Von der Revolution zum Ruin: Neueste Idee im irren Sammelsurium

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Julio Borges ist der Präsident der Nationalversammlung (Foto: Archiv)
Datum: 04. Dezember 2017
Uhrzeit: 12:33 Uhr
Leserecho: 13 Kommentare
Autor: Redaktion
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Eine Gesprächsrunde der venezolanischen Opposition mit dem Maduro-Regime ist in der dominikanischen Hauptstadt Santo Domingo abgebrochen und auf Mitte Dezember verlegt worden. Entgegen den Aussagen von Kulturminister Jorge Rodríguez steht keine Einigung bevor. Julio Borges, Präsident der vom Volk gewählten Nationalversammlung, hat am Sonntag (3.) eine Einladung von Präsident Nicolás Maduro in den Miraflores-Palast abgelehnt. „Unsere Priorität des politischen Dialogprozesses besteht darin, Vereinbarungen zu erzielen. Sinnloses Gerede kommt für uns nicht in Betracht. Oberste Priorität hat die Schaffung eines humanitären Kanals, damit die notleidende Bevölkerung Essen und Medikamente erhält“, so der Parlamentspräsident auf Twitter.

Dieser Bericht bezieht sich auf:

Im einst reichsten Land Lateinamerikas leidet ein ganzes Volk unter den kriminellen Machenschaften von Präsident Maduro. Wer die Wahrheit sagt, verliert seinen Job. Im Mai dieses Jahres wurde Gesundheitsministerin Antonieta Caporale nach nur wenigen Monaten aus ihrem Amt entlassen. Caporale hatte es gewagt, über den alarmierenden Anstieg von Kinder- und Müttersterblichkeit im einst reichsten Land Lateinamerikas zu berichten. Nach Schätzungen der Vereinigung der Mediziner von Venezuela beträgt der Medikamentenmangel in Apotheken und Krankenhäusern weit mehr als siebzig Prozent.

Venezuelas auf Kuba ausgebildetes Staatsoberhaupt sucht indessen verzweifelt nach Wegen, um den völligen Staatsbankrott abzuwenden. Neueste Idee im wirren/irren Sammelsurium: eine neue Kryptowährung mit Namen „Petro“. Das Land will damit „neue Formen der globalen Finanzierung“ vorantreiben, um seine wirtschaftliche und soziale Entwicklung voranzubringen.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    thor

    el petro dolar…hehehehhehehehehehehheheheheeh, mein Gott sind die doof…

  2. 2
    Gast

    In Deutschland haben Wir das BKA für solche Fälle,
    für Blindgänger gibt es eine eigene Abteilung.

    • 2.1
      Gringo

      Dann sofortige Einweisung ins LKH in eine Gummizelle

  3. Ich verstehe nicht, was das Gerede überhaupt soll. Die müßten bei der Landung verhaftet werden und niemals wieder auf freien Fuß kommen.

    • 3.1
      alexandro

      Lieber Herr Bauer, das würden wir uns alle wünschen, aber der Zustand im Land wird sich unter den roten ,von Cuba gesteuerten Drogenhändlern nicht verbessern und er wird noch Jahre oder Jahrzente andauern. Eine Generation ist unter diesen Saftsäcken schon herangewachsen und hat gelernt das es einfacher ist ein Handy zu rauben oder zu stehlen, als dafür Jahrelang zu arbeiten.

      • 3.1.1
        Martin Bauer

        Wenn Sie schon von „Saftsäcken“ reden… Ein Großteil der Schuld haben Deutsche Bank, Goldman Sachs, Rothschild Bank, Schweizer Goldschmelzen und andere, die nach wie vor den Geldfluss der Massenmörder in Caracas am Laufen halten.

      • 3.1.2
        babunda

        lieber herr bauer, banken wollen und muessen geschaefte machen, die sind bestimmt nicht an den elend in venezuela schuld, wenn das eigene volk nicht in der lage ist den zustand zu aendern, wird der abstieg ins elend weiter gehn.

      • 3.1.3
        Martin Bauer

        Auch Banken dürfen keine Geschäfte mit Kriminellen machen und erst Recht keine Transaktionen tätigen, von denen jeder Dorftrottel weiß, das es sich um Wäsche von Drogengeldern oder geraubtem Vermögen handelt. In der Schweiz z.B. steht darauf die selbe Strafe wie für das Verbrechen, das der Beschaffung der Gelder zugrunde liegt.

  4. 4
    Marvin Scott

    Die grössten Einzelgläubiger, die immer noch Geld zur Verfügung stellen, sind nicht die Banken sondern die Staaten Russland und China. Der Griff dieser Staaten an die Gurgel jedes einzelnen Venezolaners wird immer deutlicher und nicht einmal die beste Opposition wird sich in der Zukunft diesem Würgegriff entziehen können. Das Wichtigste für einen Staat ist es, die Souveränität zu bewahren. Dazu braucht es vor allem Intelligenz in der Staatsführung. Damit ist es sehr schlecht bestellt, siehe el Petro.

    • Mag sein! Doch der größte Halter von Staatsanleihen und solchen der PDVSA ist die Rothschild Bank. Gleichzeitig ist die Familie Rothschild einer der mächtigsten Player der Bilderberg Gruppe, die sich eigentlich die Ausrottung aller „sozialistischen“ Regime in ganz Lateinamerika zum Ziel gesetzt hatte. Nun ergibt sich da ein massiver Interessenskonflikt, der wohl die Ursache dafür ist, daß dieser Prozess nicht mehr voran schreitet. Solange ein Regierungswechsel den Totalausfall aller PSUV Schulden zur Folge hätte, wird die Regierung in Caracas von der Hochfinanz am Leben gehalten, koste es das Volk, was es wolle.

      Die Opposition wäre also gut beraten, den PSUV-Gäubigern ein möglichst attraktives Angebot zur Beteiligung am Wiederaufbau von Venezuela zu machen, und ihnen eine, zumindest teilweise Bezahlung ihrer Schuldverschreibungen in Aussicht zu stellen. Wenn die Hohlköppe das begreifen und entsprechend handeln würden, wären die Tage der Verbrecher in Miraflores gezählt.

      • 4.1.1
        Marvin Scott

        Ich teile Ihre Meinung vollkommen. Die Strategie von allem von China ist jedoch eine „römische“. Die Römer verstanden es, andere Völker zu Tributpflichtigen zu machen. China sichert sich durch „Kooperationen“ mit anderen Völkern Rohstoffe, Verkehrswege und Schlüsselindustrie-Knowhow. Vielleicht zahlt China deswegen irgendwann mal die Schulden anstelle von Venezuela den Rothschilds zurück um das Land endgültig in Griff zu bekommen.

      • 4.1.2
        Martin Bauer

        Ein interessanter Gedanke! Doch halte ich „die Chinesen“ für ein sehr unausgegorenes, unberechenbares Konglomerat von brutalen Egoisten, die unter sich selber die härtesten Konkurrenzkämpfe austragen. So entstand vor etwas 14 Jahren in Shanghai eine neue Börse, an der über 170 neue Firmen notiert waren, in die Chinesen kräftig investierten. Nach etwa 9 Monaten verschwand diese Börse über Nacht, einschliesslich aller dort notierten Firmen, dem Geld und den Personen. Die hatten von langer Hand schon neue Identitäten vorbereitet.

        Kurz, wenn wir Pläne und zukünftiges Verhalten „der Chinesen“ einschätzen wollen, geraten wir immer tiefer in den Bereich der Spekulation hinein. Auf keinen Fall treten die als geschlossene Einheit auf. Auch nicht ihre Regierung.

      • 4.1.3
        noesfacil57

        Mir scheint, als ob hier alle endlich kapiert haben, wo der wahre Feind sitzt.
        Vielleicht sollten Sie alle hier Gedanken daran verschwenden, wie man diesem menschenverachtenden Opportunistenpack das Handwerk legt (von mir aus auch mit Bomben), anstatt darüber irgendwelche Länder in Lateinamerika zu bombardieren,….. was für ein ausgemachter Schwachsinn!
        Sie können ja die jüngsten apokalyptischen Auswüchse von Bombardierungen ihrer US- Freunde in Afghanistan, Irak, Libyen, Syrien ( da waren es die nicht minder üblen Russen) begutachten. Diese Sorte „Politik“ bedarf keiner weiteren Beschreibung.