Explosion im Kohlebergwerk in Kolumbien: Sicherheitsvorschriften nicht eingehalten

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Datum: 20. Juli 2010
Uhrzeit: 13:46 Uhr
Ressorts: Kolumbien, Panorama
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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► Mine bleibt geschlossen

Bei einer Explosion in einem Kohlebergwerk  in Kolumbien wurden letzten Monat 73 Arbeiter getötet. Nach ersten Untersuchungen von Experten entstanden bei dem Unfall Temperaturen von über 1000 Grad Celsius. Der 33-seitige Bericht stellt zudem fest, dass der Betrieb die  Sicherheitsvorschriften nicht erfüllte.

Die Explosion in der Mine San Fernando ereignete sich in der Nacht des 16. Juni nahe der Stadt Amagá, im Departement Antioquia, etwa 240 Meilen nordwestlich von Bogota. Die Mine, in der es in der Vergangenheit ähnliche Todesfälle gab, beschäftigt ca. 450 Mitarbeiter und liegt im Norden des Landes. Das Bergwerk, welches sich im Besitz des privaten Unternehmens Carbones San Fernando SA befindet, produziert jährlich ca 240.000 Tonnen Kohle für den inländischen Verbrauch. In der Vergangenheit wurden auf dem Gelände bereits ähnliche Todesfälle registriert. Die Tragödie, offenbar durch die Ansammlung von Gasen ausgelöst, ist die schlimmste seit Juli 1977, als in der gleichen Region 86 Bergleute getötet wurden.

Der Untersuchungsbericht, vorgestellt vom Minister für Bergbau und Energie, Hernan Martinez, nennt nicht die genaue Ursache der Explosion. Nach Angaben von Mario Ballesteros, Direktor des offiziellen kolumbianischen Instituts für Geologie und Bergbau (Ingeominas), kann eine Anhäufung von Methangas von 5% bis 15% zu der Explosion geführt haben. Messergebnisse bestätigen, dass die Konzentration von Methangas zum Zeitpunkt der Explosion zwischen 5% und 14% betrug.

Die Lüftung des Bergwerks wurde als „unzureichend und ungenügend“ bezeichnet. Bei der Explosion fielen mehrere Absaugeinrichtungen aus, da ihre Motoren nicht explosionsgeschützt waren. Zudem versäumte das Unternehmen, welches die Mine seit zwei Jahren betreibt, eine kontinuierliche Messung von Methangas.

Die Mine ist seit der Explosion geschlossen. „Die geltenden Sicherheitsvorschriften wurden nicht strikt eingehalten“, so Martinez.

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