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Brasilianerin erhält künstliche Vagina aus Fischhaut

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Nach dem Anlegen der Vaginoplastik wurde der Vaginaltrakt nun mit der Haut des Süßwasserfisches Tilapia ausgekleidet (Foto: ScreenshotYouTube)
Datum: 01. Juni 2018
Uhrzeit: 02:00 Uhr
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Autor: Redaktion
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Die Brasilianerin Jucilene Marinho litt seit ihrer Geburt am Mayer-Rokitansky-Küster-Hauser-Syndrom (MRKHS). Das Küster-Hauser-Syndrom ist eine angeborene Fehlbildung, die nur Frauen betrifft. Normalerweise verbindet die Vagina das äußere Genital mit der Gebärmutter. Bei Frauen mit MRKHS befindet sich etwa an der Stelle, an der normalerweise die Gebärmutter und die Vagina liegen, nur ein Gewebestrang. Ohne chirurgische Korrektur oder Therapie ist kein penetrativer Geschlechtsverkehr möglich. Die 23-jährige Jucilena aus dem Bundesstaat Ceará (Nordosten) hat sich als erste Frau auf der Welt einer rekonstruktiven Operation unterzogen, bei der eine Fischhaut eingepflanzt wurde.

Die junge Frau kam ohne Gebärmutterhals, Gebärmutter und Eierstöcke auf die Welt. Im April letzten Jahres unterzog sie sich in der Universitätsklinik von Ceará einer Kolpopoese (operatives Anlegen einer künstlichen Vagina). Nach dem Anlegen der Vaginoplastik wurde der Vaginaltrakt nun mit der Haut des Süßwasserfisches Tilapia ausgekleidet. Nach drei Wochen Krankenhausaufenthalt wurde Jucilene entlassen und ist von den Ergebnissen begeistert. Nachdem sie die letzten Jahre in tiefer Depression verbrachte, konnte sie inzwischen mit ihrem Freund Marcus Santos zum ersten Mal Sex genießen. „Es war ein wunderbarer Moment, weil alles perfekt funktionierte. Es gab keine Schmerzen, nur viel Freude und Befriedigung“, so Jucilene.

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