Plastik-Sammelcenter in Haiti

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Jedes Jahr gelangen acht Millionen Tonnen Plastik in die Ozeane (Foto: ScreenshotYouTube)
Datum: 15. November 2017
Uhrzeit: 18:41 Uhr
Ressorts: Haiti, Natur & Umwelt
Leserecho: 1 Kommentar
Autor: Redaktion
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Als erstes globales Konsumgüterunternehmen geht Henkel eine Partnerschaft mit dem Sozialunternehmen Plastic Bank ein. Gemeinsames Ziel: den Plastikabfall in den Ozeanen stoppen und gleichzeitig neue Chancen für Menschen in Armut schaffen. Im Rahmen der Partnerschaft werden neue Plastik-Sammelcenter in Haiti, dem Nachbarland der Dominikanischen Republik, errichtet. Die lokale Bevölkerung kann dort gesammelten Plastikabfall abgeben und gegen Geld oder Sozialleistungen eintauschen. Aus Plastik wird so Wert geschaffen, bevor der Abfall in Gewässer oder Ozeane gelangt. Außerdem arbeitet Henkel daran, das recycelte Plastik in Zukunft in seinen eigenen Produktverpackungen einzusetzen.

Die 2013 von David Katz gegründete Plastic Bank will weltweit eine Milliarde Menschen animieren, aus Abfall einen Wert zu schaffen. So wird die Lebenssituation von Menschen in Armut verbessert – und das vor allem in Ländern, in denen es keine ausreichende Abfallwirtschaft-Infrastruktur gibt. Die Zusammenarbeit mit Plastic Bank ist für Henkel ein weiterer wichtiger Schritt im Rahmen seines Nachhaltigkeitsengagements. Seit vielen Jahrzehnten nimmt das Unternehmen im Bereich der Nachhaltigkeit eine führende Rolle ein, die regelmäßig von unabhängigen Ratings und Rankings bestätigt wird. Bis zum Jahr 2030 will Henkel den Wert seiner Geschäftsaktivitäten im Verhältnis zum ökologischen Fußabdruck seiner Produkte und Dienstleistungen verdreifachen.

„Wir sind davon überzeugt, dass unser Fokus auf das Thema Nachhaltigkeit wichtiger ist als je zuvor“, sagt Kathrin Menges, Personalvorstand und Vorsitzende des Sustainability Councils von Henkel. „Gemeinsam mit Plastic Bank möchten wir dazu beitragen, dass weniger Plastikabfall aus Haiti in die Ozeane gelangt, und gleichzeitig das Leben vieler Menschen in Armut verbessern. Es ist uns wichtig, auch das Bewusstsein unserer Verbraucher für Plastikabfall weiter zu erhöhen. Deswegen spielen führende Konsumentenmarken von Henkel bei der Partnerschaft eine wichtige Rolle.“

Abfall wird zu einer Währung

Die Partnerschaft wird von der Top-Marke Schwarzkopf aus dem Bereich Beauty Care sowie von führenden Marken des Unternehmensbereichs Laundry & Home Care getragen. Zunächst konzentriert sich die Zusammenarbeit auf Haiti; hier besteht aufgrund der fehlenden Infrastruktur für Abfallwirtschaft großes Potenzial. Und so funktioniert das System: Die lokale Bevölkerung wird im Austausch gegen das gesammelte Plastik Geld, Sachspenden oder Sozialleistungen erhalten. Der Plastikabfall wird sortiert und verarbeitet und kann dann wieder der Recycling-Wertschöpfungskette zugeführt werden – als Social Plastic®: Durch die Verifizierung des Materials durch Plastic Bank wird bestätigt, dass die Sammler einen überdurchschnittlichen Preis für den Plastikabfall erhalten haben.

„Wir freuen uns, die Partnerschaft mit Henkel und seinen Konsumentenmarken bekanntzugeben“, so David Katz, Gründer und CEO von Plastic Bank. „Die Zusammenarbeit mit einem Unternehmen, das eine führende Rolle im Bereich Nachhaltigkeit einnimmt, ermöglicht uns, noch mehr Menschen mit unserer Lösung zu erreichen und einen noch größeren, positiven Einfluss auf die Umwelt zu haben. Gemeinsam können wir Ozean-Plastik stoppen – indem wir Abfall zu einer Währung machen und gleichzeitig neue Chancen für Menschen in Armut schaffen.“

Engagement für Nachhaltigkeit bei Henkel

Die Kooperation mit Plastic Bank baut auf zahlreichen Aktivitäten von Henkel rund um nachhaltige Verpackungen und Recycling auf. Im Jahr 2016 hat Henkel recyceltes Plastik in den Verpackungen von rund 1,3 Milliarden Wasch- und Reinigungsmitteln sowie Kosmetikprodukten weltweit eingesetzt. Beim Einsatz für nachhaltige Verpackungen folgt Henkel drei Grundsätzen: Verpackungsmaterial reduzieren und verbessern sowie eine Kreislaufwirtschaft ermöglichen. „Plastic Bank bietet eine einzigartige Lösung für das Problem des Ozean-Plastiks, weil sie den Abfall direkt an der Quelle bekämpft und weltweit skalierbar ist“, sagt Thomas Müller-Kirschbaum, Leiter der globalen Forschung und Entwicklung im Henkel-Unternehmensbereich Laundry & Home Care. „Im Bereich Wasch- und Reinigungsmittel verknüpfen wir die Partnerschaft mit Plastic Bank mit den Marken Pril, Sidolin und Biff. Das ist eine hervorragende Ergänzung zu unserem bestehenden Engagement, da wir hier einen starken Fokus auf den gesellschaftlichen Fortschritt legen.“

Die Zusammenarbeit mit Plastic Bank ergänzt auch die Aktivitäten von „Million Chances“ – eine Initiative der Marke Schwarzkopf, die Mädchen und Frauen auf der ganzen Welt dabei hilft, für sich selbst eine positive Zukunft zu schaffen. Durch die Initiative hat Schwarzkopf Weiterbildungen und Bildungsperspektiven für tausende Mädchen und Frauen auf der ganzen Welt ermöglicht, von Kroatien und Slowenien bis hin zu China, Indien, Kolumbien oder Südafrika. „Schwarzkopf und Plastic Bank verfolgen zwei gemeinsame Ziele: sich um die Belange der Umwelt zu kümmern und das Leben der Menschen zu verbessern“, sagt Marie-Ève Schröder, Corporate Senior Vice President International Marketing im Unternehmensbereich Beauty Care. „Gemeinsam können wir Chancen für Menschen in Armut schaffen, indem wir ihnen Zugang zu einem sicheren Einkommen ermöglichen.“

Pressemitteilung

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  1. 1
    Reisender

    Ob Coca Cola auch mitmacht? In Guatemala und Mexiko sehe ich vorwiegend Coca Cola Flaschen schwimmen.

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