USA warnen Anleihegläubiger vor Verhandlungen mit Venezuela – Update

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Die Wirtschaft Venezuelas liegt am Boden (Foto: Archiv)
Datum: 09. November 2017
Uhrzeit: 11:54 Uhr
Leserecho: 4 Kommentare
Autor: Redaktion
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Das US-Finanzministerium hat Anleihegläubiger am Mittwoch (8.) davor gewarnt, dass Verhandlungen über eine Umschuldung mit Venezuela illegal sein könnten. Venezuela will mit seinen ausländischen Gläubigern Mitte November über die Umschuldung von geschätzten 155 Milliarden US-Dollar verhandeln, Verhandlungsführer sollen Vizepräsident Tareck Zaidan El Aissami Maddah und der Finanzchef der PDVSA, Simón Zerpa sein. Beide stehen auf Washingtons schwarzer Liste, werden unter anderem als Drogenbosse bezeichnet.

„Verhandlungen mit diesen sanktionierten Personen sind problematisch und könnten zu harten US-Sanktionen führen“, so das US-Finanzministerium. „Ich kenne keinen einzigen Investor in New York oder London, der die Einladung der venezolanischen Regierung nach Caracas angenommen hat“, so ein Investor unter der Bedingung der Anonymität. Gläubiger haben inzwischen am Mittwoch (8.) bei der Derivateorganisation Isda beantragt, formell einen Zahlungsausfall des staatlichen Energiekonzerns PDVSA festzustellen. Experten rechnen bereits mit einer Staatspleite.

Update

Laut venezolanischen Medien hat das Maduro-Regime versprochen, dass sanktionierte Personen nicht an den Verhandlungen teilnehmen. Offiziell wurde dies bisher allerdings nicht bestätigt.

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  1. Die PDVSA befindet sich de-facto seit wenigstens 6 Jahren in Insolvenz und im Zustand der vorsätzlichen, betrügerischen Konkursverschleppung. Das weiß seitdem jeder, der es wissen wollte. Wer trotzdem darauf spekulierte, mit gestohlenem venezolanischen Volksvermögen einen guten Deal zu machen, hat den Totalverlust seiner Investition voll und ganz verdient. Ein paar Jahre Knast sollten noch dazu kommen.

  2. 2
    thor

    Umschuldung heißt de-facto no pay….

  3. Die Problematik ist in Venezuela seit Chavez, dass Kommunisten am Ruder sind. Kommunisten haben zwar ein gutes Herz, aber keine Ahnung von Ökonomie. Kapitalisten sind nicht herzlos, neigen aber zu sehr großem Egoismus. Das ist seit Jahrzehnten, ggf. seit einem Jahrhundert, gut sichtbar, wenn man denn sehen will. Täglich bei einem Kapitalisten am Abendtisch zu sitzen sichert dem Hausangestellten, zumindest mit Hähnchenfleisch und Brot satt zu werden, während der Chef mit seiner Familie Hummer isst. Der Kommunist als Chef isst ebenso Hummer, siehe Walter Ulbricht von der EX-DDR und verspricht dem Brot essenden Hausangestellten, dass auch dieser irgendwann Grund haben wird zu lernen, wie man Hummer isst. Doch dieser Hummer trifft nie ein. Am Vergleich Bundesrepublik Deutschland gegen „DDR“ lässt sich absolut und über Jahrzehnte faktenorientiert nachweisen, was Realität ist und was Geschwätz. Präsident Maduro sollte mal bei EU-Nettozahler Deutschland anklopfen. Ggf. verschenkt Frau Merkel dann auch an Venezuela und nicht nur an Griechenland, Zypern und andere, die unfreiwillig vom deutschen Steuerzahler beschenkt werden.

    • Eine Interessante Analyse von Kommunisten im allgemeinen, der Drogengang in Caracas und der zynischen Mördern in der DDR im Besonderen!

      Daß Kommunisten ein gutes Herz haben, kommt durchaus vor, nachdem sie es zuvor einem ihrer Kritiker rausgerissen haben. Das essen sie dann als Abwechslung, wenn sie des täglichen Hummers überdrüssig sind.

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