Streik: Lufthansa muss mehr als 800 Flüge streichen

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Lufthansa muss aufgrund des Verdi-Streiks morgen mehr als 800 der ursprünglich geplanten 1.600 Flüge streichen (Foto: Latinapress)
Datum: 09. April 2018
Uhrzeit: 17:54 Uhr
Leserecho: 2 Kommentare
Autor: Redaktion
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Die Gewerkschaft Verdi hat für Dienstag, 10. April, zu einem Streik an den Flughäfen Frankfurt, München, Köln und Bremen aufgerufen. Bestreikt werden laut Verdi die Bodenverkehrsdienste, die Betreuungsdienste und teilweise auch die Flughafenfeuerwehr in der Zeit von 5 bis 18 Uhr. Lufthansa muss aufgrund des Verdi-Streiks morgen mehr als 800 der ursprünglich geplanten 1.600 Flüge streichen, davon 58 Langstreckenverbindungen. Von den Flugstreichungen sind rund 90.000 Fluggäste betroffen. Am Mittwoch, 11. April, soll der Flugbetrieb wieder planmäßig stattfinden.

Lufthansa hat einen Ersatzflugplan auf ihrer Website veröffentlicht. Lufthansa Fluggäste werden gebeten, sich vor Reiseantritt auf Lufthansa.com über den Status ihres Fluges zu informieren. Fluggäste, die entsprechende Kontaktdaten hinterlegt haben, werden aktiv per SMS oder E-Mail über Änderungen informiert. Die Kontaktdaten lassen sich über www.lufthansa.com unter „Meine Buchungen“ jederzeit eintragen, einsehen oder ändern. Zudem können sich Fluggäste automatisch per Facebook oder Twitter über Statusänderungen Ihres Fluges informieren lassen.

Auch Fluggäste, deren Flug nicht vom Streik betroffen ist, werden gebeten mehr Zeit einzuplanen und früher zum Flughafen zu kommen, da mit Wartezeiten gerechnet werden muss. Unabhängig davon , ob ihr Flug von einer Flugstreichung betroffen ist, können alle Passagiere von Lufthansa Group (mit Ausnahme von Flügen, die von SWISS durchgeführt werden) die für morgen, 10. April, einen Flug von oder über Frankfurt und München gebucht hatten, diesen einmalig kostenlos auf einen Flug innerhalb der nächsten sieben Tage umbuchen.

Auf innerdeutschen Strecken können Fluggäste die Deutsche Bahn nutzen, unabhängig davon, ob ihr Flug gestrichen wurde. Dazu können Fluggäste ihr Ticket unter „Meine Buchungen“ auf Lufthansa.com in einen Fahrschein der Deutschen Bahn umwandeln. Eine Anreise zum Flughafen ist dafür nicht notwendig.

Mit absolutem Unverständnis reagiert Lufthansa auf die massive Streikandrohung von Verdi. „Es ist vollkommen inakzeptabel, dass die Gewerkschaft diesen Konflikt auf dem Rücken unbeteiligter Fluggäste austrägt. Lufthansa ist gar nicht Partei in diesem Tarifkonflikt, dennoch sind vor allem unsere Kunden und wir von den Folgen der Auseinandersetzung betroffen“, sagt Bettina Volkens, Vorstand Personal und Recht der Deutschen Lufthansa AG.

Art und Ausmaß des nahezu flächendeckenden und ganztägigen Warnstreiks sind zu diesem Zeitpunkt unangebracht und unverhältnismäßig. Streikhandlungen müssen die Ultima Ratio einer Tarifauseinandersetzung sein. „Politik und Gesetzgeber müssen klare Regeln für Streik- und Arbeitskampfmaßnahmen definieren“, fordert Volkens. „Wir bedauern, dass die Reisepläne so vieler Kunden durch diesen Streik von Verdi beeinträchtigt werden und versuchen, die Auswirkungen so gering wie möglich zu halten.“

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  1. 1
    Wolfgang

    Das ist furchtbar, was man sich von LH wieder bieten lassen muss, die sind unzuverlässiger als jeder Dritte-Welt-Carrier. Die sollen ihre Leute vernünftig bezahlen und gut is’. Dank Milliardengewinnen mangelt es an Geld dafuer sicher am allerwenigsten. Bis die das verinnerlichen: Alternativcarrier nehmen, wenn irgend moeglich.

    • Ich kann nicht erkennen, daß die Angestellten der LH unterbezahlt sind oder die LH schuld an den ständigen Streiks hat. Der seit Jahren immer unerträglichere Stinkstiefel ist die Gewerkschaft VERDI, welche unsere Gesellschaft systematisch, durch z.T. völlig absurde Forderungen und Streik, schädigt. Mir kann keiner erzählen, daß dies andere als staatszersetzende Motive hat, die nicht in Deutschland ihren Ursprung haben. Die hängen viel zu eng mit der LINKE zusammen, um als konstruktive Kraft im Interesse der Arbeitnehmer ernst genommen werden zu können.

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