor: Redaktion
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In Venezuela ist die abgesetzte Generalstaatsanwältin Luisa Ortega Díaz zusammen mit ihrem Ehemann nach Kolumbien geflohen. Beide kamen am Freitagnachmittag (18.) an Bord eines Privatflugzeuges von Aruba kommend in Bogotá an. Laut Angaben von Präsident Juan Manuel Santos steht Ortega unter dem Schutz der kolumbianischen Regierung. Sollte sie um politisches Asyl bitten, wird Bogotá ihr diesen Wunsch gewähren.

Nach Informationen von Agência latinapress wird Ortega in den nächsten Stunden in die USA reisen und dort die Staatsanwaltschaft in ihren Ermittlungen gegen das venezolanische Regime unterstützen. Es wird erwartet, dass sie zusammen mit ihrem Ehemann in Washington politisches Asyl beantragen wird.

Update

Ortega hat an einer Sitzung des Staatenbundes Mercosur in Brasilien teilgenommen. Die Regierung von Präsident Michel Temer hat ihr dabei politisches Asyl angeboten. Laut Ortega hat der brasilianische Baukonzern Odebrecht einem der korruptesten Politiker Venezuelas, Diosdado Cabello, 100 Millionen US-Dollar gezahlt. Die Geldsumme wurde beim spanischen Unternehmen „Arietis“ hinterlegt, deren Besitzer Luis Alfredo Campos Cabello und Jerson Jesús Campos Cabello, Cousins von Diosdado, sind.

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Kommentarbereich

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  1. Die Weiterreise von Ortega verzögert sich. Wie es heißt, weil sie noch verhandeln will. Sie ist nicht bereit, ihr komplettes Insiderwissen über die PSUV-Bande zu Verfügung stellen, sondern nur ein klein wenig davon, gerade so viel, daß es für politisches Asyl in den USA reicht.

    Ich denke, die Wahl hat sie nicht. Wenn sie in die USA will, muß sie voll kooperieren und auspacken, ansonsten muß sie mit Anklage und Verurteilung wegen ihrer eigenen Verbrechen rechnen. Wenn sie in Kolumbien bleibt und sie hat Glück, erwischt sie die CIA oder die DEA und quetscht sie aus wie eine Zitrone, auch ohne Asyl. Hat sie Pech, erwischt sie ein Auftragsmörder der venezolanischen Regierung.

  2. 2
    Hans gerhard Pszola

    Wenn man ihr kein politisches Asyl gewaehrt , bekommt man auch keine so erstklassige Kronzeugin. Ich wette, sobald sie in USA ist , werden sich noch viele andere heutige Hardliner des Maduroregime absetzen, und polit. Asyl beantragen

  3. 3
    Masburro

    Das Geld ist ja wahrscheinlich schon dort. Und diese Rotkappe wird sich dann so richtig gut gehen lassen………Ihre Konten sind in USA ja nicht gesperrt und so wird der Feind zum Freund ho ho ho ha ha ha

    • 3.1
      annaconda

      Ich glaube auch nicht so 100% an deren Aufrichtigkeit. Sie war ja zu lange Komplizin der Verfolgung Unschuldiger.Ich denke in Kolumbien kann sie nicht bleiben, da laufen zu viele Maduro/Castro treue Killer herum.In den USA muss sie dann auspacken und nicht Teilwahrheiten verbreiten.
      Ob sie als Kronzeuge Strafverminderung erfahren würde kann ich als Nichtjurist nicht beurteilen.Hoffe nur, dass es nicht wie mit dem ExFiskal Aponte Aponte geschieht, der nach einigen Aussagen in den USA , in Vergessenheit versank.
      Auch wenn man die Vergangenheit von Luisa Ortega nicht beschönigen sollte, darf man auf keinem Fall vergessen dass sie ein wichtiger Sargnagel fuer das Regime ist.

  4. 4
    Der Bettler

    Das glaube ich auch.Wendehals hin oder her.Das Verbrecherregime endlich zu eliminieren kann sie auf alle Fälle ein gutes Stück dazu beitragen.Ich bin überzeugt,daß sie einige brisante Sachen gegen die Tagediebe in der Hand hat.

    • 4.1
      noesfacil57

      Also liebe Leute, was wollt Ihr eigentlich? Besser es packt mal jemand aus dem Saustall, insbesondere auf möglichst internationaler Bühne aus, als wenn weiter das korrupte Mäntelchen des Schweigens über diese Sauereien gelegt werden. Mir ist jemand, welcher aus hoffentlich Überzeugung sich eines Besseren belehrt allemal lieber als die ganzen üblen lamebotas, welche das System in YV weiter am Leben erhalten.
      Und solange es keine echten Beweise gegen die Dame gibt sollten wir uns hier tunlichst mit Anschuldigungen jedweder Art zurückhalten, da wir uns sonst auf das Lügen- und Betrügerniveau eines Hr. Maduro und seiner Gangsterbande begeben und da mache ich nicht mit.
      Auch ist es üblich für Kronzeugen gewisse „deals“ abzuschließen. Herr Bauer hat weiter oben andeutungsweise schon darauf hingewiesen.
      Woher aber die USA das Recht nehmen wollen, mögliche Verbrechen, begangen durch wen auch immer in YV anklagen oder aburteilen zu wollen, erschließt sich mir mit Blick auf das Völkerrecht nicht. Ganz davon abgesehen fehlt den USA jedwede moralische Grundlage, denn sie sind selber weltweit, von leider sehr wenigen Ausnahmen abgesehen selbst ziemliche Schweinehunde.

      • 4.1.1
        matthias

        da würde ich zusammen der zweck heilligt die mittel :-)

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