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Kampf gegen die Plastikflut: Die Deutschen und das Meer

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Die britische Fotografin und Umweltschützerin, die im zentralamerikanischen Land Honduras lebt, berichtet auf ihrem Facebook-Account von irreparablen Schäden, die Menschen in den Ozeanen mit unserem Abfall verursachen (Fotos: Caroline Power)
Datum: 07. Juli 2018
Uhrzeit: 10:09 Uhr
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Autor: Redaktion
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Der Kampf gegen die Plastikflut und der Schutz unserer Meere ist für die Deutschen ein drängendes Zukunftsproblem. So deutet der WWF die Ergebnisse der Naturbewusstseins-Studie von Bundesumweltministerium und dem Bundesamt für Naturschutz (BfN). „Die Bürger machen sich große Sorgen über die Bedrohung der Meere. Damit überholen sie mit ihrer Einstellung die Politik“, interpretiert Heike Vesper, Leiterin des Internationalen WWF-Zentrums für Meeresschutz in Hamburg.

78 Prozent der Teilnehmer sehen im Plastikmüll ein „sehr großes Problem“, 18 Prozent ein „großes Problem“ für unsere Meere. „Die Bundesregierung sollte die Ergebnisse ihrer eigenen Umfrage ernst nehmen. Wir brauchen einen internationalen Pakt gegen die Plastikflut. Hier kann Deutschland als inspirierendes Beispiel vorangehen und mit einem Maßnahmenplan zeigen, dass eine schnelle Halbierung der Einträge von Plastikmüll und Mikroplastik ins Meer möglich ist. Dafür gäbe es einen breiten Rückhalt in der Bevölkerung“, so Vesper. „Wir müssen damit aufhören, Plastik unkontrolliert in die Umwelt abzusetzen, das wir nicht wieder zurückholen können. Als ein Beispiel nennt Vesper Mikroplastikpartikel in Kosmetika.

Zudem finden Meeresschutzgebiete eine breite Mehrheit in der Bevölkerung – und das auch vor der eigenen Haustür. 94 Prozent der Befragten befürwortet die Einrichtung von Naturschutzgebieten in Nord- und Ostsee. Hohe Zustimmungsraten verzeichnet die Umfrage bei der Forderung nach mehr Nachhaltigkeit in der Fischerei. 83 Prozent sind für strengere Regeln und Gesetze – selbst wenn dadurch die Fischpreise steigen würden. „Noch immer ist nicht sichergestellt, dass alle bedrohten Arten und Lebensräume in deutschen Meeresschutzgebieten tatsächlich umfassend geschützt werden“, kritisiert Vesper. Die Hälfte der zehn deutschen Meeresschutzgebiete in der Ausschließlichen Wirtschaftszone von Nord- und Ostsee müssten endlich nutzungsfrei gehalten werden: „Umweltschädliche Fischereien oder die Förderung von Bodenschätzen sind in Meeresschutzgebieten nach wie vor gängige Praxis.“

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