Kubanischer Geheimdienst schlägt Proteste nieder

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Der Bürgerrechtler Hugo Damián Prieto Blanco wird seit den Verhaftungen vom vergangenen Donnerstag gefangen gehalten (Foto: ScreenshotYouTubwe)
Datum: 20. März 2018
Uhrzeit: 11:42 Uhr
Leserecho: 4 Kommentare
Autor: Redaktion
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Kubanische Sicherheitskräfte sind gewaltsam gegen friedlich demonstrierende Bürger vorgegangen, die gegen die unhaltbaren Zustände in Altenpflegeeinrichtungen des Landes demonstrierten. Die Proteste fanden am vergangenen Donnerstag in der Landeshauptstadt Havanna statt, berichtet die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM).

Die Demonstranten beklagten die Zustände in öffentlichen Versorgungseinrichtungen, in denen es häufig an Nahrung, Hygiene und medizinischer Grundversorgung mangelt. In den staatlich kontrollierten Medien wird über Missstände nicht berichtet. „Die seit Jahrzehnten allein regierende kommunistische Partei behauptet, sie würde eine staatliche Rundumversorgung bieten. Die Diskrepanz zur Realität könnte nicht größer sein“, erklärt Martin Lessenthin, Vorstandssprecher der IGFM.

Der Bürgerrechtler Hugo Damián Prieto Blanco wird seit den Verhaftungen vom vergangenen Donnerstag gefangen gehalten. Die IGFM forderte seine sofortige Freilassung und kritisiert, dass in Kuba weiterhin friedliche Proteste gegen soziale Missstände mit brutaler Gewalt erstickt werden.

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Kommentarbereich

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  1. Leute, macht Urlaub auf Kuba! Wo sonst, ausser in Venezuela, kann man mit einem preiswerten Flugticket, ohne kompliziertes Visum-Verfahren, sadistische Massenmörder live bei der Arbeit beobachten? Und das Beste dabei ist, mit euren im Lande ausgegebenen Devisen werden die Diktatoren an der Macht gehalten! Das sorgt für Nachhaltigkeit, und so können auch eure Kinder und Enkel das vielleicht noch erleben!

    • 1.1
      Bono

      Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich schon mal auf Kuba in Urlaub war. 1998 war das. Eine wunderschöne Insel mit sehr netten( nicht die Regierung ) Menschen. Ein Freund von mir war damals bei Herlitz beschäfftigt und hat mir eine große Tasche mit Bunt und Flizstiften, Malblöcken und so allerlei mitgegeben, was ich den Zimmermädchen mit Kindern geschenkt habe. Darüber hinaus habe ich sämtliche Medikamente und die meisten meiner Klamotten dagelassen. Mein Koffer war praktisch leer. Damals habe ich über sowas, wie Sie es beschreiben, leider noch nicht nachgedacht. Sie haben aber völlig Recht. Heute würde ich dort nicht mehr hin, solange diese Verbrecher am Ruder sind!

      • 1.1.1
        Martin Bauer

        1998 habe ich die Zusammenhänge auch noch nicht so gesehen und beurteilt wie heute. Ja, selbst in 2005 habe ich noch mit dem Vertreter einer Kubanischen Behörde über Geschäfte verhandelt, die allerdings nie zustande kamen. Der Erfahrungshorizont weitet sich halt mit der Zeit und damit die Ansichten. Das gilt nicht für jeden, für Sie aber ganz sicher.

    • 1.2
      Bono

      Danke, für die Blumen. Ja, dass hat mir damals die Augen geöffnet. Hoffe für Kuba & Venezuela, dass der Spuck bald mal ein Ende findet.
      Grüße aus dem Rheinland

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