Internationale Walfangkommission: Lateinamerika spricht mit einer Stimme
Mit einer eingeschränkten Erlaubnis zum Walfang will die Walfangkommission Japan, Island und Norwegen kontrollieren. In Costa Rica trafen sich Vertreter von dreizehn lateinamerikanischen Nationen, um sich vor der 62. Jahreskonferenz der Internationalen Walfangkommission (IWC), die im Juni in Agadir, Marokko, abgehalten wird, zu beraten.
Japan, Island und Norwegen, die den Fangstopp der Meeressäuger bislang ignorieren, sollen künftig legal bis zu 1.400 Wale pro Jahr töten dürfen. Erstmals seit 1986 soll es damit wieder erlaubt sein, Wale für kommerzielle Zwecke zu töten, für zehn Jahre sollen Fangquoten gelten. Mit dieser Vereinbarung soll der Walschutz laut der IWC verbessert werden. Die Diskussionen in der Internationalen Walfangkommission (IWC) sind seit Jahren festgefahren. Unnachgiebig stehen sich dabei die am Walschutz orientierten Staaten und die Walfangnationen mit ihren Unterstützern gegenüber. Die Vertreter von dreizehn lateinamerikanischen Nationen, darunter Argentinien, Brasilien, Kolumbien, Costa Rica, Chile, Ecuador, El Salvador, Honduras, Mexiko, Panama, Peru, Dominikanische Republik und Uruguay trafen sich in Costa Rica zu Sondierungsgesprächen, um an der 62. Jahreskonferenz der Internationalen Walfangkommission (IWC) mit einer Stimme zu sprechen.
Die USA beriefen im November 1946 eine internationale Walfang-Konferenz ein, die das „Internationale Abkommen zur Regelung des Walfangs” entwarf (ICRW – International Convention for the Regulation of Whaling). Dieses trat 1948 in Kraft. Das Abkommen führte zur Einrichtung der Internationalen Walfang-Kommission (IWC), in der jeder der anfänglich 14 Vertragsstaaten durch mindestens einen Bevollmächtigten vertreten ist. Die IWC trifft sich seitdem in der Regel einmal jährlich. Ihre ursprüngliche Zielsetzung: Ausarbeitung aller Bestimmungen zum Thema Wale, die Unterstützung der WissenschaftlichenForschung und die Sicherung der Walbestände.
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