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Interdisziplinäre Studie: Bitcoin als Zahlungsmittel ungeeignet

Petro

Der Handel mit Kryptowährungen birgt allerdings ein großes finanzielles Risiko und kann bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen (Foto: gob.ve)
Datum: 03. März 2018
Uhrzeit: 04:46 Uhr
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Autor: Redaktion
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Das von einer Dauerkrise gebeutelte Venezuela hat seine eigene Kryptowährung „Petro“ eingeführt. Angesichts der Wirtschaftssanktionen der USA und des Devisenmangels will sich das venezolanische Regime mit „El Petro“ wieder Zugang zu den internationalen Finanzmärkten verschaffen und stützt die Währung mit den riesigen Erdölreserven des südamerikanischen Landes, die bereits auf Jahre hinaus verpfändet sind. Der Handel mit Kryptowährungen birgt allerdings ein großes finanzielles Risiko und kann bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen. Eine interdisziplinäre Studie zeigt, dass der Bitcoin als Zahlungsmittel ungeeignet ist.

Zu dem Ergebnis kommt der Macromedia-Absolvent Marc Behlau in der Studie „Chancen und Risiken von Bitcoin als Tausch- und Zahlungsmittel“. Basis seiner Analyse bilden Tiefeninterviews mit internationalen Expertinnen und Experten aus Finanzwirtschaft, Rechtswissenschaft, Unternehmensberatung und IT, darunter Vertreter des Petersen Institute for International Economics, der Deloitte Consulting LLP und der Universität Siegen. Mentor Prof. Dr. Philipp Riehm würdigt die Untersuchung als Grundlagenstudie.

Eigentlich als digitale Währung gedacht, hat Bitcoin in den vergangenen Monaten vor allem als Spekulationsobjekt für Schlagzeilen gesorgt. Eignet sich die Kryptowährung überhaupt als Zahlungsmittel für den Alltag? Mit Marc Behlaus Untersuchung „Chancen und Risiken von Bitcoin als Tausch- und Zahlungsmittel“ liegt jetzt eine systematische Bewertung dieser Fragestellung vor. Je nach Fachdisziplin der von ihm interviewten Experten diskutiert Behlau unterschiedliche Aspekte der Bitcoin-Transaktionen. Einhelliger Tenor aller acht Experten: Die Kryptowährung ist als Zahlungsmittel ungeeignet.

K.O.-Kriterien im Praxisgebrauch: Latenzzeiten und Volatilität

Als Hauptgründe für die negative Einschätzung der Experten nennt Marc Behlau die langen Latenzzeiten in der Zahlungsabwicklung sowie die hohe Volatilität der Kryptowährung. Während auf technologischer Seite bereits an zentralisierten Lösungen für die Verkürzung der Zahlungsabwicklung gearbeitet werde, sei die Volatilität auf das Verhalten der Marktteilnehmer zurückzuführen, erläutert der Medienmanager. Und deren Hauptinteresse gelte aktuell nicht dem Einsatz als Zahlungsmittel, sondern der Nutzung von Bitcoin als riskante Geldanlage – eine Folge der Asset-ähnlichen Eigenschaften des Mediums. Neben der Tatsache, dass sich durch die hohen Kursschwankungen der Transaktionswert zwischen Zahlungsausgang und Zahlungseingang deutlich in jede Richtung ändern könne, sei der dabei realisierte Kursgewinn oder -verlust auch steuerrechtlich relevant. So weise einer der Experten darauf hin, dass aktuell bei vielen Transaktionen ein steuerlicher Vorgang und damit meldepflichtiger Gewinn realisiert werde.

Expertenboard und Untersuchungsmethodik

Die von Marc Behlau befragten Expertinnen und Experten sind in verschiedenen Disziplinen wie Beratung, Programmierung, der Volkswirtschaftslehre, dem Bankenwesen und den Rechtswissenschaften beheimatet und arbeiten für Institutionen wie das Petersen Institute for Economics, der Deloitte Consulting LLP und der Universität Siegen. Sie stammen aus Deutschland, der Schweiz und den USA. Der Medienmanager Behlau hat die mit ihnen geführten Tiefeninterviews systematisch und strukturiert inhaltsanalytisch ausgewertet sowie anschließend die verschiedenen Aussagen miteinander verglichen. Die so entstandene Studie wurde als Bachelorarbeit an der Hochschule Macromedia in Hamburg eingereicht.

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