Lateinamerika: Starker Anstieg von Malaria in Venezuela

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In den letzten Jahren haben die meisten Länder in Lateinamerika beeindruckende Anstrengungen unternehmen, um Malaria zu bekämpfen (Foto: Kendra Helmer/USAID)
Datum: 13. Oktober 2017
Uhrzeit: 14:17 Uhr
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Autor: Redaktion
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In den letzten Jahren haben die meisten Länder in Lateinamerika beeindruckende Anstrengungen unternehmen, um Malaria zu bekämpfen. Malaria ist eine Infektionskrankheit, die von einzelligen Parasiten der Gattung Plasmodium hervorgerufen wird. Sie wird heutzutage hauptsächlich in den Tropen und Subtropen durch den Stich einer weiblichen Stechmücke (Moskito) der Gattung Anopheles übertragen. Die Symptome der Krankheit sind hohes, wiederkehrendes bis periodisches (Wechsel-)Fieber, Schüttelfrost, Beschwerden des Magen-Darm-Trakts und Krämpfe. Besonders bei Kindern kann die Krankheit rasch zu Koma und Tod führen.

Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind die Fälle, die in der Region festgestellt wurden, zwischen 2010 und 2015 um ein Drittel gesunken. Dies wird unter anderem auf gestiegene Gesundheitsausgaben zurückgeführt. Gleichzeitig sanken die Sterblichkeitsraten der Malaria-Patienten um 37%. Venezuela, einst reichstes Land Lateinamerikas, bildet eine unrühmliche Ausnahme. Die Inkompetenz von Staatsoberhaupt Nicolás Maduro kostet Leben, löscht Jahrzehnte harter Arbeit aus und führt zu Besorgnis bei den Nachbarstaaten.

„Venezuela ist ein atypischer Fall. Bis 2015 traten 30% aller gemeldeten Fälle von Malaria auf dem amerikanischen Kontinent in Venezuela – mehr als Brasilien, das sechsmal so viele Einwohner hat. Laut den Chavistas wurden im Jahr 2016 rund 240.000 Fälle gemeldet, ein Anstieg von 76% gegenüber dem Vorjahr“, berichtet Jose Felix Oletta, ehemaliger Gesundheitsminister und schätzt, dass 2017 mehr als eine halbe Million Venezolaner Malaria bekommen werden.

Präsident Nicolás Maduro hat die Krise verschärft. Im Mai entließ er Gesundheitsministerin Antonieta Caporale, nachdem sie erstmals nach zwei Jahren Statistiken über gemeldete Fälle von Malaria und anderen Krankheiten veröffentlicht hatte. Der auf Kuba ausgebildete und beratungsresisdente Marxist macht für den Medikamentenmangel einen „Wirtschaftskrieg“ verantwortlich und forderte die UNO auf, Unterstützung zu leisten. Im August gab UNICEF bekannt, dass dem Regime 95.000 Malaria-Medikamente zur Behandlung von Kindern zur Verfügung gestellt wurden.

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