Dominikanische Republik: Welle der Gewalt überflutet Karibikstaat

Datum: 10. Juli 2010
Uhrzeit: 20:23 Uhr
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Autor: Redaktion
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► Ausufernde Korruption und Gewalt in DomRep

Die Dominikanische Republik, eines der beliebtesten Ferienziele bei deutschen Urlaubern, erleidet einen immer stärkeren Imageverlust. Ausufernde Korruption in den Polizeibehörden, Mord, Folter, sowie Diskriminierung und Gewalt gegen Frauen zeichnen ein Spiegelbild des Karibikstaates. Die Regierung steht dem scheinbar machtlos gegenüber, betont allerdings bei jeder Gelegenheit, wie sicher das Land ist.

In ihrem Jahresbericht über die Lage der Menschenrechte verurteilten die USA die Dominikanische Republik. Schießereien, Morde, Überfälle, Vergewaltigungen sowie Raub und der Drogenhandel verängstigen die Menschen auf der Karibikinsel. Die Kriminalität auf der Karibikinsel weitet sich immer weiter aus. Die Bürger der Dominikanischen Republik vertrauen immer weniger dem Schutz der öffentlichen Institutionen, die von Korruption unterwandert ist. Alleine im Juni gab es siebenundsiebzig Todesfälle im Zusammenhang mit gewalttätigen Straftaten- 2.5 pro Tag.

Inzwischen überlegen sich die Bewohner zweimal, ob sie nach Sonnenuntergang ihre Wohnungen verlassen. Viele Kriminelle benutzen Polizeiuniformen, um ahnungslose Bürger auszurauben. Die Bischofskonferenz des Landes zeigt sich tief besorgt und traurig über die andauernde Gewalt im Land. Das geht aus dem Abschlussdokument der achtundvierzigsten Vollversammlung der Bischöfe hervor, die an diesem Freitag in Santo Domingo zu Ende ging. Ohne die notwendigen Schritte einer zumeist unfähigen Regierung wird es in der Dominikanischen Republik zu einer zu explosiven Situation, ähnlich wie der in Mexiko kommen.

Experten sind sich einig, das die Schuld für die jetzige Situation auf Faktoren wie Unwägbarkeiten, sowie „falsche Handhabung des Themas Kriminalität und auf die Straflosigkeit und Komplizenschaft der Sicherheitsbehörden“ zurückzuführen ist.

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