Chinas starkes Aufkommen auf dem Handelsmarkt als Partner Lateinamerikas

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In Amerika besteht großes Interesse am Handel mit dem Wirtschaftsriesen China (Grafik: People's Daily, China via Twitter)
Datum: 11. Mai 2018
Uhrzeit: 14:54 Uhr
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Autor: Redaktion
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Die Wirtschaftsnachrichten der letzten Tage waren geprägt von Diskussionen rund um den Handel mit Lateinamerika. Nachdem Diego Ramiro Guelar umfangreichere Handelsbeziehungen zwischen den lateinamerikanischen Märkten und China in der näheren Zukunft ankündigte, stellt sich die Frage nach der Signalwirkung.

China übernimmt Spitzenposition der USA

Lange Jahre waren die Vereinigten Staaten allein schon geografisch bedingt der erste Ansprechpartner in Handelsfragen mit Lateinamerika. Dies führte für viele Staaten Mittel- und Südamerikas zu einer großen Abhängigkeit von den USA. Doch mit dem wirtschaftlichen Aufstieg Chinas in den vergangenen Jahren wurde die Position an der Spitze geschwächt. Der asiatische Staat kommt auf ein Außenhandelsvolumen von 4 Trillionen US-Dollar. Dies macht China nicht nur in Lateinamerika, sondern in der ganzen Welt zum wichtigsten Puzzleteil in der komplexen Handelswelt. Neben den USA sind es 100 andere Länder, die China derzeit als wichtigsten Handelspartner bezeichnen, darunter die südamerikanischen Nationen Argentinien, Brasilien, Chile, Peru und Uruguay. Es zeigt bereits den Trend, der in Lateinamerika weltweit am sichtbarsten ist. Die Wirtschaftskraft Chinas beruht neben der eigenen Stärke auch auf den Handlungen der US-Regierung. Präsident Donald Trump brachte mit seinen Plänen, wie einer Mauer zwischen den USA und Mexiko, dem Einfrieren der Beziehungen zu Kuba oder dem Austritt aus dem Übereinkommen von Paris, viel Unruhe in eine ohnehin oft durch Korruption durchgeschüttelte Region.

Diese Vorkommnisse sorgen für Streitigkeiten, aber auch Möglichkeiten, insbesondere für China. Es besteht viel nahrhafter Boden, um wirtschaftliche Beziehungen voranzutreiben, auch dank der Strafzölle, die zuletzt in den USA diskutiert wurden. Insbesondere die Konflikte mit Mexiko wurden durch den lateinamerikanischen Staat nun in Eigenregie angegangen. Mexiko schloss mit der Europäischen Union ein Freihandelsabkommen, das beide Seiten vor den zweifelhaften Auswüchsen der USA schützen soll. 80 Prozent der mexikanischen Exporte wurden bislang in die Vereinigten Staaten geliefert, eine Zahl, die nunmehr aller Voraussicht nach sinken wird und im Bedarfsfall noch viel deutlicher sinken kann. Es handelt sich um einen ähnlichen Deal wie jener bereits abgeschlossene zwischen der EU und Japan und ist vor dem Treffen mit dem Mercosur-Block (Argentinien, Brasilien, Paraguay, Uruguay) von hoher Bedeutung. Die Übereinkunft sieht vor, dass die einzelnen Gruppen weiterhin fairen und offenen Handelsregularien nach festen Regeln folgen. Hinzugefügt werden aus der Produktpalette unter anderem Farmprodukte, der Service-Sektor, Investment und öffentliches Auftragswesen, was nun unter dem Titel Duty-Free läuft.

Mexiko bleibt im Konzert Chinas die Ausnahme

Selbst wenn Mexiko noch hauptsächlich in Abhängigkeit von den Vereinigten Staaten auf dem Handelsmarkt agiert, haben sich die meisten anderen lateinamerikanischen Staaten längst abgenabelt. Bereits 2009 übernahm China von den USA die Rolle des führenden Handelspartners von Brasilien. Die größte Wirtschaft Südamerikas exportierte vor allem Roheisen und Soja. Die Exporte Mexikos lagen im Jahr 2016 noch bei 303 Milliarden US-Dollar in die USA, während Produkte im Wert von lediglich 5,4 Milliarden US-Dollar nach China geliefert wurden. Dies bedeutet jedoch nicht, dass die weiterführende Entwicklung einer potentiellen Krise zwischen Mexiko und den USA zwangsweise China als Profiteur dastehen lassen würde. Der asiatische Staat ist im Import-Sektor hauptsächlich auf der Suche nach Rohstoffen, wo etwa Brasilien ins Spiel kommt, während die Verbindung zwischen den amerikanischen Nachbarstaaten hauptsächlich auf Autos, Autoteilen und Elektronik beruht.


Grafik: EU Trade via Twitter

Das Ziel vieler lateinamerikanischer Staaten bleibt nachvollziehbarerweise dennoch, Zugang zu chinesischen Märkten zu erhalten. Für ein Beispiel dieser Bemühungen kann man den Blick auf Brasilien und Costa Rica richten. Die beiden Staaten versuchen nachhaltig, ihren Service-Umfang zu vergrößern und möchten Hintergrundprozesse sowie Telekommunikation für globale Netzwerke chinesischer, multinationaler Unternehmen optimieren sowie eine marktführende Rolle einnehmen. Des Weiteren sieht China eine große Aufgabe vor sich, die Landwirtschaft den neuen Gegebenheiten anzupassen. China besitzt deutlich unter 10% der weltweiten Ackerfläche, sieht sich jedoch mit der Ernährung von knapp 20% der globalen Population konfrontiert. Dieser Spagat führt unweigerlich zu Chancen aufseiten der Exporteure. Insbesondere Argentinien, Brasilien, El Salvador und Guatemala sollten von dieser Entwicklung profitieren, da sie genau das richtige Exportangebot bieten.

Wie kann sich Lateinamerika anpassen?

Um sich den neuen Gegebenheiten und Anforderungen der Weltwirtschaft anzupassen, ist ein stetes Umdenken in den jeweiligen Exportländern vonnöten. Damit Lateinamerika sich nachhaltig auf Märkten wie China oder der EU durchsetzen kann, werden neue Instrumente gebraucht, um den Austausch zu ermöglichen und zu vereinfachen. Eines dieser Instrumente kann Forex Trading sein. Hier kauft ein Forex Trader ein Währungspaar, sollte er davon ausgehen, dass eine bestimmte Währung steigt; oder verkauft dieses, wenn er eine Senkung erwartet. Da sämtliche großen Banken und verschiedene Finanzinstitute ein Teil des Forex-Marktplatzes sind, ist der Einfluss auf den Handelsmarkt groß. Die Forex Trader sind dank der Dezentralisierung im Internet in großer Zahl vertreten, während sie zugleich von jedem Interessierten nutzbar sind. Diese Vielseitigkeit und Verfügbarkeit macht die Broker zu einem spannenden Tool. Freilich muss angesichts der Angebotsvielfalt verschiedener Broker die Spreu vom Weizen getrennt und seriöse Broker identifiziert werden. Wichtig zu beachten ist dabei, dass die bestehenden Regulierungen eingehalten und befolgt werden. Diese werden unabhängig von Expertenagenturen bereitgestellt und nicht etwa von den Brokern selbst. Nur mit gültiger Lizenz und Regulierung sind daher Forex Broker vertrauenswürdig. Zudem müssen die Verantwortlichen aus den verschiedenen Nationen darauf achten, dass der Broker ein gewisses Ansehen mitbringt. Nur so, mit Erfahrungen bisheriger Trader und Experten, lässt sich die Zuverlässigkeit des Unternehmens auch sicherstellen. Zu guter Letzt ist die Mobilität ein wichtiger Faktor. Nirgendwo ist es wichtiger, mobiles Trading zu ermöglichen, als in der heutigen Welt, die so mobil daherkommt, wie nie zuvor. Diese Realgeschwindigkeit beim Handel ist von großer Bedeutung, damit in unfangreichen Business-Bereichen keinerlei Optionen verstreichen.

Letztlich lässt sich feststellen, dass die Möglichkeiten Lateinamerikas recht vielseitig sind, um sich von der Abhängigkeit von den USA zu lösen. Während viele Staaten diesen Schritt schon gegangen sind, ist vor allem Mexiko noch immer ein Kandidat, der unter den Einschränkungen vonseiten der US-Regierung leiden würde. China bietet mit seiner sehr facettenreichen Wirtschaft große Möglichkeiten für alle beteiligten lateinamerikanischen Staaten. Diese wollen jedoch auch entsprechend genutzt werden.

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