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Moskaus Troll-Fabriken erfinden im Fall Skripal Resultate aus Schweizer Labor

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Bei Fake News handelt es sich um kein neues Phänomen, doch durch soziale Medien verbreiten sie sich einfacher und rascher (Foto: DivulgacaoGlobo)
Datum: 20. April 2018
Uhrzeit: 22:09 Uhr
Ressorts: Leserberichte
Leserecho: 2 Kommentare
Autor: Ailton Soares, Sao Paulo (Leser)
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In den letzten Wochen gab es zahlreiche Berichte über einen mutmaßlichen Giftgasangriff im syrischen Duma und auf Sergej Skripal in London. OPCW-Experten (Organisation für das Verbot chemischer Waffen) haben festgestellt, dass Skripal und seine Tochter Julia mit dem in der damaligen Sowjetunion fabrizierten Giftstoff Nowitschok angegriffen worden waren. Noch immer können die OPCW-Experten nicht nach Duma reisen, um den Giftgasangriff auf die syrische Bevölkerung zu untersuchen. Diese beiden Vorfälle haben dazu geführt, dass russische Troll-Fabriken rund um die Uhr arbeiten und zahlreiche Fake-News unter das Volk streuen. Auch nach der Verhaftung des ehemaligen brasilianischen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva wurden Unwahrheiten unter das Volk gestreut, Online-Desinformationen waren Tür und Tor geöffnet.

Besonders im Fall Skripal wird eine Taktik deutlich, die Russland auch schon im Ukraine-Konflikt zeigte: Falschmeldungen sollen „beweisen“, dass es eine westliche Verschwörung gibt. Russische Pseudo-Nachrichtenagenturen und Pseudo-Multimediadienste, die ihre „Informationen“ auch auf Deutsch verbreiten, gaben bekannt, dass das ABC-Labor im schweizerischen Spiez auch das im Westen produzierte Nervengift BZ gefunden habe. Die stellvertretende Schweizer Repräsentantin bei der OPCW, Nadine Olivieri Lozano, wies diese bewusste Fehlinformation nun zurück. OPCW-Chef Ahmet Üzümcü bezeichnete in Den Haag die Darstellungen Moskaus als falsch. „OPCW-Experten haben festgestellt, dass Skripal und seine Tochter Julia mit dem in der damaligen Sowjetunion fabrizierten Giftstoff Nowitschok angegriffen worden waren. Es gab keine andere Chemikalie, die von den Labors identifiziert wurde“, so Üzümcü.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    Miguel

    Was spricht gegen eine Untersuchung,c wenn man unschuldig ist. Nichts!!!!
    Wie in Deutschland, gegen eine flächendeckende Videoüberwachung sind nur diejenigen, die Straftaten verdecken wollen.

  2. Letzte Woche hat Russland sogar für einige Tage die gängigen Kommunikationsnetzwerke gesperrt. So war unser Kontakt zu freien Mitarbeitern in Russland unterbrochen. Da überlegt man sich dann schon, ob man es riskieren kann, weiterhin mit einem solchen Land Geschäfte zu machen. – Aber mir tun die Leute leid. Ein Drittel der Bevölkerung hat keinen Zugang zu Strom, Gas und fliessendem Wasser. Dagegen geht es selbst den Venezolanern noch Gold! Nur daß die bei Energiemangel natürlich nicht so leicht erfrieren…

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