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Para-Polizisten stürmen Kirche und greifen Bischöfe an

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Der Angriff auf die Bischöfe war nur Teil der Gewalttaten inmitten einer Krise, die nach Angaben des ANPDH seit dem 18. April mindestens 320 Menschenleben gefordert hat (Foto: ScreenshotYouTube)
Datum: 10. Juli 2018
Uhrzeit: 08:10 Uhr
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Autor: Redaktion
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Im zentralamerikanischen Land Nicaragua hat eine Gruppe von Para-Polizisten die Basilika San Sebastian in Diriamba gestürmt und mehrere Bischöfe und Journalisten angegriffen. Darunter befanden sich der Nuntius Stanislaw Waldemar Sommertag, Kardinal Leopoldo Brenes und Bischof Silvio Baez. Die Bischöfe waren aus dem rund 45 Kilometer entfernten Managua angereist, um eine Gruppe von Sanitätern und franziskanischen Missionaren zu befreien, die seit Sonntag in der von Para-Polizisten umstellten Kirche ausharrten.

Als die Delegation der katholischen Kirche in Begleitung von der nicaraguanischen Vereinigung für Menschenrechte (ANPHD) den zentralen Platz von Diriamba betrat, wurde sie von etwa 200 Para-Militärs mit Kapuze und Para-Polizisten, die von Dutzenden schwer bewaffneter Polizisten umgeben war, angegriffen.

Diese Gruppen näherten sich der Basilika mit dem Ruf „Liefert die Waffen ab“ und „Sie waren keine Studenten, sie waren Delinquenten“, in Bezug auf die Studenten, die durch die Repression getötet wurden. Der vermummte Mob griff die Bischöfe und Journalisten mit Fäusten und Pistolen brutal an. Ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP wurde geschlagen, zudem wurde ihm seine Ausrüstung gestohlen und zerstört.

Der Angriff auf die Bischöfe war nur Teil der Gewalttaten inmitten einer Krise, die nach Angaben des ANPDH seit dem 18. April mindestens 320 Menschenleben gefordert hat. Die Proteste gegen Ortega und seine Frau, Vizepräsidentin Rosario Murillo, begannen als Folge gescheiterter Sozialversicherungsreformen und wurden zu einer Forderung nach dem Rücktritt des Präsidenten nach elf Jahren an der Macht, mit Vorwürfen des Missbrauchs und der Korruption. Die katholische Kirche vermittelt in dem Konflikt und wird vermehrt zur Zielscheibe des Regimes.

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