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Odebrecht – Venezuela: Mehr als 1,3 Milliarden US-Dollar Bestechungsgelder

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Odebrecht hat die von den damaligen Regierungen geduldete Korruption internationalisiert und sogar eine hocheffiziente und perfekt strukturierte Abteilung für Korruption in Brasilien und im Ausland gebildet (Foto: Archiv)
Datum: 14. Mai 2018
Uhrzeit: 13:50 Uhr
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Autor: Redaktion
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Der Name des weltweit agierenden brasilianischen Baukonzerns „Odebrecht“ gilt in Lateinamerika als Synonym für Korruption. Laut einem 2016 veröffentlichten Report der brasilianischen Regierung flossen zwischen 2005 und 2014 insgesamt 14,4 Milliarden Anleihen der Staatsbank BNDES für Projekte in Afrika und in anderen lateinamerikanischen Staaten, darunter Angola, Mosambique, Argentinien, Peru, Equador, Venezuela, Guatemala, der Dominikanischen Republik und Kuba. 81,8 Prozent dieses Geldes erhielt Odebrecht, der Konzern konnte sich dabei stets auf politische und diplomatische Unterstützung der ehemaligen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva (Haftstrafe von zwölf Jahren) und Dilma Rousseff (Amtsenthebung) verlassen. Odebrecht hat die von den damaligen Regierungen geduldete Korruption internationalisiert und sogar eine hocheffiziente und perfekt strukturierte Abteilung für Korruption in Brasilien und im Ausland aufgebaut. In Lateinamerika ist eine große Anzahl von Regierungen betroffen, lediglich im „Fall Venezuela“ hat das korrupte und kriminelle Regime das Mäntelchen des Schweigens ausgebreitet.

Laut einem am Sonntag (13.) von der Internationalen Nichtregierungsorganisation „Transparency International“ veröffentlichten Bericht hat Odebrecht in Venezuela nur neun der 33 mit der venezolanischen Regierung vereinbarten Arbeiten abgeschlossen. „In Venezuela wurden/werden die Ermittlungen behindert, es gibt keine Sanktionen“, so die Organisation in ihrem 58-seitigen Bericht. Nach Angaben von „Transparency International“, die fünf Jahre lang Informationen zu diesem Thema sammelte, hat die venezolanische Regierung von 1999 bis 2013 dreiunddreißig Verträge/Aufträge unterzeichnet.

Von diesen 33 wurden nur neun abgeschlossen. Weitere 13 sind gelähmt. Die Organisation hat angegeben, dass sie nur Zugang zu den Geldbewegungen im Zusammenhang mit etwa 20 Verträgen hatte, „also sind die Zahlen wirklich außergewöhnlich“. Für 18 Arbeitsaufträge haben die venezolanischen Behörden Berichten zufolge etwa 13 Milliarden Dollar ausgegeben. Darüber hinaus hat die NGO angegeben, dass das Unternehmen ein „Bestechungsverhalten“ zwischen 3 und 5 Prozent des Gesamtauftragswertes aufweist. „Wenn dieses Muster wie in anderen Ländern auch in Venezuela eingehalten wurde, sprechen wir über Bestechungsgelder von mehr als 1,3 Milliarden US-Dollar“, so Transparency International.

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