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Lateinamerika: 245 Millionen Menschen leben in Armut

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In Mexiko lebt mehr als die Hälfte der Bevölkerung (50,6 Prozent) in Armut (Foto: Latinapress)
Datum: 21. Dezember 2017
Uhrzeit: 10:47 Uhr
Leserecho: 1 Kommentar
Autor: Redaktion
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Nach mehr als einem Jahrzehnt des Rückgang hat sich die Armut und extreme Armut in Lateinamerika erhöht. Dies geht aus einem aktuellen Bericht der UN – Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik (CEPAL) hervor. Demnach lebten im Jahr 2014 rund 168 Millionen Menschen in der Region in Armut, im Jahr 2015 gab es einen Anstieg auf 178 Millionen und im Jahr 2016 auf 186 Millionen. Unterdessen stieg die extreme Armut von 48 Millionen im Jahr 2014 auf 61 Millionen im Jahr 2016.

Die Exekutivsekretärin von CEPAL, Alicia Bárcena, stellte am Mittwoch (20.) den Bericht ‘Panorama Social de América Latina 2017’ in Mexiko-Stadt vor. Obwohl 4 von 10 Menschen in Lateinamerika in Armut oder extremer Armut leben, zeigt die Bilanz, dass diese Bedingungen in den letzten 15 Jahren um 15,2 Prozentpunkte reduziert wurden. Der Bericht zeigt unter anderem, dass im vergangenen Jahr 46,7% der Kinder zwischen 0 und 14 Jahren von Armut betroffen waren, von extremer Armut bis zu 17%.

In Mexiko lebt mehr als die Hälfte der Bevölkerung (50,6 Prozent) in Armut; während 17,5% der Bevölkerung in extremer Armut leben. Mehr als 140 Millionen Arbeiter leben in der Region ohne Rente. Die CEPAL fordert eine Stärkung der Arbeits- und Sozialschutzpolitik und die Umsetzung der Agenda 2030 auf der Grundlage eines fortschreitenden Strukturwandels in der Wirtschaft.

Der von Cepal veröffentlichte Bericht analysiert auch die Entwicklung und die Herausforderungen der Rentensysteme, die für die Gewährleistung der Rechte auf soziale Sicherheit und sozialen Schutz in der Region im Kontext des beschleunigten demografischen Wandels von grundlegender Bedeutung sind.

Es wird geschätzt, dass der Anteil der Bevölkerung mit einem Alter von 80 Jahren bis zum Jahr 2040 um fast 20 Millionen Menschen anwachsen wird.

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  1. 1
    Miguel

    Und da wird Korruption immer noch mit minimalsten Strafen verhängt, oft sogar erlassen. Alleine aus den Korruptionsgeldern könnte man die Grundnahrung aller Armen und die Rente sichern. Geschweige denn aus dem restlichen entstandenen wirtschaftlichen Schaden.
    Wann begreifen die Richter endlich, dass wirtschaftlicher Schaden, Mord an der armen Bevölkerung ist.

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