Narco-Staat Venezuela: Vier Tonnen Kokain in Spanien und Marokko beschlagnahmt

koks

Insgesamt wurden in Spanien 1.270 Kilogramm Kokain und mehr als 13 Millionen Euro in bar sowie zahlreiche bewegliche und unbewegliche Güter beschlagnahmt, in Marokko 2.580 Kilogramm Kokain (Fotos: guardiacivil)
Datum: 17. November 2017
Uhrzeit: 13:50 Uhr
Ressorts: Panorama, Venezuela
Leserecho: 7 Kommentare
Autor: Redaktion
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Die spanische Guardia Civil hat im Rahmen einer von „EUROPOL“ und „EUROJUST“ koordinierten Operation, an der die US-Drogenvollzugsbehörde (Drug Enforcement Administration), die Zentrale des deutschen Zollfahndungsdienstes (ZKA), die deutsche Polizei, die italienische Carabinieri und die marokkanische DGST (Direction générale de la surveillance du territoire) mitgewirkt haben, 40 Personen (34 Männer und 6 Frauen spanischer, britischer und marokkanischer Nationalität) verhaftet. Die Verhaftungen erfolgten in Girona, Pontevedra, Madrid, Melilla und Marokko. Insgesamt wurden in Spanien 1.270 Kilogramm Kokain und mehr als 13 Millionen Euro in bar sowie zahlreiche bewegliche und unbewegliche Güter beschlagnahmt, in Marokko 2.580 Kilogramm Kokain. Schätzungen zufolge hätte die Menge des beschlagnahmten Kokains auf dem spanischen Markt mehr als 103 Millionen Euro erbracht. Die Operation begann 2016, als bekannt wurde, dass eine Gruppe von Personen mit Segelschiffen aus Denia (Alicante) in den Drogenhandel verwickelt ist.

Als Ergebnis dieser Informationen hatten Agenten eines dieser aus Venezuela kommenden Schiffe im Hafen von Cádiz abgefangen. Rund 400 Kilogramm Kokain waren in einem doppelten Boden versteckt, Ermittlungen bestätigten die Existenz einer internationalen Organisation für den Drogenhandel. Demnach hatte das kriminelle Netzwerk mehrere Mitarbeiter im Baskenland, die Führer der Organisation reisten von Südamerika nach Spanien, um spezifische Funktionen, einschließlich dem Sammeln von Drogengeldern, für den physischen Transfer nach Venezuela vorzubereiten.

Nach Angaben der Guardia Civil hatte die Organisation zwei unabhängige kriminelle Strukturen in Spanien eingerichtet, die erste im Baskenland (zuständig für die Einfuhr und Verteilung von auf dem Seeweg verschickte Kokainlieferungen) und die zweite in Melilla (zuständig für Geldwäsche). Dank der Zusammenarbeit mit dem DEA-Büro in Madrid wurde bekannt, dass einer der wichtigsten Mitarbeiter der Gruppe von Venezuela nach Spanien gereist war, um in Zusammenarbeit mit der Melilla-Gruppe die „Geldsammlungen“ zu leiten. Ein kriminelles „Business-Netzwerk“ war für den Kauf von Holzmöbeln in Spanien verantwortlich, der Versand der Waren inclusive in einem doppelten Boden versteckten 200 und 500-Euro-Banknoten erfolgte per Seecontainer nach Venezuela. Bei einer Razzia wurden im Hafen von Valencia mehr als acht Millionen Euro in bar abgefangen.

Eine andere Möglichkeit, das Geld zu bewegen, bestand darin, Menschen mit knappen wirtschaftlichen Ressourcen zu benutzen. Diese Leute versteckten das Geld zwischen ihren Habseligkeiten. Mehr als vier Millionen Euro wurden auf Flügen von Malaga oder Melilla nach Venezuela abgefangen. Der Leiter der in Melilla ansässigen Gruppe war auch ein spanischer Staatsbürger, der die Geschäfte von Frankfurt aus leitete, wo er unter dem Deckmantel des Kaufs und Verkaufs von Fahrzeugen Drogengeld für die venezolanische Organisation wusch.

Die Festnahme dieser Person, die nach Venezuela fliehen wollte, erfolgte in Deutschland in enger Zusammenarbeit mit der marokkanischen DGST. Fast das komplette venezolanische Regime, einschließlich der Präsidenten-Familie, ist in den internationalen Drogenhandel verwickelt. Präsident Maduro, Vizepräsident Tareck Zaidan El Aissami Maddah, der Abgeordnete und ehemalige Parlamentspräsident Diosdado Cabello Rondón, sowie zahlreiche Mitglieder des Regimes und der Obersten Wahlbehörde stehen auf der „schwarzen Liste“ der USA und wurden bereits sanktioniert (Einreiseverbot, Einfrieren des Vermögens).

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Kommentarbereich

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  1. 1
    Der Bettler

    na ja,es geht doch ein bisschen was!!

  2. 2
    Gast

    Ein Lob solte doch drin sein für den Einfallsreichtum um an Geld zu kommen.
    Nix funktioniert sonst aber da Hut ab Genossen.

  3. 3
    Mango

    (Bei einer Razzia wurden im Hafen von Valencia mehr als acht Millionen Euro in bar abgefangen.)
    ……………..
    So funktioniert es auch. Und die Drogenbosse lachen sich ins Fäustchen, denn die 8 Millionen haben sie schon, ganz unaufällig……….

  4. 4
    Alexandro

    was ist eigentlich mit den Drogenhändlern aus Maduros Verwandtschaft in den Staaten passiert?

    • 4.1
      Redaktion

      Endgültiges Urteil Mitte Dezember

  5. 5
    gringo

    Madburro und caballo: Pech gehabt! !!!!

    • 5.1
      Mango

      Nichr Pech gehabt. Hast du den Kommentar vom gast und von mir nicht verstanden? Diese acht Millionen ist der Gewinn und ist schon auf dem richtigen Konto von den dir genannten Personen……

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