Umweltorganisation beweist massive Urwaldrodung in Südamerika

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Riesige Flächen wurden in den Urwald des Gran Chaco im Grenzgebiet zwischen Argentinien, Bolivien und Paraguay gefräst (Foto: Latinapress)
Datum: 03. Mai 2018
Uhrzeit: 19:38 Uhr
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Autor: Redaktion
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Tausende Hektar Urwald werden im Norden Argentiniens für den Sojaanbau gerodet. Angeblich, um überwiegend deutsche Fleischproduzenten zu beliefern – eine Katastrophe für das Ökosystem der Region. Die Life Forestry Group hält mit dem FSC-Siegel dagegen. Die per Drohne gewonnenen Aufnahmen der US-amerikanischen Umweltorganisation Mighty Earth sind erschütternd. Riesige Flächen wurden in den Urwald des Gran Chaco im Grenzgebiet zwischen Argentinien, Bolivien und Paraguay gefräst, zur Vorbereitung für den Anbau von Sojabohnen in gigantischen Monokulturen. Noch raucht der Boden an manchen Stellen, letzte Baumstümpfe werden eingesammelt.

Wer braucht so viel Soja? Die Nutztiere in Europa, überwiegend in Deutschland, antwortet Mighty Earth. Rund drei Viertel der weltweit angebauten Sojabohnen würden zu Tiernahrung verarbeitet und Europa habe im Jahr 2016 rund 28 Millionen Tonnen Soja aus Lateinamerika importiert. Etliche Tonnen davon gingen nach Deutschland, weitere Grossbesteller waren die Niederlande, Frankreich und Spanien. „Zwar stammt das Fleisch, das wir im Supermarkt kaufen, von den Hühnern, Schweinen und Rindern aus der Region“, bedauert Lambert Liesenberg, Geschäftsführer der Life Forestry Group. „Doch das Futter für diese Tiere belastet die Umwelt massiv.“ Zu den riesigen Urwaldrodungen in Südamerika kommt schliesslich noch der aufwendige Transport über Tausende von Kilometern.

Life Forestry: Mit dem FSC-Siegel gegen Urwaldrodung

Besonders bedauerlich findet Liesenberg, dass die Rodung gar nicht nötig wäre. „Es gibt in Lateinamerika über 650 Millionen Hektar Land, die bereits vor längerer Zeit gerodet wurden. Würde man sich auf die beschränken, müssten keine weiteren Ökosysteme mehr zerstört werden.“ Auch die Life Forestry Group betreibt kommerzielle Plantagen, allerdings mit einem gravierenden Unterschied: „Wir lassen unsere Teakplantagen von Anfang an vom FSC zertifizieren, um unseren Investoren zu garantieren, dass wir nachhaltig wirtschaften und die Ökosysteme erhalten.“ Das FSC-Siegel bekommt beispielsweise nur, wer nachweislich Brachland kultiviert und nicht Urwald gerodet hat. „Das können wir über historische Satellitenbilder belegen“, sagt Liesenberg.

Ausserdem stellt das FSC-Siegel sicher, dass die Biodiversität erhalten bleibt. „Bis zu 50 Prozent der Life Forestry Teakplantagen sind ausgewiesene Schutzzonen, die nicht bewirtschaftet werden und auf denen zahlreiche wilde Baumarten wachsen“, erläutert Liesenberg. „Damit bewahren unsere Plantagen die Artenvielfalt des Standorts. Neben vielen Kleintieren wie Insekten, Schmetterlingen und Schlangen fühlen sich auch Wildtiere, Affen, Pferde und Kühe auf den unseren Plantagen wohl.“

Strenge Regeln für gute Erlöse

Wer das FSC-Siegel erhalten will, muss ausserdem eine nachhaltige Bewirtschaftung nach ökologischen Gesichtspunkten nachweisen können. „Wir pflegen unsere Teakbäume durch Ausdünnungen, Beschnitte etc. so, dass sie optimal wachsen können, aber wir verzichten auf schädliche Kunstdünger.“ Zur Unternehmenspolitik zählt ausserdem die Unterstützung der Menschen vor Ort. „Wir fördern den Bau neuer Schulen, entlohnen unser Mitarbeiter fair und sorgen dafür, dass sie und ihre Familien allesamt kranken-, renten- und sozialversichert sind.“

Alle diese Massnahmen haben auch einen grossen Vorteil für Investoren: Zertifiziertes Teakholz kann auf dem Weltmarkt bis zu 10 Prozent höhere Erlöse erzielen als Teak ohne Öko-Siegel! Wer also in die zertifizierten Teakplantagen der Life Forestry Group investiert, kann sichergehen, dass für seine Geldanlage kein Urwald gerodet wurde und dass sich Umwelt- und Naturschutz durchaus mit dem Wunsch nach einer attraktiven Rendite vereinen lassen.

Die Life Forestry Switzerland AG ist einer der führenden Anbieter von Direktinvestments in Teakbäume der höchsten Plantagen-Qualitätsstufe. Die Kunden erwerben Eigentum an Baumbeständen in Costa Rica und Ecuador, die nach 20-jähriger Pflege geerntet und verkauft werden. Durch strengste professionelle Standards bei der Auswahl der Anbaugebiete und dem forstwirtschaftlichen Anbau wird eine Holzqualität erreicht, die sich im internationalen Holzmarkt mit Teakholz aus Naturwäldern messen kann. Life Forestry bekennt sich konsequent zur Bewirtschaftung nach den Prinzipien des FSC® (Forest Stewardship Council®). Zahlreiche Teak-Plantagen sind bereits oder werden noch zertifiziert. Über eine GPS-Vermessung der Plantagen und der einzelnen Parzellen kann der Standort der Bäume jederzeit bestimmt werden. Teakholzinvestments von Life Forestry stehen für eine hohe finanzielle Performance in Verbindung mit einem messbaren ökologischen und sozialen Mehrwert.

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