Katalonien-Krise: Ecuador lehnt Einmischung von Assange ab

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Die spanische Regierung hatte ein Referendum als nicht rechtskräftig bezeichnet (Foto: ScreenshotYouTube)
Datum: 23. November 2017
Uhrzeit: 13:55 Uhr
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Autor: Redaktion
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Julian Assange, WikiLeaks-Gründer und Dauerflüchtling in der ecuadorianischen Botschaft in London, hat kürzlich eine Videokonferenz abgehalten und sich darin für die Unabhängigkeit von Katalonien ausgesprochen. Dies rechtfertigte er mit der Notwendigkeit der Änderung der „Weltordnung“. In einer offiziellen Erklärung vom Mittwoch (22.) betonte das ecuadorianische Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten, dass die Aussagen von Assange nicht der Position von Ecuador entsprechen. Demnach unterstützt Quito die „territoriale Integrität“ von Spanien und bekräftigte, sich nicht in die inneren Angelegenheiten anderer Länder einzumischen.

„Das Ministerium für auswärtige Angelegenheiten verweist auf die jüngsten Entwicklungen in Spanien in Bezug auf die Unabhängigkeit Kataloniens und die diesbezüglichen Erklärungen von Herrn Julian Assange und hält es für wichtig, darauf hinzuweisen, dass sie nicht die Position des ecuadorianischen Staates repräsentieren. Ecuador bekräftigt sein Bekenntnis zu den Grundsätzen, die die Beziehungen zwischen allen Nationen regeln, insbesondere die Achtung der territorialen Integrität, der Souveränität und der Unabhängigkeit der Staaten sowie die Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten eines jeden Landes und das Recht aller Staaten als gleichberechtigte Mitglieder der internationalen Gemeinschaft, ihre Differenzen ohne Einmischung von außen beizulegen. Zugleich bekräftigen wir unser Engagement für diplomatisches Asyl und erneuern unseren Beschluss, Herrn Assange weiterhin den erforderlichen Schutz zu gewähren, und zwar im Einklang mit den Grundsätzen und Standards des Völkerrechts und des nationalen Asylrechts.

In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass die ecuadorianischen Behörden Herrn Assange gegenüber ihre Verpflichtung bekräftigt haben, keine Erklärungen abzugeben oder Aktivitäten durchzuführen, die die internationalen Beziehungen Ecuadors beeinträchtigen könnten, die es zu erhalten gilt, wie im Falle Spaniens, einem Land, zu dem es unveränderliche historische und kulturelle Bindungen unterhält, sowie Verbindungen, die auf gegenseitigem Respekt, Freundschaft zwischen seinen Völkern und bilateraler Zusammenarbeit beruhen und den gemeinsamen Wunsch, seine gegenseitigen Beziehungen zu stärken“, so die offizielle Erklärung des Ministeriums.

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