Massenflucht aus Venezuela: Brasilien ergreift Maßnahmen

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Temer leitete das Treffen in Roraima, bei dem Maßnahmen zur Bewältigung der Flüchtlingskrise besprochen wurden (Foto: Beto Barata/PR)
Datum: 13. Februar 2018
Uhrzeit: 05:19 Uhr
Leserecho: 4 Kommentare
Autor: Redaktion
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Seit Monaten überqueren täglich Tausende Venezolaner die Grenze in die Nachbarländer Kolumbien und Brasilien. Sie flüchten vor der eskalierenden wirtschaftlichen und politischen Krise in ihrem Land. Boa Vista, die Hauptstadt des an Venezuela grenzenden brasilianischen Bundesstaates Estado de Roraima, erlebt eine nie dagewesene Flüchtlingswelle. Es wird geschätzt, dass etwa 40.000 Venezolaner in der 320.000 Einwohner zählenden Stadt angekommen sind. Dies hat zu allerlei Problemen geführt, da es an Ressourcen mangelt, um die Flüchtlingskrise zu bewältigen. Brasiliens Präsident Michel Temer gab Montag (12.) bekannt, dass er eine Übergangsmaßnahme erlassen wird. Nach seinen Worten muss der massive Zustrom von Venezolanern „geordnet“ und nicht „verhindert“ werden.

Im Dialog mit politischen Führern und Ministern in Boa Vista zeigte sich Temer besorgt über den „intensiven Strom der Venezolaner“ in diese Region. Trotz des „diplomatischen Streits“ zwischen Brasilien und Venezuela habe er mehrfach und bisher erfolglos versucht, „humanitäre Hilfe“ anzubieten. „Alle notwendigen Ressourcen werden mobilisiert, um das Problem der Venezolaner zu lösen – sowohl im humanitären Bereich, aber auch hinsichtlich einer Lösung für den Staat Roraima“, so das Staatsoberhaupt. „Dieses Problem betrifft inzwischen ganz Brasilien“, fügte er hinzu.

Das Ministerium für Verteidigung wird noch in dieser Woche eine „humanitäre Koordination“ durchführen, ein „mobiles Lazarett“ und mehrere „Sortierzentren“ einrichten. Der Minister des Büros für institutionelle Sicherheit, Sérgio Etchegoyen, bekräftigte die Einrichtung einer Task Force für die logistische Unterstützung und bekräftigte die Notwendigkeit, wegen des massiven Migrationsstroms sofort Ressourcen freizugeben.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    Der Bettler

    ganz genau genommen sind das alle wirtschaftsflüchtige,es ist noch kein krieg in venezuela.diese hochgebildeten einwohner venezuelas haben die ganze misere selbst herbeigeführt.wahlbetrug hin oder her. sie hatten 20 Jahre zeit was zu ändern,aber in der hoffnung vom staat finanziert zu werden,auf ewige zeiten ist das schwer in die hose gegangen.was reguläre arbeit anbelangt haben die venezolanos ihre liebe not,denn sie arbeiten lieber wann sie wollen,und das ist nicht zu oft.da es kaum mehr touristen gibt können die auch nicht mehr abgezockt werden.ich lebe seit fast 23 jahren die meiste zeit des jahres hier im lande,und auch mit devisen habe ich meine liebe not an verwertbares essen zu kommen.jedes mal wenn ich in deutschland bin,fallen mir fast die augen raus wenn ich in einem supermarkt bin.jetzt beherrschen die araber den markt hier und das sind die obergauner.falls noch ein paar deutsche hier leben sollten wissen diese was ich meine.

  2. 2
    Gast

    Egal wohin Sie flüchten Sie denken es geht weiter so und die Jugend kennt es nicht anders.
    Das einst so stolze ( arogante) Volk hat nix dazu gelernt jetzt werden nur noch die eigenen Leute
    abgezockt und jeder ist sich selbst der N…….
    Irgend wie hab ich das Gefühl in V. sind die ersten Gentechnischen Versuche gelaufen nur noch
    Resthirn für Bier,Weib und Gesang. Wer glaubt das sich die Nachbarn besondes freuen
    der glaubt auch an den Weinachtsmann.

  3. 3
    thor

    soweit ich das beurteilen kann, haben die Anrainerstaaten ganz schön die Hosen voll, nämlich von dem was da kommen wird. Eine gigantische Welle von illegalen Wirtschaftsflüchtlingen und darunter jede Menge Gauner, Verbrecher, Diebe und sonstiges Pack. Die bekommen das im Moment noch gerade so gebacken, allerdings nimmt die Stimmung gegen Auslänger (Venezolaner) tagtäglich zu. Der Deckel wird bald sowas von in die Luft gehen… Und vergessen Sie eines, der Venezolaner wird nach diesem Desaster genauso weitermachen wie bisher, Griechenland lässt grüßen…

  4. 4
    thor

    ach so, ich vergaß folgendes zu erwähnen… All die Gewinne, die die Anrainerstaaten die ganzen Jahre mit Venezuela verdient haben, werden sie noch doppelt und dreifach draufzahlen müssen, wenns denn mal richtig brennt…