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Ex-Präsident Lula: Vor dem Gesetz sind alle gleich

verschanzt

Der 72-jährige hatte eine richterlich angeordnete Frist zum Haftantritt verstreichen lassen und sich mit Anhängern im Sitz der Metallarbeitergewerkschaft in São Bernardo (Bundesstaat São Paulo) verschanzt (Foto: TVScreen)
Datum: 07. April 2018
Uhrzeit: 13:13 Uhr
Ressorts: Leserberichte
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Ruben Pinheiro, São Bernardo (Leser)
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Der wegen Korruption und passiver Geldwäsche rechtskräftig zu zwölf Jahren Haft verurteilte brasilianische Ex-Staatspräsident Luiz Inácio Lula da Silva ist mit seinem Versuch sich über das Gesetz zu stellen gescheitert. Der 72-jährige hatte eine richterlich angeordnete Frist zum Haftantritt verstreichen lassen (17:00 Uhr Ortszeit) und sich stattdessen mit Anhängern im Sitz der Metallarbeitergewerkschaft in São Bernardo (Bundesstaat São Paulo) verschanzt. Neben Missachtung der Institutionen des Landes gefährdete Lula damit auch die Sicherheit aller seiner Sympathisanten. Die brasilianische Justiz war bemüht, den Konflikt nicht weiter anzuheizen. Lula hatte allerdings die Chance verstreichen lassen, sich freiwillig zu stellen. Nach Angaben der brasilianischen Zeitung „Folha de Sao Paulo“, die sich auf Aussagen der Verteidigung bezieht, wird sich Lula am Samstag (7.) den Behörden stellen.

Konkret wird sich das Gründungsmitglied der brasilianischen Arbeiterpartei demnach nach einer Messe in São Bernardo do Campo, die zur Erinnerung an seine verstorbene Ehefrau Marisa Letícia abgehalten wird, der Polizei stellen. Lula traf sich spät in der Nacht mit politischen Verbündeten und Anwälten, um die Details seiner Überstellung abzuschließen. Sprecher der Bundespolizei betonten, dass Verhandlungen über das Prozedere der Festnahme von den Behörden abgelehnt wurden.

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