Weltjugendtag 2019 in Panama: Die Armen im Blick

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Paul Metzlaff von der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz, Stephan Jentgens, Geschäftsführer des Lateinamerika-Hilfswerks Adveniat, Victor Chang González, Exekutivsekretär des WJT, Erzbischof José Domingo Ulloa Mendieta, Erzbischof von Panama, und Formelisa Aguirre, verantwortlich für die Auslandsbeziehungen im WJT-Büro. Foto: Carolin Kronenburg/Adveniat
Datum: 12. Januar 2018
Uhrzeit: 12:15 Uhr
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Autor: Redaktion
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Der Erzbischof von Panama, José Domingo Ulloa Mendieta, wirbt ein Jahr vor dem Start für das „kleine Land mit großem Herz“. Eine Multiplikatorenreise in das mittelamerikanische Land startet in der kommenden Woche. „Wir sind ein kleines Land, aber wir haben ein offenes Herz“, sagte der Erzbischof von Panama, José Domingo Ulloa Mendieta, während einer Pressekonferenz in Essen, ein Jahr vor Beginn des Weltjugendtages. Das ganze Land freue sich auf den Weltjugendtag, zu dem man Hunderttausende Pilger erwarte – diesmal vorrangig aus den Ländern des Südens. Die Begegnung findet dieses Mal vom 22. bis 27. Januar 2019 statt – ein Zeitraum, in dem in Lateinamerika Trockenzeit ist und die meisten Jugendlichen ihre großen Ferien haben. Für junge Menschen aus Deutschland werde es daher schwieriger werden, sich für den Weltjugendtag frei zu nehmen, sagte Paul Metzlaff, Referent in der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz (afj). Die afj rechnet daher mit etwa 750 bis 1.000 Pilgern aus Deutschland.

Der Weltjugendtag in Panama soll Jugendlichen aus aller Welt die Chance geben, die Lebensrealität ihrer Altersgenossen in Mittelamerika kennenzulernen: „Die Armut, die Migration, der Drogenmissbrauch und der Menschenhandel sind Themen, die unsere Region prägen“, sagte der Erzbischof von Panama, José Domingo Ulloa Mendieta. In den Begegnungen der Jugendlichen miteinander, aber auch in den Katechesen werde es um die konkreten Lebensumstände der Jugendlichen und den Weg der Kirche mit den Ausgegrenzten gehen, aber auch um die Bewahrung der Schöpfung, Märtyrer wie Bischof Oscar Romero aus El Salvador sowie die Frage, welche Verantwortung Jugendliche in Kirche und Gesellschaft übernehmen können.

Auch für diejenigen, die nicht nach Panama reisen, werde es möglich sein, in Deutschland den Weltjugendtag zu verfolgen: Via Internet und soziale Netzwerke werden die großen Feiern, aber auch viele Katechesen und Begegnungen live übertragen. Schon heute berichtet die deutsche Facebookseite des Weltjugendtages über die Vorbereitungen, und die internationale Redaktion in Panama verbreitet Twitter-Nachrichten in derzeit 22 Sprachen.

Das Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat unterstützt die Vorbereitungen auf den Weltjugendtag in Panama mit Sachkenntnis. Adveniat-Geschäftsführer Stephan Jentgens berichtete, dass Adveniat den deutschen Pilgerinnen und Pilgern bei der „Woche der Begegnung“ in Nicaragua und Costa Rica, aber auch beim Weltjugendtag selbst, Begegnungen eröffnen werde, die Veränderungen hin zu solidarischem Handeln ermöglichen sollen. Panama sei ein Land mit einer großen Ungleichheit zwischen Arm und Reich, und es gehöre auch zum Weltjugendtag, diese Unterschiede deutlich zu machen. Mit seinen Projekten in Panama (44) und Nicaragua (166) habe Adveniat im vergangenen Jahr mit mehr als zwei Millionen Euro die Arbeit der Kirche bei den Armen unterstützt, berichtete Jentgens.

In der kommenden Woche werden 21 Verantwortliche aus der Jugendpastoral deutschsprachiger Diözesen, aus Verbänden und Bewegungen gemeinsam mit Adveniat-Vertretern nach Panama und Nicaragua reisen. Ziel der Delegation, die vom Trierer Weihbischof Jörg Michael Peters als stellvertretendem Vorsitzenden der Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz angeführt wird, sind Gespräche mit Verantwortlichen der Kirche wie auch des Organisationskomitees des Weltjugendtages. Die Delegation reist zugleich in die älteste Diözese auf dem lateinamerikanischen Festland: „Unser Bistum Panama wurde 1513 gegründet“, betonte Erzbischof José Domingo Ulloa. „Es wird uns daher ein besonderes Anliegen sein, den Jugendlichen der Welt unsere reiche Kultur und unsere Traditionen zu zeigen.“

Hintergrund

Der Weltjugendtag (WJT) wurde von Papst Johannes Paul II. ins Leben gerufen und findet alle zwei bis drei Jahre auf internationaler Ebene statt – zuletzt 2016 in Krakau. Der Weltjugendtag 2019 ist der zweite auf dem lateinamerikanischen Kontinent nach Rio de Janeiro 2013. In Deutschland wird der Weltjugendtag durch die Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz (afj) koordiniert.

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